MedUni Wien: International führende Stammzellforschung aus Österreich

Beim Symposium der österreichischen Gesellschaft für Stammzellforschung wurden aktuellste Erkenntnisse dieses Forschungszweiges diskutiert. Einmal mehr konnte dabei die internationale Relevanz der Forschung in Österreich unterstrichen werden.

Die Fragen, die sich die Wissenschafterinnen und Wissenschafter im Bereich Stammzellforschung stellen, sind vielfältig: Wie entwickelt sich ein Organ? Wie entsteht der Mensch? Welche molekularen Mechanismen sind bei der Entstehung bestimmter Erkrankungen involviert? Welche Wirkungen und Nebenwirkungen können Medikamente haben? Wie können Stammzellen therapeutisch eingesetzt werden? Diese Fragen standen auch im Zentrum des von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds geförderten Symposiums der österreichischen Gesellschaft für Stammzellforschung (ASSCR, Austrian Society for Stem Cell Research; www.asscr.at), das gerade in Wien erfolgreich über die Bühne gegangen ist.

„Das Symposium war einerseits geprägt von dem Enthusiasmus der Forscherinnen und Forscher und andererseits von dem großen Interesse vieler junger Kolleginnen und Kollegen“, freut sich der Kongressorganisator und Präsident der österreichischen Gesellschaft für Stammzellforschung Markus Hengstschläger. Mit Vortragenden wie Johann Bauer (PMU Salzburg), Christa Buecker (Max Perutz Labs Wien), Frank Edenhofer (Uni Innsbruck), Markus Hengstschläger (MedUniWien), Jürgen Knoblich (IMBA), Sasha Mendjan (IMBA), Gaia Novarino (ISTA), Dirk Strunk (PMU Salzburg), Noelia Urbán (IMBA) und Peter Valent (MedUniWien) ist es gelungen ein breites Spektrum dieses vielfältigen Forschungsbereiches abzudecken. Die am Symposium erläuterten Themen reichten vom Einsatz von Nervenstammzellen, um die Entstehung von Krankheiten wie etwa Autismus besser zu verstehen, über die Erforschung der Bedeutung von Stammzellen in der Onkologie oder der Knochenregeneration bis zum Einsatz von Hautstammzellen in der Therapie von Schmetterlingskindern. Einen besonderen Schwerpunkt bildete auch die Forschung an Organoiden (aus Stammzellen entwickelte kleinste Modelle für Organe), etwa für das Gehirn oder das Herz, die dafür verwendet werden, um die Entstehung entsprechender Krankheiten besser zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln. Die Ursachen dafür, dass viele Embryonen keine Schwangerschaft auslösen können oder zu Fehlgeburten führen, sind noch nicht verstanden. Am Symposium wurden auch Forschungen an aus Stammzellen entwickelten Embryoiden (Embryo-ähnlichen Strukturen) präsentiert, die bisher verborgene Einblicke in die Entstehung menschlichen Lebens ermöglichen.

„Die Stammzellforschung, die in Österreich betrieben wird, ist bei einer Reihe von Fragestellungen international führend“, meint Hengstschläger, „Um dieses hohe Niveau halten zu können und diesen Forschungszweig noch weiter zu stärken, muss es uns gelingen junge Forscherinnen und Forscher dafür zu begeistern und gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die etablierten Forschungsgruppen in Österreich auf allen Ebenen optimale Voraussetzungen für ihre Forschung vorfinden.“

Rückfragen & Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger
Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik
Organisationseinheitsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik
Medizinische Universität Wien
Währingerstraße 10, A-1090 Wien, Österreich
Tel.: +43/1/40160/56500
Sekretariat Fr. Dipl. Ing. Christina Ludwig
Tel.: +43/1/40160/56501

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