Österreichischer Generikaverband: Sichere Arzneimittelversorgung nur mit Generika möglich

Generika sind keine Option, sondern eine Notwendigkeit für eine sichere Arzneimittelversorgung. Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung werden sie in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Mithilfe von Generika können die Behandlungskosten um mehr als 65 Prozent gesenkt werden. Damit spart das österreichische Gesundheitssystem viel Geld. Doch der Wert von Generika geht weit über materielle Einsparungen hinaus: Generika sind systemrelevant für eine sichere Arzneimittelversorgung. So können etwa in Europa doppelt so viele Patientinnen und Patienten zu den gleichen Kosten behandelt werden.

Generika sind systemrelevant

721 relevante Medikamente sollen mit einer neu eingeführten Verordnung zur Arzneimittelbevorratung für den österreichischen Bedarf von vier Monaten bevorratet werden. 68 Prozent dieser Arzneimittel sind Generika.

Auch im SV-Forum 2024 im Mai 2024 wurde intensiv über die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung und insbesondere die Rolle der Arzneimittelvielfalt diskutiert. Laut Sozialversicherung könnten drei Viertel der nicht lieferbaren Medikamente durch Generika ersetzt werden.

In Europa sind sogar 9 von 10 Medikamenten auf der Liste der kritischen Arzneimittel Generika. Die Europäische Kommission hat gemeinsam mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und den Leitern der Arzneimittelagenturen in den Mitgliedsstaaten 2023 erstmals eine Liste von rund 270 Wirkstoffen veröffentlicht, die in der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum als unverzichtbar gelten.

Trotzdem kämpfen Generika-Hersteller mit Preissenkungen, welche die wirtschaftliche Verfügbarkeit vieler Generika ernsthaft gefährdet.

Hauptsache billig?

70 Prozent der in Europa abgegebenen Medikamente sind Generika, in Österreich liegt der Generika-Anteil im patentfreien Segment bei 59 Prozent. Sie nehmen damit eine wichtige Versorgungsrolle ein. Doch die Generikaindustrie steht unter Druck: Eine Generikatablette kostet in Österreich im Schnitt nur noch 16 Cent. Davon müssen Herstellung, Transport, Lagerung, Gebühren für die Zulassung und Arzneimittelüberwachung sowie die kosten der Serialisierung und vieles mehr finanziert werden.

„Es braucht endlich Reformen im Erstattungssystem. Hersteller sind mit unvorhersehbaren Preisabschlagsforderungen und intransparenten Referenzpreisen konfrontiert – das schränkt die Planbarkeit massiv ein. Die niedrigen Preise fördern zudem den Parallel-Export und belasten die medizinische Versorgung in Österreich noch mehr. Das Prinzip "Hauptsache billig“ funktioniert nicht mehr“, so Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbandes.

Der Generikaverband fordert daher unter anderem eine aktive Förderung des Generika-Einsatzes durch Dachverband und Sozialversicherungsträger, zum Beispiel durch die Schaffung von Anreizen für Ärztinnen und Ärzte für die Generika-Verschreibung, angemessene Preise für Generika und Maßnahmen zur Erhöhung der Akzeptanz der Generika auf Patientenebene.

Der Österreichische Generikaverband

Wir sind der Österreichische Generikaverband, ein Zusammenschluss von 11 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel unseres Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Unsere Mitglieder sind G.L. Pharma GmbH, Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H, Bluefish Pharma, Aristo Pharma Österreich GmbH, interpharm ProduktionsgmbH, ratiopharm Arzneimittel VertriebsGmbH, Dermapharm GmbH, S.MED GmbH, Stada GmbH und Sandoz GmbH.

www.generikaverband.at

Rückfragen & Kontakt:

Ute Stocker
ute.stocker@gaisberg.eu
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