FORWIT: Nächstes EU-Forschungsrahmenprogramm stellt Weichen für Europas globale Bedeutung

Rat gibt Empfehlung für die Gestaltung des zehnten europäischen Forschungsrahmenprogramms (FP 10) ab

Die vorbereitenden Diskussionen zum zehnten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (FP 10), das 2028 das aktuelle Programm Horizon Europe ablösen und bis voraussichtlich 2034 laufen wird, sind mittlerweile in vollem Gange. Bereits im Sommer 2025 soll im Zuge der Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU über das Budget des FP 10 beraten werden.

„Es ist schon aus strategischen Gründen sinnvoll, dass sich die Bundesregierung für ein starkes Rahmenprogramm einsetzt. Erstens ist es der Bereich, in dem Österreich deutlich mehr an Mitteln einwirbt, als es an Budget beiträgt. Zweitens entscheidet sich an den Investitionen in Forschung und Entwicklung, wie gut Europa aktuelle und künftige Herausforderungen und Transformationsprozesse meistern wird“, so Thomas Henzinger, Vorsitzender des Rates für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (FORWIT).

Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich der FORWIT in den vergangenen Monaten intensiv mit der Frage, nach welchen Kriterien eine zukunftsorientierte Gestaltung des FP 10 sichergestellt werden kann. Dazu wurden 23 Stakeholderorganisationen eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen. Heute veröffentlichte der Rat die Ergebnisse seiner Arbeit in einer Empfehlung, die der österreichischen Bundesregierung und den relevanten Bundesministerien als informierte Grundlage für die kommenden Verhandlungen über das FP 10 dienen soll.

Durchlässigkeit erhöhen und strategisch relevante Wertschöpfungsketten stärken

Wesentlich für den Erfolg des FP 10 ist aus Sicht des FORWIT die Stärkung der Durchlässigkeit zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung ebenso wie zwischen den einzelnen Sektoren sowie Nationalstaaten. Dadurch entstehen Synergien, die die Effektivität und Effizienz europäischer Forschung erhöhen.

Das würde zudem dazu beitragen, strategisch relevante Wertschöpfungsketten zu stärken und die souveräne (Weiter-)Entwicklung von Schlüsseltechnologien zu befördern. Weitere in der Empfehlung behandelte Aspekte adressieren u.a. die Themen Verteidigungsforschung, die Entwicklung des europäischen Forschungsraums (ERA) und die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Investition in die Zukunft Europas

Hinsichtlich der finanziellen Dotierung unterstützt der FORWIT die Forderung, das FP 10 mit einem Budget von € 200 Milliarden auszustatten. „Nur auf diese Weise kann die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber den USA und China gewährleistet werden“, unterstreicht Ratsmitglied Helga Nowotny und ergänzt, dass das Budget für die gesamte Dauer ausschließlich für die festgelegten Ziele des FP 10 gesichert werden müsse und nicht für andere Prioritäten verwendet werden dürfe.

„Forschungsförderungen sind Investitionen in die Zukunft Europas, in seine globale Wettbewerbsfähigkeit und in den Wohlstand und die Sicherheit unserer Gesellschaft. Es ist daher besonders wichtig, dass Österreich eine ambitionierte Position in die Verhandlungen über das FP 10 einbringt. Dafür bietet der FORWIT seine Expertise und begleitende Beratung an“, betont Thomas Henzinger.

Empfehlung zur Gestaltung des FP 10 der EU

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