BMSGPK: Neues Dashboard zu respiratorischen Erkrankungen löst COVID-19-Dashboard ab

Betrieb des COVID-19-Dashboards endet mit 30. Juni - Epidemiologische Überwachung durch Abwasser-Monitoring und PCR-Analysen bleibt gewährleistet

Mit dem Inkrafttreten des COVID-19-Überführungsgesetzes am 1. Juli endet nach über drei Jahren die Meldepflicht für SARS-CoV-2-Infektionen. Damit stehen die täglichen Infektions- und Testzahlen, die Zahl der Hospitalisierungen und der Todesfälle nicht mehr zur Verfügung. Abgelöst wird das COVID-19-Dashboard der AGES vom neuen SARI-Dashboard, das einen Gesamtüberblick über schwere akute respiratorische Infektionen in Österreichs Spitälern gibt. “Wir erhalten so einen besseren Überblick über die Krankheitslast durch alle respiratorischen Infektionen in den Krankenhäusern, nicht nur durch schwere COVID-19-Fälle”, betont Gesundheitsminister Johannes Rauch. Die Überwachung der epidemiologischen Entwicklung von SARS-CoV-2 bleibt außerdem durch ein breit ausgebautes Surveillance-System weiterhin gewährleistet. Auch das Dashboard zur Corona-Schutzimpfung wird fortgeführt. ***

Seit mehr als drei Jahren sind SARS-CoV-2-Infektionen in Österreich meldepflichtig. Positive Testergebnisse und COVID-19-Todesfälle müssen den Gesundheitsbehörden gemeldet und in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingetragen werden. Die Anzahl der COVID-19-Patient:innen in Spitälern und der durchgeführten Testungen wurden dem Gesundheitsministerium von den Bundesländern gemeldet. Ein Überblick über diese epidemiologischen Kennzahlen wurde vom Gesundheitsministerium täglich am COVID-19-Dashboard der AGES veröffentlicht.

Mit Inkrafttreten des COVID-19-Überführungsgesetzes am 1. Juli entfällt die Meldepflicht für SARS-CoV-2-Infektionen und damit eine wesentliche Grundlage für das Erfassen dieser Informationen. Die täglichen Infektions- und Testzahlen, die Zahl der Todesfälle und der Hospitalisierungen stehen nicht mehr zur Verfügung, weshalb der Betrieb des COVID-19-Dashboards der AGES endet. Das Dashboard zur Corona-Schutzimpfung bleibt in seiner aktuellen Form weiterhin bestehen. Der Betrieb wurde bereits Anfang Mai durch den Dachverband der Sozialversicherungsträger übernommen.

Hospitalisierungen: Künftig Überblick über alle respiratorischen Erkrankungen

Einen Überblick über die Krankheitslast in Spitälern durch schwere akute respiratorische Infektionen (Severe Acute Respiratory Infections - SARI) wie beispielsweise COVID-19, RSV-Erkrankungen und Influenza liefert ab dem Sommer das neue SARI-Dashboard. Das Projekt wird als Kooperation zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Dachverband der Sozialversicherungsträger mit fachlicher Unterstützung der AGES umgesetzt.

“Wir haben bereits im vergangenen Winter gesehen, wie wichtig ein umfassender Überblick über alle schwere respiratorische Infektionen in Österreichs Spitälern ist. Die Einführung des SARI-Dashboards ist da ein logischer Schritt, mit dem wir die Infektionslage in den Spitälern noch besser überwachen können”, unterstreicht Gesundheitsminister Johannes Rauch.

Wird ein:e Patient:in mit respiratorischen Symptomen stationär aufgenommen, erhält die Person eine erste Verdachtsdiagnose, die im SARI-Dashboard erfasst wird. Nach der Entlassung wird entweder die bestätigte, eine verfeinerte oder korrigierte Entlassungsdiagnose erfasst.

Die Anzahl der Verdachts- und Entlassungsdiagnosen, die SARI zugeordnet werden, können im neuen SARI-Dashboard nach Aufnahmestation (Intensiv- oder Normalpflegestation), Altersgruppe, Geschlecht und Bundesland aufgeschlüsselt werden. Das Dashboard steht voraussichtlich ab August 2023 zur Verfügung und wird einmal wöchentlich aktualisiert. Es umfasst dann bereits die SARI-Daten ab Mai 2023.

Abwasser-Monitoring und PCR-Analysen gewährleisten weitere Überwachung

Die Überwachung der epidemiologischen Entwicklung von SARS-CoV-2 in Österreich wird auch durch die Auswertung des Abwassers aus Kläranlagen und die laufende Sequenzierung von positiven PCR-Proben weiterhin gewährleistet. Das Abwassermonitoring wurde in den vergangenen Monaten so ausgebaut, dass deutlich mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung abgedeckt wird. Mit der Ganzgenomsequenzierung von bis zu 1.500 positiven PCR-Proben pro Woche bleibt auch ein repräsentativer Überblick über das Variantengeschehen sichergestellt. Österreich liegt mit diesen beiden Überwachungsinstrumenten im europäischen Spitzenfeld.

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