Die Intercell AG (VSE: ICLL) gab heute den Abschluss des Kaufs der Plattformtechnologie zur Entdeckung monoklonaler Antikörper von Cytos bekannt. Am 6. Mai 2010 hatte Intercell angekündigt, diese Technologie um EUR 15 Mio. kaufen zu wollen. Die Technologie basiert auf der Expressionsklonierung monoklonaler Antikörper aus humanen B-Zellen und ermöglicht die Identifizierung anti-infektiöser Antikörper zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten.
Die Antikörper-Technologie ergänzt die bestehende Technologieplattform von Intercell und eröffnet dem Unternehmen neue, sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich interessante Möglichkeiten zur Anwendung des Antigen-Identifikations-Programms (AIP®).
Monoklonale Antikörper
Jeder Mensch trägt Antikörper in sich. Diese Moleküle sind wesentliche und lebensnotwendige Bestandteile des Immunsystems. In unserer Blutbahn bewegen sich rund eine bis zwei Millionen verschiedene Antikörper, die rund um die Uhr bereit sind, Infektionen und Krankheitserreger zu bekämpfen. Antikörper sind Eiweißstoffe mit einer ganz speziellen Form, die Fremdstoffe – Antigene – erkennen und an diese andocken, um die so genannten Fresszellen (oder phagozytischen Zellen) auf Eindringlinge aufmerksam zu machen und sie in weiterer Folge aus dem Körper zu entfernen.
Monoklonale Antikörper werden natürlichen Antikörpern nachempfunden. Es handelt sich um spezialisierte und zielgerichtete Antikörper, die mit Hilfe biotechnologischer Verfahren synthetisch hergestellt werden. Das besondere daran ist, dass sie in der Lage sind, die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers gegen die Krankheit zu aktivieren.
Antigen-Identifikations-Programm – AIP®
Konzeption und Entwicklung neuartiger Subunit-Impfstoffe sind zu einem hohen Grad von der Identifikation und Beschreibung der richtigen Antigene abhängig. Durch die Anwendung des Antigen-Identifikations-Programms (AIP®) hat Intercell bereits eine große Anzahl von relevanten und schützenden Antigenen gegen verschiedene bakterielle Pathogene identifiziert und weiterentwickelt.
Die ausgewählten Antikörper stammen von infizierten oder gesunden exponierten Individuen. Sie stellen ein genaues Abbild der Präsenz, Zugänglichkeit und Antigenität relevanter Proteine des jeweiligen Mikroorganismus bei Infektionen im Menschen dar und werden in patentgeschützten Selektionsprozessen verwendet. Mit Hilfe von AIP® kann das Team von Intercell jene Antigene entdecken, die vermutlich die stärkste Reaktion im menschlichen Immunsystem auslösen und damit eine Basis zur Entwicklung neuer und verbesserter prophylaktischer und therapeutischer Impfstoffe und Antikörperprodukte bilden.
AIP® wurde bereits erfolgreich eingesetzt, um eine große Anzahl von neuartigen Antigenen verschiedener pathogener Organismen zu identifizieren: Staphylococcus aureus und epidermidis, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus agalactiae und pyogenes, Enterococcus faecalis, Klebsiella pneumoniae, Borrelia spp., ETEC, Shigella, Campylobacter jejuni, nicht-typisierbare Haemophilus influenzae und Moraxella catarhalis.
Intercell AG
Die Intercell AG ist ein innovatives Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von modernen prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten spezialisiert hat, an denen hoher medizinischer Bedarf besteht. Der Impfstoff zur Vorbeugung von Japanischer Enzephalitis ist das erste Produkt des Unternehmens am Markt.
Die Technologieplattform der Intercell umfasst das Antigen Identifikationsprogramm (AIP®) und das anti-infektive monoklonale Antikörper-Identifizierungs-System, die Entwicklung von Adjuvantien, und ein neues, nadelfreies Verabreichungssystem (Impfpflaster, Vaccine Enhancement Patch). Diese Technologien werden auch in strategischen Partnerschaften mit bedeutenden globalen Pharmaunternehmen wie GSK, Novartis, Merck & Co., Inc., sanofi-aventis, und Pfizer (vormals Wyeth) eingesetzt.
Das breite Produktportfolio der Intercell AG umfasst einen Impfstoff gegen Reisedurchfall (Phase III), einen Pseudomonas-Impfstoff (Phase II), ein immunstimulierendes Impfpflaster gegen pandemische Grippe in Kombination mit einem injizierten Impfstoff (Phase II), einen mit Merck & Co., Inc. entwickelten Impfstoff gegen S. aureus (Phase II/III) sowie einen Impfstoffkandidaten gegen Pneumokokken (Phase I). Weitere Produktkandidaten mit Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten sind im präklinischen Entwicklungsstadium.
Intercell notiert an der Wiener Börse unter dem Symbol „ICLL“ (US Level 1 ADR Symbol „INRLY“).
Weitere Information finden Sie unter www.intercell.com
Kontakt
Intercell AG
Dr. Lucia Malfent Vice President, Global Head of Corporate Communications Campus Vienna Biocenter 3, A-1030 Wien P: +43-1-20620-1303 E-Mail: LMalfent(at)intercell.com