Life Sciences in Wien

Wachsende Branche mit wissenschaftlicher Tradition

Wien verfügt über eine exzellente wissenschaftliche Tradition in der medizinischen Forschung. Semmelweis, Billroth und Landsteiner sind Teil dieser Geschichte. Der herausragende Ruf der historischen Wiener medizinischen Schulen findet heutzutage eine Fortsetzung im gesamten akademischen und wirtschaftlichen Bereich. Die Branche ist seit vielen Jahren von Wachstum geprägt. 2017 beschäftigten insgesamt 554 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere relevante Organisationen 37.595 Personen in den Life Sciences in Wien.

Eva Prieschl-Grassauer
© Agnes Stadlmann

Wien ist ein wichtiger Life Sciences Hotspot in Europa. Die Stadt bietet eine exzellente Infrastruktur und die Universitäten entwickeln mit ihrer ausgezeichneten Life Sciences Forschung die Talente der Zukunft. Marinomeds Notierung an der Wiener Börse ermöglicht es uns, Projekte auf Basis der Marinosolv Technologieplattform voranzutreiben - insbesondere die Produktkandidaten Budesolv und Tacrosolv, die beide auf den Allergie-Markt fokussieren.

Eva Prieschl-Grassauer
CSO, Marinomed Biotech AG

Dynamische Start-ups und etablierte Unternehmen

Die herausragende geographische Position und die Bewertung als Stadt mit der weltweit besten Lebensqualität machen Wien zu einem idealen Standort, um Produkte in ganz Europa zu vermarkten. Alle pharmazeutischen Großunternehmen und alle führenden Medizinprodukte-Unternehmen, die aufgrund ihrer Jahresumsätze zu den Top 5 weltweit zählen, sind in Wien angesiedelt. Zusätzlich zu den internationalen Firmen entwickelt sich seit den 1990er Jahren eine dynamische Start-up Landschaft. 481 Biotechnologie-Unternehmen, pharmazeutische Betriebe und Medizinprodukte-Unternehmen produzieren oder entwickeln Produkte oder Prozesse in diesen Gebieten in Wien oder sind als Zulieferer, Dienstleister oder im Vertrieb aktiv. Mit insgesamt 22.930 Beschäftigen generierten die Unternehme im Jahr 2017 rund 12,2 Milliarden Euro Umsatz. 177 Unternehmen (37%) betreiben Forschung und Entwicklung in Wien oder stellen innovative Produkte her.

481
Unternehmen
22930
Beschäftigte
12.2 Mrd.
Umsatz / Jahr
750 Mio.
F&E Investitionen
Quelle: Vienna Life Science Report 2018/19 (Daten: 2017)

Schwerpunkt Gesundheit

Wien ist nicht nur stolz auf die bedeutenden Biotechnologie-Abteilungen der Großunternehmen, sondern auch auf die hier angesiedelten 78 jüngeren dedizierten Biotechnologie Firmen. 59 davon fokussieren ihre Geschäftspläne auf gesundheitliche Aspekte: Infektionskrankheiten, Krebs, und Atemwegserkrankungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Aber auch thematische Schwerpunkte jenseits des medizinischen Bereichs entstanden im Lauf der vergangenen Jahre. Neben Unternehmen der Biotech-Branche sind auch 46 dedizierte Medizinprodukte-Unternehmen in Wien präsent. Diese haben es geschafft, besondere Stärken auf den Gebieten Software für Medizin, Telemedizin und eHealth, elektromechanische Medizinprodukte und zu Produkten für Personen mit Einschränkungen sowie zu Einwegprodukten aufzubauen.

Andreas Goppelt - Ottobock
(C) Ottobock

Wien bietet die für unsere Forschungsarbeit essentielle Kooperationsmöglichkeit mit Partnern im medizinischen Bereich, wie z.B. führenden Medizinern der MedUni Wien. Dies in Kombination mit der weltoffenen, multikulturellen Atmosphäre in einer Stadt mit ausgewiesener hoher Lebensqualität, ermöglicht es, hoch qualifizierte Spezialisten als Mitarbeiter für den Standort zu gewinnen. Die damit gesicherte Expertise fließt direkt in die Entwicklung unserer Technologien und innovativen Produkte, um den Anwendern eine verbesserte Lebensqualität zu ermöglichen.

Andreas Goppelt
Ottobock CTO und Geschäftsführer der Wiener Ottobock Healthcare Products GmbH

Wissenschaftliche Exzellenz im Herzen Europas

Wien liegt österreichweit gesehen ganz klar an erster Stelle bei der Ausbildung und Forschung in den Life Sciences. Fünf Universitäten, zwei Fachhochschulen und elf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beschäftigen 12.620 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 60% aller auf diesem Gebiet in Österreich beschäftigen Personen. Mit ungefähr 34.700 Studierenden in den Life Sciences bildet Wien mehr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus als der Rest Österreichs. Im Jahr 2017 schlossen 3.725 Studierende ihre Bachelor, Master oder PhD-Studien in Wien ab. Eine Vielzahl an Publikationen (4.602 im Jahr 2017) in internationalen Fachzeitschriften belegt die exzellenten Forschungsleistungen in Wien. Förderungen, die über das European Research Council zur Verfügung gestellt werden, haben sich zu einem weiteren Indikator für Qualität entwickelt: Bei Ausschreibungen, die bis Ende 2017 veröffentlicht wurden, ist es in Wien ansässigen Forschenden gelungen, Zusagen für 84 ERC Förderungen zu erhalten – das entspricht 72% aller ERC Förderungen in Österreich auf diesem Gebiet.

18
Akademische Einrichtungen
12620
Beschäftigte
3725
AbsolventInnen
4602
Publikationen
Quelle: Vienna Life Science Report 2018/19 (Daten: 2017)

Knotenpunkt für klinische Expertise

Wien ist Österreichs wichtigster Knotenpunkt für Spitzenmedizin. In rund 25 Krankenhäusern steht nicht nur die medizinische Versorgung von Wiens 1,9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im Vordergrund – von diesen Spitälern profitiert die gesamte Region Wien, in der 3,8 Millionen Personen leben. Die Expertise in der klinischen Forschung trägt dazu bei, die Grenzen des medizinischen Wissens zum Wohl der Menschheit zu erweitern. Kommerzielle Partner sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Führen Sie Ihre klinischen Studien in Wien durch!

Peter Llewellyn-Davies - APEIRON Biologics
(C) APEIRON Biologics / Bernhard Peball

Die Qualität unseres Heimatstandortes Wien und die enorme Unterstützung für Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie-Industrie sind herausragend und inspirierend. Die enge Zusammenarbeit von Industrie und Akademie und die großzügige Forschungsförderung der öffentlichen Hand haben unsere Anstrengungen, neue Therapien gegen tödliche Erkrankungen zu entwickeln, ermöglicht und wesentlich unterstützt. Unser proprietärer Wirkmechanismus, die Cbl-b Master-Checkpoint-Blockade, wurde hier in Wien entdeckt – dank der Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter, Partner und erfahrener Dienstleister.

Peter Llewellyn-Davies
CEO APEIRON Biologics AG