Pharmig: Länger gesund leben: Sozialversicherung und Pharmawirtschaft fördern mit vereinten Kräften Modellprojekte für mehr Kindergesundheit

Dank finanzieller Unterstützung aus dem Rahmen-Pharmavertrag können 2019 13 Pilotprojekte mit dem Schwerpunkt auf Kindermedikation und Gesundheitskompetenz starten.

Seit sieben Jahren werden nun schon jährlich rund zwei Millionen Euro für Projekte zur Kinder- und Jugendgesundheit bereitgestellt. Geldgeber ist das aus Vertretern der Sozialversicherung, Pharmig und PHAGO besetzte „Gremium Gesundheitsziele“. In der Zeit seines Bestehens wurden insgesamt 92 Projekte mit etwa 12,5 Mio. Euro gefördert, das sind durchschnittlich etwa 135.000 Euro pro Projekt. Einige der geförderten Modellprojekte konnten nachhaltig im österreichischen Gesundheitssystem verankert werden.

Die beiden Vorsitzenden des Gremiums Gesundheitsziele, Dr. Alexander Biach (Vorstandsvorsitzender im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger) und Prof. Dr. Robin Rumler (Vizepräsident der Pharmig) blicken auf eine gemeinsame Erfolgsgeschichte zurück:

„Mit dieser beispielhaften Kooperation haben wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Gesundheit geliefert. Jedes einzelne der 92 Projekte, die gefördert wurden, hat nachhaltigen Nutzen für die Bevölkerung gestiftet. Viele haben ihr Ziel erreicht und die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen und beispielsweise auch von ihren Bezugspersonen gefördert. Wir sind stolz über so viele Jahre an Investitionen in unsere Kinder und Jugendlichen“, zieht Rumler ein sehr positives Resümee.

„Sieben Jahre Projektbegleitung im Sinne der Kindergesundheit waren eine große Herausforderung und eine wichtige Aufgabe, mit der wir gemeinsam viel bewegen konnten. Ob Frühe Hilfen, Unfallfrei von Anfang an, der gesunde Kindergarten oder viele andere mehr: Die Umsetzung und Erfolge der einzelnen Projekte spiegeln die Leistungsfähigkeit dieser einzigartigen Partnerschaft wider“, freute sich Dr. Alexander Biach.

Beispielgebend für alle 92 Projekte, die im Laufe der letzten sieben Jahre eine Förderzusage erhalten haben, wurden heute im Zuge einer Pressekonferenz mehrere Projekte vorgestellt. So beispielsweise das steirische Projekt „GET – Gesunde Entscheidungen treffen“ von Styria Vitalis. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz von Kindern von der ersten bis zur vierten Schulstufe zu stärken. Dazu Dr. Inge Zelinka-Roitner, Styria Vitalis: „Der Grundstein für Gesundheitskompetenz wird bereits sehr früh gelegt und trifft sich mit den Fertigkeiten, die in der Volksschule vermittelt werden. Wir freuen uns, dass es durch die Förderung möglich sein wird, die Themen wie Bewegung, Ernährung, psychosoziale Gesundheit, Prävention und Medienkompetenz in insgesamt sechs Pilotschulen in zwei Bundesländern praktisch zu vermitteln und begleitend zu testen, ob sich die Gesundheitskompetenz von Kindern dadurch erhöht.“

Zwei weitere Projekte, die ab 2019 umgesetzt werden können, stellte Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhold Kerbl für die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) vor. Ziele der beiden Projekte „Informationsplattform für Kinderarzneimittel in Österreich“ und „OKIDS – Ausbau und Innovationen im Netzwerk“ sind der Strukturaufbau für Arzneimittelsicherheit und Therapiestudien für Kinder und Jugendliche. Prof. Kerbl hielt dazu fest: „Die Projektförderungen unterstützen ein großes Anliegen unserer Fachgesellschaft: Wir wollen die besten und sichersten Medikamente für Österreichs Kinder und Jugendliche. Diesem Ziel kommen wir nun einen entscheidenden Schritt näher.“

Eine Zusammenfassung der geförderten Projekte 2012 bis 2018 finden Sie auf pharmig.at oder hauptverband.at.
Einen Kurzfilm über das Gremium Gesundheitsziele sowie die geförderten Projekte finden Sie hier: youtu.be/Q45qr6JAlSU

Über das Gremium

Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Pharmawirtschaft haben im Jahr 2011 das „Gremium Gesundheitsziele – Gemeinsame Gesundheitsziele aus dem Rahmen-Pharmavertrag“ gegründet. Seither wurden bereits 92 Projekte (bis inkl. 2018) mit insgesamt ca. 12,5 Mio. Euro unterstützt. Das Gremium ist paritätisch besetzt und vergibt von 2016 bis 2018 insgesamt 6,4 Mio. Euro für Projekte, die der Kindergesundheit und Prävention gewidmet sind. Die Mittel dafür stammen aus dem Rahmen-Pharmavertrag 2016-2018, der die Leistung eines Solidarbeitrages der Pharmawirtschaft an die Krankenkassen im Ausmaß von bis zu 285 Mio. Euro inkl. des Beitrages für Gemeinsame Gesundheitsziele bis Ende 2018 vorsieht.

Über den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).

Über die Pharmig

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand März 2019), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Pharmig und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Über PHAGO

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittelvollgroßhandels und damit die Brücke zwischen Industrie und Apothekern. PHAGO vertritt konsequent die Prinzipien des Vollsortiments, der Lieferfähigkeit und der Lieferbereitschaft. Unter einem vollständigen Sortiment ist die Lagerhaltung von Arzneimitteln zu verstehen, die dem Apothekenbedarf entspricht. Damit garantiert der pharmazeutische Großhandel, dass der nationale Arzneimittelvorrat stets bereitgestellt werden kann und Arzneimittel vor Ort sind, wenn sie rasch benötigt werden.