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UniWien und MUW richten gemeinsame Forschungscluster ein

Das neue Jahr bringt innovative Formen der Kooperation am Universitätsstandort Wien. An der MedUni Wien und Universität Wien starten in sechs gemeinsamen Forschungsclustern fächer- und universitätsübergreifende, translationale Forschungsvorhaben. Dafür stellen die beiden Universitäten eine dreijährige Anschub- Finanzierung von insgesamt 1,3 Millionen Euro aus deren Globalbudgets zur Verfügung. „Forschungscluster sollen innovative Wege eröffnen und neue Brücken zwischen Grundlagenforschung und patientenorientierter Forschung (bench-to-bedside) schlagen“, erklären MedUni Rektor Wolfgang Schütz und Heinz W. Engl, Vizerektor der Universität Wien, die gemeinsame Initiative. Um diese Zusammenarbeit zu intensivieren beschlossen die Medizinische Universität Wien und die Universität Wien eine Anschubfinanzierung für besonders innovative, fächerübergreifende, translationale Forschungsvorhaben zwischen Fakultäten, Zentren und Kliniken der beiden Universitäten.

Durch diese Maßnahme sollen neue und möglichst gleich gewichtete Kooperationen zwischen ForscherInnen der beiden Universitäten entstehen. Die Forschungscluster werden auf Basis einer internationalen Evaluierung befristet auf drei Jahre eingerichtet, wobei es Ziel ist, dass sich die Projekte nach Ende des Förderzeitraums durch die Einwerbung von Drittmitteln (z.B. FWF, FFG, EU) selbst weiterfinanzieren.


Nach einem zweistufigen Auswahlverfahren durch internationale Begutachtungen - mindestens ein klinisches und ein grundlagenorientiertes Gutachten - haben die Rektorate beider Universitäten von insgesamt 16 Vollanträgen die Förderung nachfolgender Projekte beschlossen:


• Onkologie & Infektionsbiologie

Ao.Univ. Prof. Dr. Christoph Gasche, MedUni Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin 3 gemeinsam mit Ao.Univ. Prof. Dr. Pavel Kovarik, Universität Wien, Zentrum für Molekulare Biologie: Role of disbalanced mRNA stability in the development of inflammation-associated colorectal cancer.


• Imaging & Kognitionsbiologie

Ao.Univ. Prof. Dr. Roland Beisteiner, MedUni Wien, Universitätsklinik für Neurologie gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Tecumseh Fitch, Universität Wien, Fakultät für Lebenswissenschaften:

Shared Neural Resources for Music and Language: Verification and Clinical Exploitation.


• Medizinische/Pharmazeutische Chemie & Onkologie)

Ao. Univ. Prof. Thomas Erker Universität Wien, Fakultät für Lebenswissenschaften gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Ulrich Jäger, MedUni Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin 1: Chalcones and hematological malignancies – a model for the development of a drug optimisation platform in malignant diseases.


• Onkologie & Workflow-Systeme

Univ. Prof. Dr. Michael Binder, MedUni Wien, Universitätsklinik für Dermatologie gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Stefanie Rinderle-Ma, Universität Wien, Fakultät für Informatik: Analyzing Health Data for the Evolution of Patient Treatment Processes - Pilot Project Skin Cancer.


• Biologische Psychologie & Imaging

Univ. Prof. Dr. Claus Lamm, Universität Wien, Fakultät für Psychologie: Multimodal Neuroimaging in clinical Neurosciences gemeinsam mit Priv. Doz. Dr. Rupert Lanzenberger,

MedUni Wien, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie: Assessment of neurobiological markers for psychiatric disorders.


• Bioinformatik & Allergologie / Immunologie/ Infektiologie

Univ. Prof. Dr. Arndt von Haeseler, Max F. Perutz Laboratories (Universität Wien, MedUni Wien)

gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Sylvia Knapp, MedUni Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin 1: Microbial Infections & Host Immune Response.


Medizinische Universität Wien

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas. Mit fast 7.500 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren 30 Universitätskliniken, 12 medizintheoretischen Zentren und 30 hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich. Für die klinische Forschung stehen über 48.000m² Forschungsfläche zur Verfügung.


Universität Wien – Kurzprofil

Die Universität Wien wurde im Jahr 1365 gegründet und ist somit die älteste Universität im deutschen Sprach- und Kulturraum und eine der größten in Zentraleuropa. Derzeit sind rund 88.000 Studierende zugelassen. Das aktuelle Studienangebot umfasst 180 Studien. Mit rund 8.900 MitarbeiterInnen, davon über 6.700 WissenschafterInnen, ist die Universität Wien die größte Lehr- und Forschungseinrichtung in Österreich.


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