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Savira Pharmaceuticals zur Behandlung von Influenza

Savira Pharmaceuticals, ein innovatives, pharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Arzneimitteln für die Behandlung von Influenza, wurde im Juli 2009 vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL), der onepharm Research & Development GmbH, Privatinvestoren und dem Savira Management Team gegründet. Basis dafür sind Ergebnisse langjähriger Forschungsarbeiten der Strukturbiologie-Gruppe um Stephen Cusack vom EMBL Grenoble und des "Vienna Antiviral Spot of Excellence" Programm (ASPEX) von onepharm.


Savira verfolgt das klassische Biotech-Geschäftsmodell, und investiert Kapital und öffentliche Zuschüsse in die präklinische und klinische Entwicklung eines Portfolios von antiviralen Wirkstoffkandidaten. Ziel ist die Bereitstellung völlig neuer, selektiver Grippemedikamente mit geringer Resistenzanfälligkeit zur Behandlung von Patienten mit saisonaler und pandemischer Influenza.


Das Hauptprojekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines neuen antiviralen Wirkstoffes zur Bekämpfung von Influenza, der den Virus an einer neuen Stelle, der sogenannten viralen Polymerase, angreift.


Der dreiteilige Polymerase-Komplex besteht aus den Einheiten PB1 (Transkriptase), PB2 (Cap-Bindungsprotein) und PA (Endonuklease) und ist für Vermehrung und Transkription (umschreiben in mRNA, die schließlich zur Produktion von Virusproteinen führt) viraler RNA in infizierten Zellen verantwortlich. Wird die Polymerase oder Teile davon gehemmt, so führt dies zur Unterbrechung des viralen Reproduktionszyklus.


Für die Transkription viraler RNA bedient sich die Polymerase eines einzigartigen Mechanismus der als ‚cap-snatching‘ bezeichnet wird. Dabei wird ein kurzes Stück der zelleigenen mRNA (=Cap) durch die virale Endonuklease abgetrennt und als Initiator für den Aufbau viraler RNA verwendet. Durch diesen Trick des Virus kann die die infizierte Zelle nicht mehr zwischen zelleigner und viraler RNA unterscheiden und erlaubt damit den Virus eigene Proteine zu produzieren.


Kürzlich ist es dem Team um Stephen Cusack, Leiter der EMBL Forschungsstation in Grenoble gelungen, die molekulare Architektur der Cap-Bindungsstelle in der PB2-Einheit sowie der Endonuklease in der PA-Einheit der viralen Polymerase zu identifizieren. Diese Kenntnis ermöglicht erstmals, eine rationale, strukturbasierte Entwicklung von anti-Influenza Wirkstoffen mit dem Ziel, die virale Transkription zu hemmen und somit den viralen Reproduktionszyklus zu stoppen.


Die derzeit am Markt erhältlichen Antivirotika zielen auf externe Influenzaproteine wie die Neuraminidase oder den M2 Protonenkanal. Beide Angriffspunkte sind jedoch im Vergleich zur Polymerase, die sich im Inneren des Viruspartikels befindet, deutlich mutationsanfälliger. Daher ist bei einem Medikament, dass die Polymerase hemmt mit einer deutlich geringen Wahrscheinlichkeit zur Resistenzbildung zu rechnen.

Ein zweites Projekt nutzt die Erkenntnisse, die im Rahmen onepharm‘s ‚Antiviral Spot of Excellence‘ Programms gewonnen wurden. In diesem mehrjährigen Forschungsprojekt konnte der antivirale Wirkmechanismus des natürlich vorkommenden Triterpens Glycyrrhizin, der auf der Hemmung der viralen Endozytose (Eintritt des Virus in die Zelle) beruht, aufgeklärt werden. In Rahmen eines umfangreichen Medizinalchemieprogramms wurden neue Triterpene mit deutlich stärkerer Wirksamkeit gegen Influenza Viren identifiziert. Savira wird darauf aufbauen und die vielversprechendsten Kandidaten weiterentwickeln.


Dr. Oliver Szolar ist seit 14 Jahren in akademischer und industrieller Forschung tätig. Bevor er Geschäftsführer der Savira wurde, war Dr. Szolar wissenschftlicher Leiter (CSO) von onepharm. Davor war er Leiter der ‚Analytical Operations‘ von onepharm und Igeneon/Aphton in Wien.


Kontakt

onepharm Research & Development GmbH

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Raditsch@embl‐em.de

Fax: +49 6221 363 22 29

www.embl‐em.de Savira Pharmaceuticals Veterinärplatz 1A, Object IA, 2nd floor Dr. Oliver Szolar, CEO/CSO

A‐1210 Vienna Phone: +43 1 25077 5904

oliver.szolar(at)savira.at

www.savira.at

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