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Sanochemia Pharmazeutika AG: Neunmonatsbericht 2008/09

Sanochemia Pharmazeutika AG: Neunmonatsbericht 2008/09

Umsatzsteigerung / Ertragsentwicklung durch schwaches Q1, Wechselkursdifferenzen und erhöhte Aufwendungen beeinträchtigt / Kostenreduktionsprogramm bewirkt positives Q3

Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien, im Prime Segment der FWB notiert (ISIN AT0000776307), gab heute die Ergebnisse per 30. Juni 2009 bekannt:


Positives 3. Quartal (01. April 2009 – 30. Juni 2009)


Der Umsatz erreichte mit ca. € 8 Millionen das durchschnittliche Umsatzvolumen der Vergleichsquartale. Hauptumsatzträger waren die radiologischen Produkte und Wirkstoffe. Mit einem deutlich positiven EBITDA in der Höhe von T€ 1.110 und einem EBIT von plus T€ 68 ist es im 3. Quartal aufgrund des bereits im Mai implementierten Kostenreduktionsprogrammes gelungen die operativen Ergebnisse wieder ins Plus zu drehen.


Im Neunmonatsbericht (1.10.2008 - 30.6.2009) stieg der Konzernumsatz um 7 Prozent auf T€ 21,805 (VJ: 20.474). Vorrangig trugen die radiologischen Produkte, angesiedelt im Bereich HUMANPHARMAZEUTIKA, in geringerem Ausmaß die PRODUKTION von Wirkstoffen und Contract Manufacturing zu diesem Umsatzanstieg bei.


Die Ergebnisentwicklung blieb aufgrund von negativen Währungsumrechungsdifferenzen, Einmaleffekten, sowie höherer Kosten unter dem Ergebnis des Vorjahresvergleichs. Die geplant höheren Aufwendungen für F&E (Studien und Fremdleistungen) und internationales Marketing verursachten ein EBIT von minus T€ 3.901 (VJ: minus T€ 2.916). Das negative Finanzergebnis - resultierend aus der geänderten konservativen Veranlagungsstrategie - von minus T€ 1.005 (VJ: minus 582) führte zu einem Ergebnis vor Steuern von minus T€ 4.906 (VJ: minus 3.498). Das Ergebnis nach Steuern sank auf minus T€ 4.829 (VJ: minus 3.585) bzw. je Aktie auf minus € 0,46 (VJ: 0,33).


Finanz- und Vermögenslage, Cashflow


Die liquiden Mittel (Wertpapiere und Kassenbestand) belaufen sich auf ca. € 20 Millionen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 57,5 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Dies zeigt die solide Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Der operative Cashflow verbesserte sich auf minus T€ 7.045 (VJ: minus 9.055). Die Veränderung, auch mit Verlusten, ist zu einem Großteil mit dem erfolgten Ausstieg aus den Devisenoptionsgeschäften verbunden.


Segmentberichterstattung


HUMANPHARMAZEUTIKA - Die radiologische Produktpalette, Diagnostika und sonstige Pharmazeutika wie Viveo® sind hier die Umsatzträger. Mit einer 14%-igen Steigerung wurden Umsatzerlöse von T€ 12.632 (VJ: 11.082) erzielt. Insgesamt trägt das Segment Humanpharmazeutika bereits 58 Prozent zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Trotz erhöhter Marketingausgaben und deutlich gestiegener Personalkosten konnte ein um 8 Prozent gesteigertes EBIT von T€ 1.789 (VJ: 1.660) erzielt werden und bestätigt insbesondere den radiologischen Produkten gute Chancen für ergebnisorientiertes Wachstum.


Die PRODUKTION konnte umsatzmäßig um 2 Prozent zulegen und erzielte im Berichtszeitraum Erlöse von T€ 9.070 (VJ: 8.928). In diesem Segment sind Wirkstoffe für Eigen- und Fremdbedarf und auch der Bereich Contract Manufacturing angesiedelt. Das Segment PRODUKTION trägt 42 Prozent zum Konzernumsatz bei. Höherer Materialaufwand und ein schwaches erstes Quartal führten im Berichtszeitraum zu einem negativen EBIT in der Höhe von minus T€ 2.234 (VJ: minus 807).


F&E mit Onkologie-Schwerpunkt in 2009/2010


Mit PVP-Hyperizin von der Erstdiagnose zur Therapie von Blasenkarzinomen PVP-Hyperizin, ein patentierter Wirkstoff der Sanochemia, ermöglicht die Früherkennung von schwer detektierbaren potentiell bösartigen Blasenkarzinomen. Neu wird derzeit ein Konzept zur photodynamischen Behandlung, das bei Gelingen den Großteil der Cytostaktikatherapie mit all ihren negativen Nebenwirkungen ersetzen kann, entwickelt. Wenn es gelingt diese photodynamische Therapie umzusetzen bedeutet dies eine völlig neue Behandlungsstrategie des Blasenkarzinoms, wovon Sanochemia überzeugt ist und Entwicklungspartner sucht. Das Umsatzpotential für PVP-Hyperizin ist demnach erheblich, da bildgebende Diagnostik einerseits die Voraussetzung für die erfolgreiche Therapie des Blasenkarzinoms darstellt, und anderseits auch nach erfolgreicher Behandlung eine lückenlose Überwachung erfordert.


Ausblick


Haupttätigkeitsbereich des Unternehmens ist heute die Radiologie mit einem zunehmend wachsenden Umsatzanteil von bereits 50 Prozent des Konzernumsatzes. Dies zeigt, dass Sanochemia mit dem Schritt in den Kontrastmittelmarkt die richtige Richung eingeschlagen hat. Insbesondere wird den bereits am Markt erfolgreichen Kontrastmitteln aufgrund der erwarteten Zulassungen hohes Potenzial für steigende Umsatz- und Ergebnisbeiträge bestätigt.


Mit der Restrukturierung des Unternehmens zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bzw. zur Erreichung einer nachhaltigen Rentabilität wurde bereits nach dem nicht zufrieden stellenden Halbjahresergebnisses begonnen. Das umfangreiche Maßnahmenpaket soll eine signifikante Kostensenkung im Sach- und Personalbereich von ca. € 4 Millionen pro Jahr bewirken, von denen bereits ein Teil noch im GJ 2008/9 ergebniswirksam werden soll.


Für das 4. Quartal lässt die hohe Auftragslage für die nächsten Monate eine ähnliche Umsatz- und eine bessere Ertragsentwicklung erwarten.


Der Sanochemia-Vorstand sieht sich auf gutem Weg mit den gesetzten Maßnahmen nunmehr den Grundstein für ein wertorientiertes Wachstum zu legen und damit das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückzugewinnen. Detaillierte Prognosen sind zum heutigen Zeitpunkt aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Situation nicht möglich.


Der vollständige Neunmonatsbericht mit der Segmentberichterstattung kann bei der Gesellschaft angefordert werden und ist auf der Homepage abrufbar.


Weitere Informationen:

Margarita Hoch

Investor Relations Tel.: + 43 / 1 / 3191456 - 335 Mobil: + 43 (0) 664 / 21 38 152

m.hoch(at)sanochemia.at

www.sanochemia.at

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