Artboard 11

Internationaler Forschungs-Hotspot „Campus Vienna Biocenter“ wird ausgebaut - Bund und Stadt Wien inves...

Internationaler Forschungs-Hotspot „Campus Vienna Biocenter“ wird ausgebaut - Bund und Stadt Wien investieren rund 52 Mio. Euro in modernste Forschungsinfrastruktur

Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn und Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner präsentierten am Donnerstag ein Millionenpaket zum Ausbau des Wiener Biotechnologiestandortes „Campus Vienna Biocenter“ (CVBC) in St. Marx. Bund und Stadt Wien werden gemeinsam über die nächsten 10 Jahre 51,7 Millionen Euro in neue und hochmoderne Forschungsinfrastruktur investieren. Hahn und Brauner folgen damit auch den Empfehlungen einer internationalen ExpertInnen-Jury um den Forschungsstandort Österreich weiter zu stärken. Der Fokus der Investitionen liegt auf gemeinschaftlich genutzter modernster Forschungsinfrastruktur mit dem Ziel optimale Rahmenbedingungen für zukunftsweisende Innovationen in der Biotechnologie „made in Vienna“ herzustellen. Ebenso investiert wird in das am Campus angesiedelte „Vienna Open Lab“ sowie in die Errichtung einer neuen Kinderbetreuungseinrichtung. 65 Prozent der Kosten werden vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung getragen und 35 Prozent von der Stadt Wien.


Kontinuierliche Investitionen der Stadt Wien über seine Technologieagentur ZIT Zentrum für Innovation und Technologie und Förderungen des WWTF Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds haben in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Wachstum des Standortes CVBC beigetragen. Mit der nun vereinbarten Förderung setzt die Stadt einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der 2007 präsentierten Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie „Wien denkt Zukunft“.


Hochmoderne Forschungsgeräte für den Standort


Mit dem Beitrag der öffentlichen Hand wird in hochmoderne und komplexe Forschungsgeräte wie DNA-Sequenzierer, Phytotrone oder Massenspektrometer investiert , die von allen wissenschaftlichen und betrieblichen Forschungseinrichtungen am CVBC genutzt werden können. Für die optimale Einbettung in die österreichische Wissenschafts- und Forschungslandschaft soll die neue Infrastruktur aber auch für Kooperationen mit ForscherInnen außerhalb des CVBC zur Verfügung stehen und von einer „Campus Support Facility“ (CSF) professionell betrieben werden. Die daraus resultierenden Synergieeffekte werden auch in Zukunft laufende Investitionen ermöglichen und so den Erhalt einer bestmöglichen Ausstattung garantieren.


Die Investitionsvorhaben beruhen auf dem vom Verein Campus Vienna Biocenter in Abstimmung mit Stadt Wien und Bund erarbeiteten und von einer internationalen ExpertInnen-Jury evaluierten Programm „Vision 2020“. Die Umsetzungsphase beginnt bereits 2009. Sowohl der organisatorische Aufbau als auch erste Investitionen in die Forschungsinfrastruktur sollen bereits 2009 erfolgen, betonten Hahn und Brauner. Dazu gehört die optimale Struktur der Servicegesellschaft CSF sowie die internationale Ausschreibung der CSF-Leitung.


Vision 2020 - Evaluierung durch internationale ExpertInnen


Die Jury unter dem Vorsitz des renommierten deutschen Genforschers und Direktor des Europäischen Mausmutantenarchivs Martin Hrabé des Angelis hat die Leistungen und Vorschläge des Campus Vienna Biocenter positiv evaluiert und die Förderung stark befürwortet. Die Evaluierung der Vision 2020 wurde von LISA VR organisiert.


Folgende Forschungsinfrastruktur wird gefördert:


High-throughput Genome Sequencing Facility DNA-Sequenzierung ist die Bestimmung der Abfolge von DNA Bausteinen in einem DNA-Molekül.


Imaging Support Group IMAS

Bildgebende Verfahren, um wissenschaftliche Analysen sichtbar zu machen. Neben der Ausstattung mit Hochgeschwindigkeitskameras und vielen anderen optischen Geräten ist hier hochqualifiziertes Personal aus dem Bereich Optik und Physik von großer Bedeutung.


Mouse phenotyping In diesem Paket werden verbesserte Beobachtungs- und Untersuchungsverfahren an Mäusen installiert.


Bioinformatics and Scientific Programming Unit (BiSPU)

Die genomischen Analysen und neuen bildgebenden Verfahren resultieren in immer komplexeren und größeren Datenmengen. Deren statistische Analyse, Interpretation, aber auch mathematische Modellierung können nicht durch Standardprogramme bewerkstelligt werden. Dafür sind hoch qualifizierte BioinformatikerInnen und geeignete Computerinfrastruktur nötig.


Large-Scale RNAi Screening and Functional Genomics RNAi ist ein natürlicher Mechanismus der Genregulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen, der zum Abschalten von Genen führen kann. Mit Hilfe des geplanten automatisierten Testsystems sollen Gene identifiziert werden, die in biologischen und pathologischen Prozessen und Signalwegen wichtig sind.


Vienna Drosophila RNAi Centre (VDRC)

Die Fliegenbibliothek besteht aus einer Sammlung von über 22.000 unterschiedlichen Fliegen-Stämmen, die es den ForscherInnen ermöglichen, jedes beliebige Gen zu experimentellen Zwecken auszuschalten und damit auf dessen Funktion zu schließen.


Phytoculture Um die Pflanzenbiologie, die in Wien eine lange Tradition hat, am neuesten Stand der Entwicklungen weiterführen zu können, sind moderne Wuchskammern (Phytotrone) mit automatisierter Feuchtigkeits-, Licht- und Temperaturkontrolle unabdingbar, da Pflanzen – und das bestimmt auch ihren Nutzen für die Forschung – sehr sensibel auf Umweltveränderungen reagieren.


Mass Spectrometry/Proteomics Die Massenspektrometrie ist ein Verfahren um Masse und Zusammensetzung von Molekülen zu analysieren. Dieses Verfahren hat sich zu einer der wichtigsten Untersuchungsmethoden in der Proteinforschung entwickelt.


Structural Biology and Biophysical Characterisation of Proteins Die dreidimensionale Bestimmung von Proteinstrukturen hilft, die Funktion von Proteinen und die damit zusammenhängenden Krankheitsmechanismen zu verstehen.


Rückfragehinweise

Mag.a Cécile-Veronique Kochwalter Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner T 01/4000-81 219 M 0676/8118 81219

cecile.kochwalter(at)wien.gv.at

Die inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt ausschließlich beim Aussender. Beiträge können Vorhersagen enthalten, die auf Erwartungen an zukünftige Ereignisse beruhen, die zur Zeit der Erstellung des Beitrags in Aussicht standen. Bitte verlassen Sie sich nicht auf diese zukunftsgerichteten Aussagen.

Als Life Sciences Organisation mit Sitz in Wien möchten Sie, dass LISAvienna auf Ihre News und Events hinweist? Senden Sie uns einfach Ihre Beiträge an news(at)lisavienna.at.