FCIO: Chemische Industrie: Faire Arzneimittelpreise stärken Versorgungssicherheit

Rasches Handeln auch auf nationaler Ebene notwendig

Bundesminister Johannes Rauch hat beim Rat der EU-Gesundheitsminister gefordert, rasch Maßnahmen zur Bekämpfung von Arzneimittelengpässen zu entwickeln und Anreize zu schaffen, dass wieder mehr Medikamente in Europa produziert werden. „Die beste Maßnahme gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind faire Preise für hochwertige Arzneimittel und keine Billigstpreispolitik. Hier ist die Politik nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch in Österreich dringend gefordert“, kommentiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs. Der FCIO fordert seit Langem, das seit Jahren etablierte, aber mit Ende des Jahres auslaufende Preisband endlich in eine dauerhafte gesetzliche Regelung zu überführen. Wenn hier nicht rasch gehandelt wird, steuert Österreich auf noch schlimmere Versorgungsengpässe zu. Ebenso wäre eine Indexierung der Arzneimittelpreise zur Inflationsabgeltung dringend nötig und machbar, um die seit Jahren steigenden Herstellungskosten abzufedern. Und last but not least wäre ein finanzieller Bonus für Medikamente „Made in EU“ ein starker Anreiz für Hersteller, wieder mehr in Europa zu investieren. „Der Schlüssel für eine resilientere Versorgung ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer und Europäischer Pharmaunternehmen“, so Hofinger. Und auch bei der ausgeweiteten Lagerhaltung sind aus Sicht des FCIO noch Detailfragen offen, insbesondere was die zusätzlichen Kosten betrifft. Diese können nicht von den Produzenten getragen werden, sondern müssen in den Preisen abgebildet werden.

Über den FCIO:

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in Österreich. Die etwa 230 Mitgliedsunternehmen produzieren in unterschiedlichen Sektoren z.B. Pharmazeutika, Kunststoffe und Kunststoffwaren, Fasern, Lacke, Düngemittel oder auch organische und anorganische Chemikalien. Die etwa 48.000 Beschäftigten der Branche stellten 2021 Waren im Wert von über 18 Milliarden Euro her. Der FCIO setzt sich für einen ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen und attraktiven Chemiestandort Österreich mit einem forschungs- und technologiefreundlichen Umfeld ein, in dem die chemische Industrie mit ihrer Innovationskraft Lösungen für die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln und liefern kann. www.fcio.at

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