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BMFWF: FBM Holzleitner: Exzellente Weichenstellung für Europas Forschungs- und Innovationskraft

Ministerin begrüßt Grundsatzeinigung zu Horizon Europe (2028-2034) – wichtige österreichische Anliegen im künftigen EU-Forschungsrahmenprogramm verankert

Die grundsätzliche Einigung der EU-Mitgliedstaaten zum künftigen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon Europe (2028-2034) ist für Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner eine „exzellente Weichenstellung für Europas Forschungs- und Innovationskraft als Grundlage für Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt“. Nachdem die Europäische Kommission im Juli 2025 den Vorschlag für das Horizon Europe-Paket (Verordnung, Spezifisches Programm) vorgelegt hatte, konnten sich die Mitgliedstaaten nach fast einem Jahr intensiver Verhandlungen einigen. Die Bundesministerin dankt dem dänischen und dem zypriotischen EU-Ratsvorsitz für ihr großes Engagement und die konstruktive Führung der Verhandlungen. Die heutige Einigung im Rat der EU bildet die Grundlage für die nun anstehenden Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission, so dass das neue Programm mit 1. Jänner 2028 in Kraft treten kann.

„Ich begrüße die erzielte Einigung, in der auch viele zentrale österreichische Anliegen abgebildet sind“, so die Ministerin. Österreich hatte sich auf Basis des Reflexionspapier „EU’35: Pioneers, Prosperity, Peace“, das im April 2025 im Ministerrat angenommen wurde, aktiv in die Ausgestaltung des künftigen EU-Forschungsrahmenprogramms eingebracht. „Exzellenz und offener Wettbewerb werden weiterhin als tragende Prinzipien verankert. Gleichzeitig wird der Europäische Forschungsraum konsequent weiterentwickelt und die Bedeutung der fünften Freiheit, der freien Bewegung von Wissen, Forschung und Innovation, unterstrichen.“ Ministerin Holzleitner zeigt sich zudem erfreut, dass es gelungen ist, die Förderung friedlicher und resilienter Gesellschaften aufzunehmen. Damit findet ein österreichischer Vorstoß zur stärkeren Berücksichtigung der Friedensforschung Eingang in das künftige Programm.

Für Forschende in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind wichtige Verbesserungen vorgesehen: Geplant sind weitere Vereinfachungen, eine Reduktion des administrativen Aufwands, verkürzte Förderentscheidungen sowie die stärkere Verankerung zweistufiger Antragsverfahren. Darüber hinaus sollen Nationale Kontaktstellen gestärkt werden, um insbesondere neue Zielgruppen und Erstantragstellerinnen und Erstantragsteller besser zu unterstützen. „Wir haben in Österreich mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG eine zentrale Anlaufstelle, die Forschende, Start-ups und Unternehmen auf dem Weg zu europäischen Spitzenprojekten begleitet und dafür sorgt, dass exzellente Ideen die bestmöglichen Chancen auf Förderung erhalten – mit Erfolg“, so Ministerin Holzleitner: Im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe (2021-2027) konnten bisher mehr als 1,8 Mrd. Euro eingeworben werden.

Inhaltlich setzt das künftige Programm wichtige Akzente für Europas Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Dazu zählen die Stärkung des European Research Council (ERC) und des European Innovation Council (EIC), ein ausgewogenes Verhältnis zwischen exzellenzgetriebener Grundlagenforschung und strategischen Forschungs- und Innovationsmaßnahmen, Synergien mit den Europäischen Hochschulallianzen und Erasmus+ sowie neue Schwerpunkte in den Bereichen strategische Technologien, Dual-Use und Forschungssicherheit unter Wahrung des Prinzips „so offen wie möglich, so geschlossen wie notwendig“.

„Europa braucht Forschung und Innovation als Grundlage für Wohlstand, nachhaltige Entwicklung und offene strategische Souveränität. Die nun erzielte Einigung ist ein wichtiger Schritt für ein starkes Rahmenprogramm, um weiterhin unsere Innovationskraft zu steigern, den Wissens- und Technologietransfer gezielt zu fördern und wichtige Akzente bei Forschungssicherheit, internationaler Zusammenarbeit und Wissenschaftsdiplomatie zu setzen“, so die Ministerin.

Positiv bewertet die Ministerin zudem die stärkere Verankerung von Gleichstellung, Diversität und Inklusion im gesamten Programm sowie den neuen Fokus auf von Frauen und jungen Menschen gegründete Deep-Tech Start-ups. Weiters unterstreich sie die stärkere Einbindung der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. „Exzellenz braucht Vielfalt. Deshalb ist es wichtig, dass Horizon Europe wissenschaftliche Spitzenleistungen mit Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Wirkung verbindet“, so Holzleitner.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: florian.atzmueller(at)bmfwf.gv.at

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