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Affiris: Biotech-Megadeal setzt neuen Standard in Österreich

Affiris: Biotech-Megadeal setzt neuen Standard in Österreich

>> GlaxoSmithKline zahlt bis zu 430 Mio. Euro für exklusive Rechte an Alzheimer-Impfungen

Die Wiener AFFiRiS GmbH gab heute den größten jemals in Österreich abgeschlossenen Biotech-Lizenzdeal bekannt. Im Rahmen des Abkommens erhält das Unternehmen von GlaxoSmithKline Biologicals, der Impfstofftochter des Pharma-Riesen GlaxoSmithKline, insgesamt bis zu EUR 430 Mio. sowie mögliche Tantiemen in Milliardenhöhe. Vertragsgegenstand sind mehrere Alzheimer-Impfstoffe aus AFFiRiS Entwicklungsprogramm. Zwei dieser Impfstoffe befinden sich bereits in Wien in der klinischen Prüfung der Phase I, für einen weiteren Impfstoff wird mit dem Beginn dieser Phase im nächsten Jahr gerechnet. Eine erste Zahlung von EUR 22.5 Mio. wird unmittelbar durch den Vertragsabschluss ausgelöst, weitere Zahlungen erfolgen mit dem Fortschritt der Impfstoff-Entwicklung. Der Deal setzt in Umfang und Art

österreichweit neue Standards für Abkommen zwischen Biotech- und Pharmaunternehmen. Der Vertrag unterliegt noch der behördlichen Genehmigung,

die erwartet wird.


Heute wurde der Abschluss des größten bisher in der österreichischen Biotech-Branche getätigten Lizenz-Optionsvertrags bekannt gegeben. Im Rahmen des Deals könnte das Wiener Biotech Unternehmen AFFiRiS bis zu EUR 430 Mio.

plus Tantiemen von GSK Biologicals (GSKbio), Rixenart, Belgien, erhalten.

Dem Pharmaunternehmen werden dabei Rechte für exklusive Lizenzen und Optionen an der Entwicklung mehrerer Impfstoffe gegen Alzheimer erteilt, die auf der firmeneigenen AFFITOME-Technologie beruhen.


Der somit erzielte Wert für Lizenzrechte setzt neue Standards für die Wertbemessung biotechnologischer Entwicklungen in Österreich. Das Abkommen zeigt damit auch den kommerziellen Erfolg, den ein innovatives Biotech-Unternehmen in Verhandlungen mit der Pharmaindustrie haben kann. Ein Erfolg, der insbesondere auch den Hauptinvestor der AFFiRiS, die MIG AG,

freut, die gerade vor kurzem ihr Investment in das Unternehmen aufgestockt hat.


Entscheidend für den kommerziellen Erfolg der AFFiRiS GmbH ist deren AFFITOME-Technologie, die es erlaubt Proteine mit sehr spezifischen Bindungseigenschaften herzustellen. Diese eignen sich in idealer Weise für die Herstellung von Impfstoffen gegen Erkrankungen, die von gefährlichen körpereigenen Proteinen verursacht werden, wie z. B. das Protein beta-Amyloid, das zur Entstehung von Alzheimer beiträgt.


Der Mitgründer und Geschäftsführer von AFFiRiS, Dr. Walter Schmidt, meint:

"Alzheimer ist eine erschütternde Erkrankung, die bereits im Jahr 2025 über 22 Millionen Personen allein in den Industrienationen betreffen wird. Wir begrüßen unsere Zusammenarbeit mit GSK Biologicals als einen ganz wertvollen Beitrag zur möglichen Beschleunigung und Optimierung der Entwicklung und Vermarktung unserer Alzheimer-Impfungen AD01 und AD02, die derzeit in zwei klinischen Studien in Wien getestet werden. GSK Biologicals vertreibt 25 Prozent aller weltweit verkauften Impfstoffe. Die Erfahrung unseres Partners mit der Entwicklung von Impfstoffen und seine Marketing Power, die Markteintritte und -durchdringungen unterstützen, könnten zusammen mit unserer AFFITOME-Technologie eine ganz große Hoffnung für Alzheimer-Patienten bieten."


Im Detail betrifft die Vereinbarung zwei Programme der Alzheimer-Impfstoffentwicklung von AFFiRiS. Das erste dieser Programme ist auf vollständige beta-Amyloid-Proteine ausgerichtet, jene Proteine, die an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sind. Das zweite, als Mimovax bezeichnete Programm (gefördert durch das sechste EU-Rahmenprogramm,

Vertragsnummer LSHB-CT-2006-037702), zielt auf weitere Formen des beta-Amyloids, die am so genannten N-Terminus verkürzt sind.


Im Rahmen des Vertrages gibt AFFiRiS Rechte zur gemeinsamen Entwicklung der beiden Impfstoffe AD01 und AD02 an GSKbio. Beide Impfstoffe wirken gegen die vollständige Form des beta-Amyloids. GSKbio erhält zusätzlich eine Option auf die gemeinsame Entwicklung von viel versprechenden Impfstoff-Kandidaten aus dem Mimovax-Programm.


Im Gegenzug erhält AFFiRiS EUR 22.5 Mio. "upfront" und weitere Milestone-Zahlungen mit dem laufenden Projektfortschritt. Zusätzlich wird GSKbio AFFiRiS auch Tantiemen an den zukünftigen Verkaufserlösen der gemeinsam entwickelten Impfstoffe zahlen. Vor dem Hintergrund eines von Experten auf jährlich 15 Milliarden Euro geschätzten Marktes für ein wirksames Alzheimer-Therapeutikum können sich diese Tantiemen auf mehrere Milliarden Euro summieren.


Dr. Frank Mattner, Mitgründer und CSO der AFFiRiS, über den Vertrag: "Dieser Deal bringt zwei Unternehmen zusammen, die einander ideal ergänzen. Unsere AFFITOME-Technologie ist derzeit weltweit die einzige Technologie, die es erlaubt Impfstoffe mit einer so hohen Spezifität herzustellen. Die Impfstoffe veranlassen den Körper Antikörper zu bilden, die zwischen zwei verschiedenen Formen eines einzigen Proteins unterscheiden können. Diese Möglichkeit kommt nun erstmals bei unseren Alzheimer-Impfstoffen voll zur Geltung, bei der die zu bildenden Antikörper zwischen den gesunden und krankmachenden Formen des beta-Amyloids unterscheiden und so nur die schädliche Form angreifen sollen. Diese Technologie gemeinsam mit GSKs Erfahrung bei der effizienten Entwicklung, Zulassung und Vermarktung von Impfstoffen wird schon bald einen spürbaren Einfluss auf den weltweiten Impfstoff-Markt haben."


Über AFFiRiS GmbH (Stand Oktober 2008):

AFFiRiS GmbH entwickelt Impfstoffe auf Peptidbasis gegen Alzheimer,

Atherosklerose und andere Krankheiten mit dringendem medizinischem Bedarf.

Das Unternehmen hat seine Plattform-Technologien etabliert und die dazugehörigen Patentfamilien angemeldet. Erste Patente sind bereits erteilt.

35 hoch qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind auf 600qm angemieteter Laborfläche am Campus Vienna Biocenter tätig

(http://www.affiris.com).


Über die MIG-Fonds:

Die MIG Verwaltungs AG setzt mit ihrer Beteiligung an der Affiris GmbH ein bewährtes Konzept fort: Erst nach eingehender Prüfung ihrer Zukunftsfähigkeit wird in ausgewählte Firmen in Deutschland und Österreich investiert. Ihre innovativen, viel versprechenden Produkte zeichnen die Anlageobjekte dabei ebenso aus, wie die unternehmerische Leistung ihres Managements. Unterstützt wird die MIG Verwaltungs AG von der Alfred Wieder AG. Der Spezialist für Venture Capital ist mit dem Vertrieb der Fondsanteile betraut und erster Ansprechpartner für interessierte Anleger.


Fotos von der Pressekonferenz sind am Donnerstag, den 23. Oktober 2008, ab 12:00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://www.affiris.com/pressefotos


Kontakt AFFiRiS GmbH:

Dr. Walter Schmidt Campus Vienna Biocenter 2 1030 Wien T +43 / 1 / 798 15 75 - 10 E office(at)affiris.com


Redaktion & Aussendung:

PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Campus Vienna Biocenter 2 1030 Wien T +43 / 1 / 505 70 44 E contact(at)prd.at


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GlaxoSmithKline investiert EUR 430 Mio. in die österreichische Pharmaforschung


In Österreich wurden im Jahr 2006 im Pharmasektor rund 277,2 Mio. € in Forschung & Entwicklung investiert (1). Bei dem Lizenzdeal, den GlaxoSmithKline Biologicals letzte Woche mit dem Wiener Biotech-Unternehmen AFFiRiS zur Erforschung von Alzheimer-Impfstoffen abgeschlossen hat, wurde eine Vertragssumme von 430 Mio. € vereinbart.


Die Impfstoffe der Firma AFFiRiS, die derzeit in klinischen Studien in Wien gestestet werden, lassen in Österreich schätzungsweise 60.000 bis 80.000 Alzheimer-PatientInnen (2) hoffen. Für 2025 wird aufgrund der Altersentwicklung der Bevölkerung eine Steigerung der Zahl der Erkrankten prognostiziert mit über 22 Mio. Menschen in den Industrienationen (3).


Zu Morbus Alzheimer

Die Alzheimerdemenz ist eine progressive neurodegenerative Krankheit, die zu einem irreversiblen Verlust von Nervenzellen führt. Klinische Symptome sind ein zunehmender Verlust von Gedächtnis, Urteilsfähigkeit, Orientierung und Sprache. Bei vielen AlzheimerpatientInnen kommen Verhaltensänderungen und psychiatrische Störungen hinzu, die eine enorme Belastung für die Betreuungspersonen und die Kosten nach Aufnahme in institutionalisierte Pflegeeinrichtungen darstellen.


Zur neuen Technologie von AFFiRiS

Die zurzeit führende Hypothese zur Krankheitsentstehung besagt, dass Ablagerungen des Betaamyloidpeptids eine zentrale Rolle für die Pathogenese der Alzheimer’schen Krankheit spielen (Übersicht bei Blennow et al. 2006) (4). Von der Vereinbarung mit AFFiRiS sind zwei Programme betroffen, eines ist auf vollständige Betaamyloidproteine ausgerichtet, das zweite, als Mimovax bezeichnete Programm, zielt auf weitere Formen des Betaamyloids. Wie bekannt, veranlassen aktive Impfstoffe den Körper, Antikörper zu bilden. Das Besondere bei den Impfstoffen von AFFiRiS jedoch ist die AFFITOME-Technologie: die zu bildenden Antikörper können zwischen gesunden und krankmachenden Formen des Betaamyloids unterscheiden und greifen nur die schädliche Form an.


Jean Stephenne, Präsident und General Manager von GSK Biologicals, dazu: „Wir sind sehr beeindruckt von der Technologie von AFFiRiS – kombiniert mit unserer Expertise bei innovativen Adjuvantsystemen wird diese Zusammenarbeit unsere Erfolgschancen bei der Entdeckung von neuen Behandlungsmethoden gegen diese schwerwiegende Erkrankung wesentlich erhöhen.“


Zu GSK Biologicals

GlaxoSmithKline Biologicals ist der führende Impfstoffhersteller weltweit mit einem Marktanteil von 22 % per 2006. Derzeit sind 30 Impfstoffe auf dem Markt und über 20 in der Pipeline (24 per Ende Februar 2008) – ein Drittel davon zur Vorbeugung von Krankheiten in Entwicklungsländern. Von den 1,1 Mrd. Impfdosen, die im Jahr 2007 versandt wurden, wurden 8 von 10 Impfdosen um bis zu 90 % verbilligt in die ärmsten Länder der Welt geliefert. Durch routinemäßige Impfungen und gezielte Kampagnen konnte z.B. die Todesrate bei Kindern in Afrika aufgrund von Masern von 2000 – 2006 um 91 % reduziert werden (5). Impfungen retten jährlich weltweit bis zu sechs Millionen Menschen das Leben (6) und schützen 750.000 Kinder vor Behinderungen (7). Seit der Einführung des Gratiskinderimpfprogrammes in Österreich im Jahr 1997 ist GlaxoSmithKline der Hauptlieferant für Kinderimpfstoffe.


GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.


Referenzen:

1) Ausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) 2006 nach Wirtschaftszweigen, erstellt von Statistik Austria am 29.8.2008 2) Es gibt in Österreich keine genauen epidemiologischen Daten. Schätzungsweise sind es 100.000 Demenzkranke, davon 60.000 bis 80.000 Personen mit fortschreitendem Morbus Alzheimer. Aktuelle Daten aus Deutschland: ca. 1 Mio. dementiell Erkrankte, davon 650.000 mit Alzheimerscher Demenz (Bickel 2001).

3) www.affiris.com/press_releases/2_Presseaussendung%20AFFiRiS.pdf vom 31.10.2008 4) Arzneiverordnungsreport 2007 von U. Schwabe, D. Paffrath, S. 314 5) www.who.int/wer/2007/en: Progress in Global Measles Control and Mortality Reduction, 2000-2006 6) Ehreth J. The Global Value of Vaccination. Vaccine 2003; 21: 596-600 7) Ehreth J. The value of vaccination: a global perspective. Vaccine 2003: 21: 4105-4117


Pressekontakt:

Dipl.-Kffr. Martha Bousek Corporate Communications & Public Affairs GlaxoSmithKline Pharma GmbH

Albert Schweitzer-Gasse 6 A-1140 Wien Tel. + 43 1 97075-501 Handy +43 664 2421309 Fax +43 1 97075-197

martha.bousek(at)gsk.com

www.glaxosmithkline.at


Handelsgericht Wien Firmenbuch Nr. FN 115955y

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