Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)schreibt vier neue Stiftungsprofessuren in den Bereichen Life Sciences und Kognitionsforschung mit insgesamt 6 Millionen Euro an Fördermitteln aus. Die Wiener Universitäten sind eingeladen, viel versprechende Talente aus dem Ausland davon zu überzeugen, für die Stiftungsprofessur und darüber hinaus nach Wien zu kommen, um entscheidende Impulse am Forschungsstandort zu setzen. Um diesem Prozess ausreichend Zeit zu geben ist die Deadline für die Übermittlung von Förderanträgen an den WWTF der 12. September 2008.
- Quantitative Methoden in den Life Sciences
Mit den zwei Life Sciences Stiftungsprofessuren verstärkt der WWTF seine bisherigen Anstrengungen, der in Wien bekannt qualitätsvollen experimentellen Biologie weitere theoretische und quantitativ arbeitende Arbeitsgruppen hinzuzufügen. Der Grund dafür ist, dass komplexe biologische Systeme wie Zellen nur dann ausreichend verstanden werden können, wenn entsprechende Theorien und Modelle in Kooperation mit Expertinnen und Experten aus der Physik, der Chemie, den Computer Sciences oder der Mathematik entwickelt werden.
- Kognitionsforschung
Durch die zwei Stiftungsprofessuren in der Kognitionsforschung soll Wien in diesem sich rasch entwickelnden Bereich auch international stärker positioniert werden. Sowohl naturwissenschaftliche als auch geistes- und sozialwissenschaftliche Zugänge zu Fragen wie Bewusstsein oder Gedächtnis sind hier angesprochen. Molekularbiologische Forschung ist ebenso eingeschlossen wie Psychologie, Psychiatrie, Linguistik oder neue informationstechnologische Zugänge.
5 Jahre WWTF
Der WWTF, der 2007 sein 5-jähriges Bestehen feierte, fördert als privat-gemeinnütziger Fonds Spitzenforschung innerhalb ausgewählter Felder in Wien. Von den bisher vergebenen 31,7 Millionen Euro flossen über 40% in seinen Life Sciences Schwerpunkt. 18 Forschungsprojekte und zwei Stiftungsprofessuren ermöglichen zahlreichen Wiener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wichtige Forschungsarbeiten und Karriereschritte. Biowissenschaften stehen aber auch im „Mathematik und...“ Schwerpunkt des Fonds hoch im Kurs: Eine weitere Stiftungsprofessur und 7 Forschungsprojekte beschäftigen sich mit Problemstellungen aus den Life Sciences.
Die Fördermittel erhält der WWTF von einer privaten Stiftung aus dem Bankenbereich, die auf Privatisierungserlöse der Stadt Wien zurück geht ("Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten"). Zwei Drittel des Jahresgewinns dieser Stiftung werden in Wiener Forschung investiert. Als einziges Bundesland Österreichs ist Wien dadurch in der privilegierten Position, dass zusätzliche Mittel für Forschung in nennenswertem Umfang zur Verfügung stehen. Als 'Nischenanbieter' versucht der WWTF dabei ausgewiesene Stärken zu stärken und Lücken in diesen Stärkefeldern zu füllen. Der Fonds setzt besonders auf Qualität: Internationaler Peer Review in der Projektbegutachtung und hochkarätige Jurys sind dabei Pflicht.
Weitere Informationen vgl. www.wwtf.at
WWTF: Vier neue Stiftungsprofessuren für Wien im Jahr 2008
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