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Wissenschaftspreis für Baxter Nachwuchsforscherin

Wissenschaftspreis für Baxter Nachwuchsforscherin

Christina B. Planitzer mit Würdigungspreis des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung für Arbeit über die Neutralisation des West Nil Virus durch Immunglobline ausgezeichnet

Für ihre Diplomarbeit zum West Nil Virus wurde die Jung-Wissenschafterin Dipl. Ing. (FH) Christina B. Planitzer heute von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn mit dem Würdigungspreis für NachwuchsforscherInnen ausgezeichnet.

Das dem FSME-Erreger ähnliche West Nil Virus wird durch Moskito-Stiche übertragen und kann insbesondere bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem zu folgenschweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) oder der Hirnhaut (Meningitis) führen. Das vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vorkommende Virus ist 1999 erstmals in New York aufgetreten und hat sich binnen weniger Jahre über den gesamten nordamerikanischen Kontinent ausgebreitet. Mit mehr als 2,5 Millionen, überwiegend asymptomatisch verlaufenden, WNV Infektionen hat dies seit HIV zur wichtigsten viralen Epidemie in der westlichen Hemisphäre geführt.

„Wir haben mittels eines funktionalen in vitro Testsystems gemessen, in welchem Umfang Immunglobulin-Produkte aus amerikanischem Plasma Antikörper gegen den West Nil Virus enthalten. In einem in vivo Versuch wurde das dann mit ihrer Protektivität korreliert“, fasst Planitzer das zentrale Ergebnis ihrer Arbeit zusammen. „Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann eine wichtige Grundlage für die Prävention oder Therapie insbesondere von Risikopatienten liefern.“

Unter dem Titel "West Nile Virus Neutralization by Immunoglobulins" ist die Arbeit mittlerweile im international renommierten Journal of Infectious Diseases erschienen.[1]

Christina B. Planitzer (Jahrgang 1982) ist Absolventin des Diplomstudiengangs „Molekulare Biotechnologie“ am FH Campus Wien. Unter der Betreuung von Dr. Thomas R. Kreil und Dr. Jens Modrof (beide Baxter) und Min.-Rat Dr. Johann Kurz (Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend) hat sie ihre Diplomarbeit in der Studien- und Forschungsabteilung für biologische Sicherheit (Global Pathogen Safety) des Unternehmens Baxter in Wien verfasst, wo sie jetzt auch als Dissertantin weiter in der Forschung tätig ist.

Baxter ist einer der weltweit größten Hersteller von Immunglobulinen. Vor allem Patienten mit angeborenem Immunglobulin-Mangel sind auf solche Medikamente angewiesen, sie werden aber unter anderem auch in der Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen eingesetzt.

„Als in Österreich tätiges forschendes Unternehmen sehen wir die Betreuung von DiplomandInnen und DissertantInnen als wichtigen Aspekt der Kooperation mit den hervorragenden österreichischen Fachhochschulen und Universitäten,“ betont Dr. Thomas R. Kreil, Leiter der Studien- und Forschungsabteilung für biologische Sicherheit bei Baxter. „Dass die hohe Qualität der Forschungsergebnisse, die im Zuge dieser Zusammenarbeit entstehen, auch von der Forschungspolitik gewürdigt werden, bestätigt uns in unserem Engagement.“

„Der Würdigungspreis soll die Arbeit talentierter Nachwuchs-WissenschafterInnen ins Rampenlicht rücken und das beeindruckende Forschungsniveau unserer Ausbildungseinrichtungen aufzeigen“, sagt Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn. „Die hohe Qualität der heute ausgezeichneten Arbeiten bestätigt einmal mehr die Kompetenz des Forschungsstandortes Österreich im Bereich Biotechnologie und Biomedizin und die gute Zusammenarbeit zwischen der Industrie und unseren Fachhochschulen, die mir als Forschungsminister sehr am Herzen liegt.“

[1] Referenz: Planitzer, C.B., Modrof, J., Kreil, T.R., West Nile Virus Neutralization by US Plasma-Derived Immunoglobulin Products, Journal of Infectious Diseases [2007]: 435-40

Über den Würdigungspreis des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zeichnet mit dem Würdigungspreis hervorragende innovative Diplom- und Promotionsarbeiten an Österreichs Fachhochschulen aus, jeder Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Voraussetzungen für die Ehrung, für die jede Fachhochschule Nominierungen vornehmen kann: Der Abschluss des Studiums muss mit Auszeichnung und in der Regelstudienzeit, und die Absolvierung der Diplom- bzw. Masterprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg erfolgen. Eine Jury wählt jährlich fünf Gewinner aus den Einreichungen aus.

Über Baxter

Baxter ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Gesundheitsbranche. Mit seiner Expertise auf den Gebieten Arzneimittel, Biotechnologie und Medizintechnik unterstützt das Unternehmen Ärzte und Patienten bei der Behandlung von komplexen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Hämophilie, Immundefekten oder Nierenversagen. Die Baxter International Inc. beschäftigt weltweit mehr als 47.000 MitarbeiterInnen, der Unternehmenssitz befindet sich in Deerfield, Illinois (bei Chicago, USA).

Österreich ist der größte Standort von Baxter außerhalb der USA, insgesamt 3.200 MitarbeiterInnen sind hier für das Unternehmen an mehreren Standorten in Wien und Niederösterreich in Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb tätig.

Rückfragen:
B&K – Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler, Mag. Daniela Pedross; Tel.: 01- 3194378-12; Mobil: 0676-6368930; E-Mail: pedross(at)bkkommunikation.at

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