STAR-MBM will die Mechanismen der Therapieresistenz bei Patient:innen mit Melanom-Hirnmetastasen (Melanoma Brain Metastases, MBM) mit einem personalisierten Ansatz, und zwar durch räumliche Transkriptomik und genetische Profilierung sowie präklinische und In-silico-Modelle entschlüsseln. Somit sollen Grundlagen für neue therapeutische Konzepte, die eine effektivere Bekämpfung der MBM ermöglichen, geschaffen werden.
Denn Erstlinientherapien, die die überaktivierte BRAF-Kinase hemmen (BRAFi), zeigen zwar zunächst eine hohe Wirksamkeit, können jedoch aufgrund erworbener oder intrinsischer Resistenzmechanismen die MBM nicht dauerhaft kontrollieren. Genau diese therapieresistenten Tumorzellen führen bei 40-60 % der Patient:innen zu einer fortschreitenden intrakraniellen Erkrankung und einer sehr schlechten Prognose.
Das Forschungskonsortium von STAR-MBM hat bereits eine Aktivierung des Tyrosinkinase-Rezeptors MET bei MBM entdeckt, der möglicherweise die Therapieresistenz vermittelt. Aufbauend auf diesem Wissen wird das pharmakogenomische Forschungsprojekt neue hochwirksame Therapieansätze testen und entwickeln. Die große Vision dahinter lautet, die Therapieresistenz bei Patient:innen mit MBM mittels personalisierter Ansätze zu bekämpfen.
Das Projekt läuft im Rahmen des „EP PerMed (European Partnership for Personalised Medicine)“ unter dem Dach von Horizon Europe. Von österreichischer Seite wird das Projekt durch den Wissenschaftsfonds FWF kofinanziert. Zu den Partnern des Forschungskonsortiums gehören neben der Vetmeduni die TU Dresden und die Universitätsmedizin Greifswald (beide Deutschland) sowie die Semmelweis-Universität Budapest (Ungarn) und die Universitetet i Bergen (Norwegen).
Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr.rer.nat. Torben Redmer
Zentrum für Pathobiologie
Veterinärmedizinische Universität Wien
torben.redmer@vetmeduni.ac.at