Artboard 11

Start der Initiative 'Forschung macht Schule'

Menschen und ihre Qualifikationen stehen im Mittelpunkt der Initiative „Forschung macht Schule“, die mit 5,3 Millionen Euro budgetiert ist. Das bmvit hat im Auftrag von Staatssekretärin Christa Kranzl dieses Programm zur Verbesserung der Ausbildungssituation im naturwissenschaftlich-technischen Bereich entwickelt. Gemeinsam mit Bildungsministerin Claudia Schmied und dem BMUKK wird das Programm nun umgesetzt.


Ausgangssituation:


Eine Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft im Auftrag der IV spricht von rund 1.000 fehlenden AbsolventInnen jährlich in den dreizehn am meisten von Unternehmen nachgefragten Studienrichtungen wie beispielsweise Maschinenbau, Elektrotechnik, oder Werkstoffwissenschaft. Auch in ihrem an sich für Österreich sehr positiven Länderbericht 2007 empfiehlt die OECD Maßnahmen im Qualifizierungsbereich mit einem besonderen Augenmerk auf naturwissenschaftlich-technische Studien. Letzte Woche wurden die neuesten Daten des European Innovation Scoreboard veröffentlicht: Erfreulicherweise hat sich Österreich hier vom 9. auf den 8. Platz verbessert, aber es wird weiterhin ein Aufholbedarf Österreichs bei Absolventinnen in naturwissenschaftlich-technischen Studienrichtungen festgestellt.


Ziel der Initiative:


Zur Lösung des strukturellen Problems wurde das Programm „Forschung macht Schule“ entwickelt, um die gesamte Bildungskette zu erfassen, ein für Österreich neuer Ansatz: Vom Kindergarten bis zur Matura werden Initiativen mit technologisch-naturwissenschaftlichen Inhalten angeboten. Ziel ist eine stärkere Vernetzung und Kooperation von Bildungs- und Innovationspolitik. Es gilt bestehende und neu entwickelte Projekte miteinander abzustimmen. Besonderes Augenmerk wird auf die Förderung von Mädchen und jungen Frauen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich gelegt. Dabei werden zwei Hauptziele formuliert:

- Steigerung der StudienanfängerInnen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich von rund 10 000 Erstimmatrikulierenden um bis zu 20% in den nächsten 3 Jahren.

- Signifikante Erhöhung des Frauenanteils.


Aktivitätslinien zur Umsetzung der Initiative 2008


Pilotregionen

In Pilotregionen werden vielfältige Bildungs- und Innovationsangebote geschaffen und die wesentlichen Akteure in den Regionen vernetzt, damit junge Menschen durchgehend vom Kindergarten bis zum Schulabschluss sich den Themen Forschung, Innovation und Technologie widmen können. Ziel ist es, alle Bundesländer mit jeweils mehreren Pilotregionen auszustatten. Mit vier Bundesländern (Salzburg, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich) gibt es schon konkrete Gespräche.


Impulsprojekte

Impulsprojekte können die „Keimzelle von Pilotregionen“ sein, sie können aber auch ausgewählte Einzelprojekte mit hohem Innovationsgehalt sein. Schwerpunkt ist u.a. die Verbesserung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen, beispielsweise Kindergarten/Volksschule, VS/HS/AHS…….


Leuchtturmprojekte

Leuchtturmprojekte entstehen durch die intensive Zusammenarbeit einzelner forschungsnaher Unternehmen bzw. Forschungsinstitutionen mit Bildungseinrichtungen. Als „Leuchttürme“ bieten sie den Bildungseinrichtungen vielfältige Angebote im Rahmen der vorgestellten Aktivitätslinien an, wie z. Bsp: Patenschaften mit Schulen, Tage der offenen Tür, Betriebsführungen, Präsentation der Berufsbilder an den Schulen, Betreuung von Projektarbeiten.


Innovationspraktika für SchülerInnen

Qualifizierte SchülerInnen ab einem Alter von 15 Jahren sammeln ab Sommer 2008 einen Monat lang wertvolle Berufserfahrung in österreichischen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Die Unternehmen müssen sich per Förderungsantrag zu einer qualifizierten Betreuung des/der PraktikantIn verpflichten. Ab 10. März startet die Ausschreibung für die Innovationspraktika auf der FFG-Website. Die Unternehmen können unter www.forschungmachtschule.at einen Förderungsantrag stellen, die Abwicklung erfolgt ebenfalls elektronisch. Im Herbst ist die Verleihung eines Sonderpreises sowohl für PraktikantInnen als auch Unternehmen angedacht. Es werden gendersensible Unternehmen ausgezeichnet, weiters Unternehmen und PraktikantInnen, die besonders innovative Konzepte im Rahmen der Initiative verwirklichen, sowie Unternehmen, die sich besonders um Jugendförderung verdient gemacht haben.


Forschungsscheck

Für die Durchführung von Projekten mit Forschungsbezug im Bereich Naturwissenschaft und Technik erhalten (vor-)schulische Bildungseinrichtungen einmal pro Jahr schnell und unbürokratisch bis zu

€ 1.000,- . Für diese Maßnahme wird seitens des bmvit 1 Million Euro zur Verfügung gestellt. Eine Projektdauer von mindestens 14 Tagen wird angestrebt. Mit dieser Maßnahme sprechen wir Kindergärten, Volks- und Hauptschulen sowie allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen an.


Wettbewerbe und Auszeichnungen

Wettbewerbe zur Entwicklung innovativer Vermittlungsmethoden und herausragender Schulprofile sowie die Prämierung der besten Projekt- und Fachbereichsarbeiten aus Naturwissenschaft und Technik sollen die Leistungen von SchülerInnen und ihrer BetreuerInnen in der Öffentlichkeit stärker sichtbar machen. Diese sollen sowohl auf nationaler Ebene sowie auf internationaler Ebene stattfinden.


Eröffnungswoche „Forschung macht Schule“

Zwischen 10. und 13. März findet im Wiener Museumsquartier die Eröffnungswoche zur Initiative „Forschung macht Schule“ statt. Den Auftakt bildet der erste Tag für die jüngsten TeilnehmerInnen zwischen 3 und 10 Jahren. Unter dem Motto „Forschung zum Angreifen“ gibt es Gelegenheit, mit WissenschafterInnen gemeinsam zu experimentieren und die Faszination von Naturwissenschaften und Technik zu erleben. Die Einrichtungen des Museumsquartiers wie etwa das Zoom Kindermuseum oder der Dschungel Wien stellen ihr Programm auf den Aktionstag ab, zahlreiche andere Vermittlungsinitiativen wie beispielsweise das Vienna Open Lab oder die Ars Electronica sind am gesamten Areal des MQ mit Stationen vertreten.


Der zweite und dritte Tag stehen ganz im Zeichen der 14 bis 17 jährigen SchülerInnen. Sie werden in ausgewählten Forschungseinrichtungen einen Arbeitstag mit ForscherInnen verbringen, mit ihnen gemeinsam Experimente durchführen und so hautnah die Arbeitswelt und die Arbeitsbedingungen in der Forschung kennen lernen. Die gewonnen Eindrücke werden von den SchülerInnen unter Anleitung zu Präsentationen verarbeitet, um in einem Schneeballeffekt KollegInnen und LehrerInnen ihrer Schulen zu erreichen und das Erlebte weiter zu geben. Den Abschluss bildet das Symposium „Wie kommt Forschung an die Schule?“. Diskutiert werden Fragen nach den Rahmenbedingungen und effektiven Strategien, um das Interesse der Kinder und Jugendlichen für Forschung und das Berufbild „ForscherIn“ zu wecken.


Koordinationsstelle „Forschung macht Schule“

Die neu geschaffene Koordinationsstelle bietet Information und Service für alle Interessierten und steht als Plattform für alle Aktivitäten der Initiative zur Verfügung: Die Koordinationsstelle ist erreichbar unter www.forschungmachtschule.at, office@forschungmachtschule.at bzw. 01 / 711 62 65-8820.


Rückfragehinweis:

BMVIT - Staatssekretärin Christa Kranzl, Pressesprecher Alexander Lutz, Tel.: 0043 1 711 62 65-8805 E-Mail: alexander.lutz(at)bmvit.gv.at


BMUKK - Nikolaus Pelinka, Pressesprecher der Bundesministerin, Tel: 0043 1 531 20 5030 E-Mail: Nikolaus.Pelinka(at)bmukk.gv.at

Die inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt ausschließlich beim Aussender. Beiträge können Vorhersagen enthalten, die auf Erwartungen an zukünftige Ereignisse beruhen, die zur Zeit der Erstellung des Beitrags in Aussicht standen. Bitte verlassen Sie sich nicht auf diese zukunftsgerichteten Aussagen.

Als Life Sciences Organisation mit Sitz in Wien möchten Sie, dass LISAvienna auf Ihre News und Events hinweist? Senden Sie uns einfach Ihre Beiträge an news(at)lisavienna.at.