SANOCHEMIA Pharmazeutika AG, Wien, im Prime Segment der FWB notiert, gibt heute die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) bekannt:
Demnach wurde das Geschäftsjahr aufgrund geringerer Milestonezahlungen im Vorjahresvergleich mit Umsatzerlösen von 29,6 Mio. Euro (VJ: 30,3) beendet. Die hohe Betriebsleistung von 37,4 Mio. Euro (VJ: 36,0) ist unter anderem auf die positive Bestandsveränderung zurückzuführen. Hauptumsatzträger sind Synthese-Wirkstoffe aus der Produktion und Scanlux®, das stärkste Einzelprodukt aus der Palette der Röntgenkontrastmittel im Bereich Humanpharmazeutika. Diese beiden Kernsegmente konnten gegenüber dem Vorjahresvergleich eine Umsatzsteigerung von ca 6 % und erneut positive Ergebnisbeiträge vorweisen. Insbesondere das Segment Humanpharmazeutika konnte eine hervorragende EBIT-Steigerung von 56 % erzielen. Das Geschäftsfeld F & E hingegen verbuchte im gegenständlichen Geschäftsjahr geringere Lizenzeinnahmen und höhere Kosten, zurückzuführen auf den einmaligen Wertberichtigungsbedarf der AlcaSynn-Beteiligung und gestiegener Entwicklungskosten für Projekte aus dieser Beteiligung.
Demnach erreichte das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) -1.8 Mio. Euro (VJ: 6,0) und führte aufgrund des zusätzlichen Wertberichtigungsbedarfs zu einem erwartungsgemäß niedrigeren EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von -5,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (2,2).
Der Wertberichtigungsbedarf der AlcaSynn-Beteiligung im gegenständlichen Geschäftsjahr ergab sich daraus, dass die Anteile nicht wie ursprünglich geplant in einen Life-Science-Fond eingebracht werden konnten. Damit waren die Voraussetzungen der Bilanzierung nach IFRS 5 (als Vermögenswert der zur Veräußerung gehalten wird) nicht mehr gegeben und die Wertminderung führte zu diesem Ergebnis. Zusätzlich belasten auch die erhöhten Personalaufwendungen für Abfertigungen in überdurchschnittlicher Höhe - bedingt durch das Ausscheiden von Führungspersonen - das Ergebnis.
Das aufgrund der geänderten Veranlagungsstrategie niedrigere Finanzergebnis liegt mit 0,5 Mio. Euro (VJ: 1,5) innerhalb der langjährigen Schwankungsbreite und führte zu einem EBT (Ergebnis vor Steuern) von -5,0 Mio. Euro (VJ: 3,7). Um künftig die Volatilität in der Abbildung des Finanzergebnisses zu vermindern, wird die Finanzstrategie dahingehend geändert, dass Veranlagungen in kapitalgarantierte Fonds mit Fixverzinsungen und Bonusvereinbarungen bevorzugt werden. Der Ausstieg sollte im Geschäftsjahr 2007/2008 zum Abschluss kommen und das Finanzergebnis künftig stabilere Ergebnisbeiträge auf allerdings niedrigerem Niveau liefern. Nach Abzug von Steuern in der Höhe von 0,002 Mio. Euro (VJ: 0,8) wurde ein Ergebnis von -5,0 Mio. Euro (VJ 3,0) erreicht, je Aktie wird ein Betrag von -0,44 Euro (VJ 0,29) ausgewiesen.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich deutlich auf 8,4 Mio. Euro (VJ: 3,8). Den Ausschlag für diese positive Entwicklung gaben die Veränderungen der Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte wie beispielsweise eine weitere Senkung von Forderungen aus Devisenoption (3,1 Mio. Euro). Zum anderen konnte auch konsequentes und aktives Debitorenmanagement zur Absenkung von Forderungsbeständen aus Lieferungen und Leistungen mit 5,5 Mio. Euro zu diesem erfreulichem Ergebnis beitragen. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit stieg bedingt durch vermehrte Investitionen in Sachanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten auf 7,7 Mio. Euro (VJ: -1,8). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,1 Mio. Euro lag nur unwesentlich unter den 2,3 Mio. Euro des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert bei 59,2 Prozent gegenüber 59,8 Prozent zum 30. Sep. 2007. Ein höherer Cashbestand von 24,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (21,4) wurde erreicht.
AUSBLICK - Wachstum durch Internationalisierung Mit neuen Produkten gut positioniert für die nahe Zukunft
Im Geschäftsfeld Humanpharmazeutika werden durch die Ausbietung von neuen Diagnostika und Therapeutika wachsende Umsatz- und Ergebnisbeiträge erwartet.
Der Verkaufsstart für SANOCHEMIAs Tolperison-Formulierung – im Handel unter der Orion-Marke Viveo® - verlief für den Marketing- und Vertriebspartner äußerst zufriedenstellend und läßt auf eine rasche Marktdurchdringung schließen. Schon in den ersten Monaten zeigte sich eine Verdopplung des ursprünglich geplanten Absatzvolumens. Mit MR-Lux® - von SANOCHEMIA zur Komplettierung des Radiologieportfolios entwickelt – wird die Attraktivität der Produktpalette und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Secrelux®, ein Pankreasfunktionsdiagnostikum, verzeichnet stetig wachsende Umsatzbeiträge in Deutschland und UK, und wird im Rahmen der gesamteuropäischen Zulassung für eine breite Diagnostikanwendung vorbereitet.
Im Segment Produktion wird die exklusive Herstellung des Wirkstoffes Tolperison zum einen die Auslastung der Kapazitäten kontinuierlich verbessern, zum anderen wird die Volatilität der unregelmässigen Auftragseingänge in der Synthese abgefedert. Besondere Anstrengungen wurden in die Modernisierung des Produktionsstandortes unternommen um auf hohem Niveau und erfolgreichen Zertifizierungen möglichst viele Produkte selber herstellen zu können. Dies eröffnet mittelfristig neue Wege für organisches und profitables Wachstum.
Entwicklung konzentriert sich auf marktnahe Projekte
Mit der klaren strategischen Neuausrichtung im Bereich Forschung & Entwicklung wird sich SANOCHEMIA künftig verstärkt auf marktnahe und kommerziell attraktive Projekte konzentrieren. Der Fokus der „Pipeline 2008“ liegt weiterhin auf Tolperison und der Ausdehnung der Zulassung auf weitere europäische Länder. Tolperison wird von SANOCHEMIA in hochreiner Qualität hergestellt, die sich wesentlich von den bis dato zugelassenen Tolperison-Präparaten unterscheidet. Die Einreichung eines Stoffpatentes für diese innovative Formulierung lässt für SANOCHEMIA einen erweiterten Patentschutz und umfassendere Produktexlusivität erwarten.
Pipeline-Projekte mit „Langfristperspektiven“ werden nicht mit derselben Priorität verfolgt oder aus strategischen Überlegungen nur mit adäquaten Entwicklungspartnern für bestimmte Indikationsbereiche – wie zum Beispiel Opiate für die Schmerzbehandlung – weiterbetrieben. Das F&E-Budget wird diesen Überlegungen angepasst, rund 15 Prozent des Umsatzes p.a. werden dafür angesetzt.
Die Vorschau auf das 1. Quartal 2007/08 zeigt, dass die Umsatzerlöse - bedingt durch höhere Synthese-Aufträge im Vergleichszeitraum des Vorjahres – nicht gehalten werden können. Da es sich um margenstarke Produkte handelt, wird auch auf EBIT-Ebene ein schwächeres Ergebnis erwartet, das im gegenständlichen Quartal noch nicht durch die Produktion von Tolperison kompensiert werden kann.
Im Geschäftsjahr 2007/08 rechnet SANOCHEMIA insgesamt mit der Fortführung des Umsatzwachstums. Im Bereich Forschung & Entwicklung wird die Überprüfung der AlcaSynn-Projekte sowie eine schlankere Kostenstruktur durch Optimierung der Prozesse zu einer verbesserten finanziellen Situation führen.
Die Entwicklung des operativen Ergebnisses für das GJ 2007/08 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostizierbar, da die Auswirkungen der gesetzten Maßnahmen und Kostensenkungsprogramme, oder auch etwaiger Einnahmen aus der Verlizenzierungstätigkeit noch nicht abschätzbar sind.
Der geprüfte Jahresabschluss mit Segmentberichterstattung für das abgelaufene Geschäftsjahr wird planmäßig am 29. Januar 2008 veröffentlicht und ist auf der homepage von Sanochemia abrufbar. Weitere Termine entnehmen Sie bitte dem Finanzkalender unter www.sanochemia.at oder auf Anfrage bei der Gesellschaft. SANOCHEMIA Pharmazeutika AG wird am 29. Januar 2008 um 10:00 Uhr in Wien eine Bilanzpressekonferenz für Analysten und Investoren abhalten.
Weitere Informationen:
Margarita Hoch
Investor Relations Tel.: + 43 / 1 / 3191456 - 335 Mobil: + 43 (0) 664 / 21 38 152
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