onepharm, ein auf die Entwicklung neuer antiviraler Arzneimittel spezialisiertes junges Wiener Biotech-Unternehmen, konnte soeben einen weitreichenden exklusiven Kooperationsvertrag mit dem japanischen Pharmaunternehmen Minophagen abschließen.
Die in Tokyo beheimatete Minophagen vertreibt als mittelständisches Pharmaunternehmen seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich ein Produkt zur Behandlung von chronischer Hepatitis C auf dem japanischen Markt und weiteren asiatischen Märkten. Um für das Medikament auch eine europäische Zulassung zu erlangen, wurde soeben eine Phase 3-Studie für chronische Hepatitis C abgeschlossen. Der Wirkstoff dieses Medikamentes wird von onepharm seit 2006 unter dem Projektnamen OPM-3001 für die Indikation Influenza entwickelt.
„Der nun abgeschlossene Kooperationsvertrag erlaubt uns, exklusiv auf das gesamte präklinische und klinische Datenpaket sowie auf das Marktprodukt von Minophagen für unsere Influenza-Entwicklung zuzugreifen", freut sich Dr. Küenburg, CEO von onepharm. „Das ermöglicht uns einen sehr raschen Eintritt in eine Phase 2-Studie des Wirkstoffes für Influenza, sobald die gerade laufenden Tierstudien die bisher gezeigte Wirkung bei Influenza bestätigen." Das geplante Produkt, eine intravenöse Ampulle, ist vor allem für den Pandemiefall interessant und könnte von Regierungen in ihre Lagerprogramme für Medikamente aufgenommen werden. Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet wären schwere, hospitalisierte Influenzafälle. Da Minophagen über ausreichende Produktionskapazitäten nach den modernen Qualitästrichtlinien GMP (Good Manufacturing Praxis) verfügt, kann auch die weitere klinische Entwicklung sowie die Markteinführung in den von onepharm angestrebten Marktsegmenten mit entsprechenden Mengen an Ampullen unterstützt werden.
Im Gegenzug für die zur Verfügung gestellten Daten und das bereits anwendungsfertige Produkt erhält Minophagen von onepharm Anteile an allen in der Indikation Influenza erzielten Umsätzen in Europa und Amerika. Das Vermarktungsrecht für Asien hat sich Minophagen vorbehalten, wird aber im Erfolgsfall für diese Region Lizenzzahlungen an onepharm leisten.
„Die Zusammenarbeit mit onepharm bringt Minophagen sehr attraktive neue Vermarktungs-möglichkeiten unseres Hauptproduktes und eine deutliche Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an OPM-3001, die weit über Lebererkrankungen hinausgehen", so Dr. Sato, Executive Vice President von Minophagen. „ Wir freuen uns, dass wir mit onepharm einen vertrauenswürdigen und kompetenten Partner für weitere interessante F&E-Projekte gewonnen haben."
Der Eintritt des Lead-Projekts OPM-3001 in eine klinische Studie der Phase 2 ist für die Grippesaison 2008/09 geplant. Zusätzlich hat onepharm Projekte im Bereich verbesserter Formulierungen und neuer medizinischer Anwendungen gestartet. „Unser Ziel ist es, das hohe immunmodulatorische und antiinflammatorische Potenzial von OPM-3001 und einiger seiner Derivate auszuschöpfen," erläutert Küenburg. „Denn es gibt starke Anhaltspunkte dafür, dass die Aktivität von OPM-3001 gegen Influenza nicht nur auf einem antiviralen, sondern auch auf einem entzündungshemmenden Effekt beruht. Damit könnte onepharm ein neuartiges Grippemittel platzieren und so einen wichtigen Beitrag zur effektiven Bekämpfung von Krankheiten mit erheblichem pandemischem Gefährdungspotenzial leisten."
Über onepharm
onepharm wurde im Jahr 2005 vom Management gemeinsam mit Green Hills Biotechnology gegründet. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung des Lead-Kandidaten OPM-3001 in der Indikation Influenza und neuen Indikationen sowie auf die Verbesserung bestehender Formulierungen spezialisiert. Zusätzlich werden neue Derivate von OPM-3001 in einem vom ZIT (Zentrum für Innovation und Technologie GmbH) der Stadt Wien geförderten medizinalchemischen Programm (ASPEX Vienna) hergestellt und gegen verschiedene virale oder entzündliche Erkrankungen getestet. Bis heute konnten von onepharm insgesamt mehr als 5,5 Mio EUR an Finanzmitteln teilweise in Form von Risikokapital, aber auch als Darlehen und öffentliche Zuschüsse aufgebracht werden.
Kontakt
onepharm Research & Development GmbH
Dr. Bernhard Küenburg, CEO
Veterinärplatz 1 , Objekt IA, 2. Stock A-1210 Wien Tel: +43 1 25077 5900 Fax: +43 1 25077 5999
bernhard.kueenburg(at)onepharm.com
www.onepharm.com
Onepharm schließt Kooperationsvertrag mit Minophagen, Japan
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