Nicolas Rivron, Gruppenleiter am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erhält einen der hochdotierten Proof of Concept Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Der ERC fördert damit Rivrons Arbeiten zu Blastoiden und deren Einsatz in der Reproduktionsmedizin.
Weiterentwicklung der Reproduktionsmedizin
Blastoide sind aus Stammzellen gewonnene Labormodelle der frühen menschlichen Entwicklung, die wichtige Merkmale eines menschlichen Embryos nachbilden und ein ethisches und skalierbares Modellsystem bieten. Mit der Unterstützung des renommierten Proof-of-Concept-Programms des ERC werden Rivron und sein Postdoktorand Emiel van Genderen eine auf Blastoiden basierende Plattform weiterentwickeln, um die Stadien nach der Implantation eines Embryos zu simulieren und natürlich vorkommende Moleküle zu suchen, die den Erfolg früher Entwicklung verbessern könnten. Damit widmen sie sich einer großen Herausforderung im Bereich der Fruchtbarkeits- und der Reproduktionstechnologie.
„Dieser Proof of Concept Grant ermöglicht es uns, den nächsten entscheidenden Schritt zu gehen, um die Blastoid-Technologie in Richtung realer Anwendungen weiterzuentwickeln“, sagt Nicolas Rivron. „Unser Ziel ist es, eine Plattform aufzubauen, die neue biologische Erkenntnisse erschließen kann und letztlich der reproduktiven Gesundheit zugutekommt.“
Der ERC Proof of Concept Grant unterstützt Forschende, die bereits eine ERC-Förderung für Pionierforschung erhalten haben, dabei, das kommerzielle, klinische oder gesellschaftliche Potenzial von Ideen aus exzellenter Grundlagenforschung zu erkunden. Diese Auszeichnung stellt einen wichtigen Schritt dar, um grundlegende Entdeckungen zur frühen menschlichen Entwicklung am IMBA in Forschungswerkzeuge und Anwendungen zu überführen, die der Reproduktionsmedizin und vielem mehr zugutekommen könnten.