Univ. Prof. Dr. Sandkühler, Leiter des Zentrums für Hirnforschung und Leiter der Abteilung für Neurophysiologie an der Medizinischen Universität Wien (MUW) wurde auch in diesem Jahr (2008) in den Redaktionsausschuss des weltweit führenden Wissenschaftsmagazins „Science" bestellt. Die Erstberufung in das Editorial Board erfolgte schon im vergangenen Jahr (2007).
"Science" ist mit einem Impact Faktor (IF) von 30,0 vor "Nature" (IF: 26,7) die Nummer 1 in allen Wissenschaftsbereichen. Seit seinem Dienstantritt an der MUW im Jahr 2001 hat Professor Sandkühler zwei Arbeiten in „Science publiziert" (s.u.). Eine dritte Arbeit aus dem Jahr 1998 stammt noch aus seiner Zeit an der Universität Heidelberg.
1. Ikeda H, Heinke B, Ruscheweyh R, Sandkühler J: Synaptic plasticity in spinal lamina I projection neurons that mediate hyperalgesia.
Science 299: 1237-1240, 2003.
2. Ikeda H, Stark J, Fischer H, Wagner M, Drdla R, Jäger T,
Sandkühler J: Synaptic amplifier of inflammatory pain in the spinal dorsal horn.
Science 312: 1659-1662, 2006.
3. Jonas P, Bischofberger J, Sandkühler J: Corelease of two fast neurotransmitters at a central synapse. Science 281: 419-424, 1998.
Kurzbiographie:
Jürgen Sandkühler, promovierte 1984 "summa cum laude" und habilitierte sich 1988 im Fach Physiologie mit dem Thema „Mechanismen der körpereigenen Schmerzabwehr: Erweiterung und Korrektur der klassischen Theorie von der absteigenden Hemmung nozizeptiver Information im Rückenmark". Zu wichtigen Stationen auf dem Karriereweg von Professor Sandkühler zählen von 1995-2000 die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), von 1996-2001 eine außerplanmäßige Professur am II. Physiologischen Institut der Universität Heidelberg und seit 2001 die Universitätsprofessur am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien, das er seit 2007 leitet.
Das Zentrum für Hirnforschung an der MUW, Leitung: Univ. Prof. Dr. med. Jürgen Sandkühler Das interdisziplinäre Zentrum für Hirnforschung ist an der Medizinischen Universität Wien angesiedelt. Es widmet sich überwiegend der anwendungsorientieren, also der translationalen Grundlagenforschung im Bereich der Neurowissenschaften. Die Forschungstätigkeiten mit unmittelbarem Bezug zu klinisch relevanten Fragestellungen umfassen die Bereiche Entstehung und Vermeidung chronischer Schmerzen, neurodegenerative und neuroimmunologische Erkrankungen, wie z.B. der Morbus Alzheimer, sowie neurologische und neuropsychiatrische Erkrankungen wie z.B. der Epilepsie. Forscher des Zentrums zählen zu den am häufigsten zitierten ihres Fachbereiches und üben bedeutende Funktionen in der internationalen Forschungslandschaft aus.
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Quelle: www.meduniwien.ac.at