Die Intercell AG (VSE: ICLL) hat heute einen besonders bedeutenden Fortschritt in ihrem Gemeinschaftsprogramm mit Merck & Co. bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Staphylococcus aureus (S. aureus) bekannt gegeben. Merck hat die klinische Phase II Studie in den USA gestartet. Hierbei wird zunächst die Wirksamkeit und Sicherheit des Vakzins zur Vermeidung von S. aureus-Infektionen nach planbaren schweren chirurgischen Eingriffen untersucht. Die Administration des Impfstoffes erfolgt als Einmalimpfung vor einer Operation. Durch den Beginn der klinischen Phase II-Studie erhält Intercell von Merck & Co. eine weitere Zahlung in Höhe von 4 Mio. USD.
Ausgangsmaterial für die Entwicklung des S. aureus-Impfstoffs ist ein von Intercell entdecktes und patentiertes hochkonserviertes Protein-Antigen. Dieses Antigen wurde 2004 mit der Firma Merck & Co. Inc. in eine weltweite exklusive Lizenzpartnerschaft eingebracht. Merck hat hierbei die Verantwortung für die klinische Entwicklung, die Herstellung und das Marketing übernommen. Intercell erhält signifikante Meilensteinzahlungen bei Entwicklungsfortschritt, und Lizenzgebühren auf zukünftige Nettoverkaufserlöse in bedeutender Höhe.
Zu Beginn dieses Jahres wurden die umfangreichen klinischen Studien der Phase I für diesen Impfstoff erfolgreich abgeschlossen. Dabei erwies sich der Impfstoff bereits als immunogen, sicher und allgemein sehr gut verträglich.
Gerd Zettlmeissel, CEO von Intercell: "Wir freuen uns außerordentlich, dass Merck die Phase-II-Studien bei unserem S. aureus-Impfstoff aufgenommen hat. Da dieser Impfstoff innerhalb unseres Antigen Identification Programms (AIP®) entwickelt wurde, ist dies eine enorme Bestätigung der einzigartigen Effizienz des AIP® hinsichtlich der Entwicklung neuartiger bakterieller Impfstoffe.“
Hospitale Infektionen
Im Krankenhaus erworbene, durch Bakterien hervorgerufene Infektionen sind eine der Hauptursachen für Todesfälle und schwere Erkrankungen. Intercell hat seit Jahren ein groß angelegtes, umfassendes und breit gefächertes Programm zur Identifizierung von Antigenen in Angriff genommen. Damit leistet Intercell einen enormen Beitrag zur Entwicklung wirkungsvoller Impfstoffe gegen Krankenhaus-Infektionen. Parallel zum von Intercell konzipierten und mit Merck gepartnerten S. aureus-Impfstoff entwickelt Intercell einen weiteren Impfstoff, der gegen im Krankenhaus erworbene Pseudomonas aeruginosa-Infektionen eingesetzt werden soll; für 2008 ist hierbei eine klinische Phase II/III-Studie geplant. Ebenso werden erfolgreich vorklinische Programme zur Entdeckung von Impfstoffen gegen Enterococcus und Klebsiella – Keime, die ebenfalls zu Infektionen im Krankenhaus führen - durchgeführt.
Über S. aureus
S. aureus ist der häufigste Verursacher nosokomialer Infektionen. Neben Blutvergiftungen, von denen etwa 35 % tödlich verlaufen, führen auch Infektionen der Knochen, des Herzens und anderer innerer Organe zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Die medizinische und wirtschaftliche Belastung ist enorm.
Man geht heute davon aus, dass etwa die Hälfte aller S. aureus-Stämme, die weltweit in Krankenhäusern isoliert werden, gegen mehrere Antibiotika resistent sind, wodurch sich die gezielte Behandlung dieser Erkrankungen als immer schwieriger darstellt. Krankenhausinfektionen sind weltweit einer der Hauptgründe für schwere Erkrankungen und Todesfälle, was in Industrieländern zu einer jährlichen finanziellen Belastung von mehr als USD 20 Mrd. führt. Allein in den USA infizieren sich jährlich etwa zwei Millionen Menschen, während sie in Krankenhäusern stationär betreut werden.
Über Intercell AG
Die Intercell AG ist ein expandierendes Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von modernen prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten spezialisiert hat, für die hoher medizinischer Bedarf besteht. Unser Unternehmen entwickelt Antigene und Adjuvantien, die auf eigenen Plattformtechnologien entwickelt werden, und unsere Anlagen entsprechen den höchsten internationalen regulatorischen Standards (GMP-Standard) im Bereich der biotechnologischen Produktion.
Diese Technologieplattformen werden aber auch in strategischen Partnerschaften mit bedeutenden globalen Pharmaunternehmen wie Novartis, Kirin Brewery Co. Ltd., Merck & Co., Inc., Wyeth, sanofi pasteur, Kirin, und dem Statens Serum Institut eingesetzt.
Das führende Produkt unseres Unternehmens, ein prophylaktischer Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis, hat 2006 die zulassungsrelevanten klinischen Phase III-Studien erfolgreich abgeschlossen. Der regulatorische Prozess für das Zulassungsverfahren einer BLA (Biologics License Application) bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA wurde bereits gestartet. Das breite Produktportfolio enthält einen Pseudomonas-Impfstoff (Phase II), einen therapeutischen Impfstoff gegen Hepatitis C (Phase II), die in Partnerschaft entwickelten Impfstoffe gegen Tuberkulose (Phase I) und S. aureus (Phase II) sowie fünf weitere Produktkandidaten mit Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten im prä-klinischen Entwicklungsstadium. Intercell notiert an der Wiener Börse unter dem Symbol „ICLL“.
Nähere Informationen finden Sie unter: www.intercell.com
Kontakt:
Intercell AGLucia MalfentHead of Corporate CommunicationsCampus Vienna Biocenter 2, A-1030 ViennaP: +43-1-20620-303 Mail to: lmalfent(at)intercell.com
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Intercell: Phase II Studie des Impfstoffkandidaten gegen S. aureus Infektionen gestartet; Intercell erhält...
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