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GlaxoSmithKline und die European Foundation for the Study of Diabetes vergeben EUR 1 Mio. für Diabetesfors...

GlaxoSmithKline und die European Foundation for the Study of Diabetes vergeben EUR 1 Mio. für Diabetesforschung in Europa: Michael Roden vom Hanusch Krankenhaus gefördert

Unter Beteiligung der European Foundation for the Study of Diabetes (EFSD) investiert GlaxoSmithKline heuer und nächstes Jahr mit 1 Mio. Euro maßgeblich in die Diabetesforschung in Europa. Jeder der zehn ausgewählten Antragsteller erhält einen Zuschuss in Höhe von 100.000,- Euro. Darunter auch Professor Roden, Vorstand 1. Medizinische Abteilung Hanusch Krankenhaus Wien, Karl-Landsteiner Institut für Endokrinologie und Stoffwechsel, für sein Forschungsprogramm "Lipid storage and mitochondrial function - from fatty liver to type 2 diabetes". Das Team von Prof. Roden wird mit Hilfe der an seiner Abteilung entwickelten Magnetresonanzspektroskopie (ähnlich dem MRI Scan) eine neue, viel versprechende Technik anwenden, die den Stoffwechsel in Echtzeit messen kann und zu einem tieferen Verständnis der Entwicklung von Typ-2-Diabetes führt.

"Wir sind besonders angetan vom Kaliber und der Anzahl der Bewerbungen - und das bereits im ersten Jahr unseres Forschungsprogramms", so Dr. Alastair Benbow, VP und European Medical Director von GSK. "Annähernd 50 Mio. Menschen in Europa sind von Diabetes betroffen. Wir wollen die Krankheitsmechanismen verstehen und dadurch bessere Behandlungsmethoden für Patienten finden."

"Wissenschaftler können anhand dieses Programms die Stärke und den Wert von Partnerschaften zwischen EFSD, einer Spendenorganisation im non-profit-Bereich, und einem bedeutenden Pharmaunternehmen wie GSK erkennen", so Philippe Halban, Vorsitzender von EFSD. "Wir begrüßen die verstärkten Investitionen in die Erforschung der metabolischen Toxizität für ein besseres Verständnis von Typ 2 Diabetes. Die Ergebnisse der Studien können zu besseren Therapieoptionen für diese verheerende Krankheit führen."

Michael Roden vom Winer Hanusch-Krankenhaus über seine Forschung:

"Die Zelle ist wie ein Motor. Die Zellkraftwerke (Mitochondrien) produzieren ATP (Adenosintriphosphat) und stellen damit allen möglichen Stoffwechselvorgängen Energie zur Verfügung. Wird zuwenig ATP produziert, kommt es zu einer Störung der Zellkraftwerke. Bei Typ II Diabetikern und anderen hormonellen Erkrankungen liegt eine Störung der ATP-Produktion im Muskel vor, so dass die Nahrungsstoffe auch bei Überangebot nicht richtig genützt und weniger Energie gewonnen werden kann. Das Zuviel an Fett wird im Muskel, aber auch in der Leber gespeichert. Insulinresistente Patienten haben häufig eine Fettleber, die nicht auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen ist. Die Folgen jedoch sind die gleichen und können bis zur tödlichen Leberzirrhose führen.

Wir wissen nicht, ob in der Leberzelle selbst auch ein solcher Defekt vorliegt. Die erste Herausforderung im Rahmen der Forschungsarbeiten lag vor allem darin, eine Untersuchungsmethode zu finden, bei der keine Gewebsproben entnommen werden müssen und bei der der Patient keiner Strahlenbelastung ausgesetzt wird. Die von uns entwickelte Anwendung der Magnetresonanzspektroskopie ermöglicht eine schmerzfreie und ungefährliche Untersuchung. Die Untersuchungen erfolgen im Rahmen einer langjährigen engen Kooperation mit dem MR Center of Excellence der Med Uni Wien am AKH und sind in dieser Form weltweit nur wenigen Institutionen möglich.

Erstmals können wir den Energiestoffwechsel von Leberzellen des Menschen unter realen Bedingungen beobachten und wollen im Rahmen des neuen Projektes (gefördert von der European Foundation for the Study of Diabetes) so mögliche Ursachen für die nicht-alkoholische Fettleber untersuchen. Mit Hilfe des Spektrums radiomagnetischer Wellen sehen wir nicht nur, wie die Zuckeraufnahme und -speicherung in den Zellen funktioniert, sondern verfolgen auch den Energiestoffwechsel. Im Rahmen dieses Projektes soll nun geklärt werden, ob bei Menschen mit Fettleber eine relevante Störung der ATP-Synthese vorliegt und danach, ob diese auch durch Behandlung modifizierbar ist.

Es ist vorstellbar, dass Menschen mit bestimmtem genetischen Profil unterschiedlich auf verschiedene Diäten ansprechen. Die Forschungsergebnisse sollen so von praktischem Wert sein, um optimale Therapieansätze für verschiedene Patientengruppen zu finden.

Die Erforschung und Behandlung von hormonellen Erkrankungen wie Diabetes ist ein wichtiges Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Aber wir haben noch viel Aufklärungsarbeit vor uns."

Über Michael Roden
Prim. Prof. Dr. Michael Roden, Leiter der 1. medizinischen Abteilung am Hanusch-Krankenhaus, ist in den letzten 15 Jahren vielfach für seine Forschungsarbeiten ausgezeichnet worden. Besonders hervorzuheben ist die Verleihung des begehrten Minkowski-Preises im Oktober 2006. Prof. Roden war der erste Österreicher, der diese höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Endokrinologie (Hormonforschung) erhalten hat. Mit dem 1961 erstmals verliehenen Preis anerkennt die Europäische Gesellschaft für Diabetes (EASD) kontinuierlich herausragende Leistungen von Ärzten und Biochemikern unter 45 Jahren bei der Erforschung von Diabetes Mellitus und damit verbundenen Krankheiten.

Über das Diabetes Förderprogramm
Die Partnerschaft zwischen EFSD und GSK wurde dieses Jahr gestartet, besonders um Studien zur metabolischen Dysfunktion bei Typ 2 Diabetes und Forschungsprojekte im non-profit-Bereich zu fördern. Die Bewerbungen wurden von Fachleuten - einem externen Komitee von unabhängigen Experten - überprüft. Für die Entscheidung der Fachjury waren die Qualität und die Signifikanz der vorgeschlagenen Studien ebenso entscheidend wie deren Relevanz für Diabetes mellitus. Das Ziel der Förderung von GSK/EFSD ist es, die Forschung in Europa anzukurbeln und zu beschleunigen hinsichtlich aller Aspekte der metabolischen Dysfunktion bei Typ 2 Diabetes mit speziellem Fokus auf die Effekte von erhöhtem Blutzucker und abnormen Lipiden, Insulinresistenz und Betazellfunktion.

Über GlaxoSmithKline
GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht. Weitere Informationen zu GlaxoSmithKline unter www.gsk.com.

Über die European Foundation for the Study of Diabetes
Die EFSD (European Foundation for the Study of Diabetes) wurde 1999 von der EASD (European Association for the Study of Diabetes) gegründet zur Förderung und Unterstützung der Diabetesforschung, der raschen Verbreitung und leichteren Anwendung von Wissen. Weitere Information zur EFSD unter www.europeandiabetesfoundation.org.

Rückfragehinweis: Mag. Martha Bousek GlaxoSmithKline Pharma GmbH Tel. + 43 1 97075-501
mailto:martha.bousek(at)gsk.com

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