BOKU VIBT - Vienna Institute of BioTechnology: PORR und Glamas feiern die Dachgleiche des neuen Kompetenzzentrums für Bio- und Lebensmittel- technologie
Wien, 14. 4. 2008 - Mit dem traditionellen Gleichenspruch eines am Bau beteiligten Lehrlings wurde am Montag die Gleichenfeier des neuen Gebäudes für das BOKU VIBT und mehrere Spin Off Unternehmen aus dem Biotechnologie Sektor in Wien Döbling begangen. Der Rohbau wurde in einer Rekordzeit von nur 9 Monaten errichtet. Im Oktober 2009 wird das Gebäude an seine Nutzer übergeben und der Lehr- und Forschungsbetrieb aufgenommen werden. Die Festredner Bundesminister Johannes Hahn, Vizebürgermeisterin Renate Brauner und BOKU-Rektorin Ingela Bruner waren sich in ihren Eröffnungsreden einig: Die BOKU
Wien ist bereits jetzt im internationalen Vergleich eine der führenden Universitäten im Bereich der Angewandten Lebenswissenschaften und der dazu gehörigen Verfahrenstechnologien.
Durch die räumliche Erweiterung des VIBT - Vienna Institute of BioTechnology erfährt der hochattraktive Standort in der Muthgasse,
im 19. Wiener Gemeindebezirk, eine weitere Aufwertung. Die Besonderheit des BOKU VIBT liegt in der engen Vernetzung der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung mit ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen in den Bereichen Biotechnologie und Nanobiotechnologie, Lebensmittel - Gesundheit - Ernährung sowie Wasser - Atmosphäre - Umwelt.
Aufgrund der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte der Rohbau für die Erweiterung der Wiener Universität für Bodenkultur in nur neun Monaten errichtet werden. Die Fertigstellung erfolgte unfallfrei und sogar zwei Monate früher, als erwartet. Auf einer Fläche von rund 6.500 m2 wurden etwa 24.500 m3 Beton verbaut. Der Aushub betrug insgesamt 65.000 m3. Die offizielle Veranstaltung anlässlich der Dachgleiche wurde heute im Erdgeschoss des Rohbaus vorgenommen. Neben den an der Bauausführung beteiligten Professionisten feierten hochrangige Vertreter der BOKU sowie Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Bundesminister Johannes Hahn mit Thomas Jakoubek, Josef Herwei (beide Glamas) und Nikolaus Pervulesko (Porr) die Gleichenfeier der neuen Universitätsdependance.
Eigentümer und Bauherr des gesamten Gebäudes ist die Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co "Alpha" KEG, einem Konsortium aus BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH, Porr Solutions Immobilien- und Infrastrukturprojekte GmbH, WSE Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m. b. H. und MAP Bürodienstleistung Gesellschaft mbH, einer Tochter der Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group. Die Errichtungskosten des Gebäudes von rund 60 Millionen Euro (netto,
ohne Ersteinrichtung) werden von der Glamas getragen. Die Finanzierung erfolgt mit Eigenmitteln und einem an die Nutzung angepassten innovativen Leasingmodell der BA-CA Leasing. Rund 40 Mio.
davon werden über Mieten durch die Universität für Bodenkultur refinanziert. Das Projekt BOKU BioTech Zentrum Muthgasse wurde 2005 mittels europaweiter Auslobung, Wettbewerb und Verhandlungsverfahren eingeleitet. Die Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co Alpha KEG
wurde damals von einer Jury zum Sieger erklärt. Mit der BOKU wurde anschließend ein Mietvertrag über rd. 60% der Gesamtfläche des Gebäudes abgeschlossen.
Im Sommer 2009 wird das Gebäude fertig gestellt und wenig später an seine künftigen Nutzer übergeben. Das neue Universitäts-,
Forschungs- und Bürogebäude erhält neben seiner funktionellen Struktur eine anspruchsvolle Gestaltung. Für künftige Erweiterungen am Standort Muthgasse ist weiteres Potential vorhanden.
Gebäudedaten:
Bruttogeschossfläche: 30.255 m2 Nutzfläche: 24.000 m2 (davon: 14.000 m2 BOKU; 10.000 m2 Spin-Offs)
Parkplätze: 136 Geschosse: 7
"Die heutige Gleichenfeier ist ein Meilenstein für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien. Dies zeigt, dass
österreichische Universitäten über die mit dem Bund vereinbarten Schwerpunktsetzungen, wettbewerbsfähige Profile mit überregionaler Ausstrahlung entwickeln können", zeigte sich Bundesminister Johannes Hahn erfreut.
Vizebürgermeisterin Renate Brauner betonte die Bedeutung des VIBT
nicht nur für den Wissenschafts- sondern auch für den Wirtschaftsstandort Wien: "Wissenschaft und Forschung stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, sichern hochqualitative,
zukunftsorientierte Arbeitsplätze und tragen nicht zuletzt auch zur hohen Lebensqualität bei. Ich freue mich, dass wir in Fortführung der bisherigen guten Zusammenarbeit mit der BOKU mit diesem neuen Institut den Biotechnologiecluster in der Muthgasse weiter stärken und ausbauen."
Ingela Bruner, Rektorin der BOKU: "Die Muthgasse - Synonym für den technologisch intensiven Bereich der BOKU- ist einer der vier Standorte unserer Universität. Ich freue mich sehr über diese Gleichenfeier und danke allen, die am Projekt Muthgasse mitgearbeitet haben. Ein Bauvorhaben wie dieses zeugt deutlich von den Veränderungen, die das UG 2002 mit sich gebracht hat. Die Universitäten sind heute gefordert, Expertisen zu den Fragen zu erstellen, die früher vom Minoritenplatz gelöst wurden. Eine Rektorin beschäftigt sich nun auch mit den vermeintlichen "Details" - wie die der Kälteversorgung. Als Strategin freut es mich, dass wir durch den Vertragsabschluss für Fernwärme und Fernkälte verantwortungsbewusst handeln - im Sinne der BOKU und des Standortes. Ein persönliches Anliegen ist mir die schrittweise Überführung der Muthgasse in eine nachhaltige universitäre Konzeption für das gesamte Viertel und ich hoffe dabei auf tatkräftige Unterstützung. Wir legen unsere Planungen auf das Jahr 2020 aus und setzen auf Kooperationen. Für unser umfangreiches Vorhaben Muthgasse zeichnet unser Vizerektor Erich Seyer verantwortlich, der von Projektleiter Mag. Rudolf Pollak unterstützt wird."
Thomas Jakoubek, Geschäftsführer der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH: "Die vier Partner, BAI, Porr, WSE und Wiener Städtische standen bei diesem Projekt vor der spannenden Herausforderung, ein Gebäude zu entwickeln und zu realisieren,
welches dem äußerst dynamischen Umfeld von Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer entspricht und somit größtmögliche Nutzungsflexibilität aufweist. Diese Aufgabe wurde in enger Kooperation mit dem künftigen Mieter hervorragend gelöst. Hier wird das Prinzip 'Bauen für die Zukunft' tatsächlich realisiert."
WSE-Geschäftsführer Josef Herwei zeigte sich überzeugt, dass die Errichtung des BOKU BioTech Zentrums weitere große Entwicklungsmöglichkeiten für den gesamten Stadtteil rund um die BOKU
bietet. Er betonte, dass sowohl die GLAMAS als auch die WSE weitere Grundstücke im Umfeldbereich des neuen Biotech-Projekts zur Verfügung haben, die für Erweiterungen genützt werden können. Herwei verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die attraktive Lage dieser Grundstücke in Nachbarschaft des neuen BioTech Zentrums auch Nutzungsüberlegungen sowohl in Richtung weiterer Büro- und Laborflächen, als auch in Richtung temporäres Wohnen, zulassen.
Nikolaus Pervulesko, Vorstand der Porr Projekt und Hochbau AG:
"Das besondere am neuen Universitätsgebäude ist seine variable Innenraumgestaltung. Denn die universitären und nichtuniversitären Nutzungsbereiche sind funktional getrennt, können jedoch, je nach Tätigkeit, auch untereinander verknüpft werden. Eine zwischen Bestandsgebäude und Neubau verlaufende Verbindungsbrücke, die die Muthgasse überspannen wird, erleichtert zusätzlich die interne Kommunikation der BOKU. Die ca. 30.000 m2 Bruttogeschossfläche mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 24.000 m2 wird überwiegend von der BOKU genutzt. 10.000 m2 werden an Spin-Off Unternehmen vermietet werden."
Rückfragehinweis:
BAI / GLAMAS:
Mag. Nina Jäger Tel. +43 / 676 / 84 30 12 320 Mail: nina.jaeger(at)bai.at
WSE:
Dr. Alfred Stalzer Tel.: +43 / 1 / 505 31 00 Mail: alfred.stalzer(at)aon.at
Die PID-Rathauskorrespondenz dazu:
VIBT-Muthgasse nimmt Gestalt an
>> Gleichenfeier anlässlich der abgeschlossenen Rohbauarbeiten
Wien, 14. 4. 2008 - Im Rahmen einer Gleichenfeier präsentierte Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner gemeinsam mit Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn und der Rektorin der Universität für Bodenkultur, DI Dr. Ingela Bruner, am Montag die abgeschlossenen Rohbauarbeiten des neuen Institutsgebäudes für das Vienna Institute of Bio Technology (VIBT) in der Muthgasse in Heiligenstadt.
Wien als Drehscheibe zwischen Ost und West
Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner betonte, dass eine Wirtschaftsmetropole ohne Forschung und Innovation im internationalen Wettbewerb nicht reüssieren könne.
Gerade deshalb seien die Bereiche "Wissenschaft, Forschung, Innovation" für die Stadt Wien in ihrer geopolitisch günstigen Lage als Drehscheibe zwischen Ost und West ein zentrales Thema. Diese Aufgabe könne die Stadt in Zusammenarbeit mit anderen Interessensgruppen wie etwa den Universitäten erfolgreich bewältigen. Die BOKU
habe in den letzten Jahren großen Fortschritt bewiesen und an Stellenwert gewonnen.
Darüber hinaus verfolge sie eine sehr klare Strategie, die sich bestens in die Strategie der Stadt Wien einfüge. Daher sei der Standort Muthgasse "einerseits ein Symbol für diese Strategie, andrerseits sei er auch Zeichen guter Zusammenarbeit, wie sie in der Stadt Wien stattfände", so Brauner.
30.000 Quadratmeter Geschoßfläche
Univ. Prof. Dr. Hubert Dürrstein (BOKU) bezeichnete die Beziehung zwischen der Universität für Bodenkultur und dem Standort Muthgasse als "zukunftsorientierte Liaison aus Tradition und Innovation": Vereint werden Institute der Universität für Bodenkultur, die sich mit Schlüsseltechnologien für die Zukunft befassen. "Um eine Brücke von der Wissenschaft zur Wirtschaft zu schlagen", werde es auch Raum für Start-up-Unternehmen und andere Biotech-Firmen geben. Insgesamt wurden 30.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche für die Nutzung durch den universitären und nichtuniversitären Bereich errichtet.
Stadt Wien investiert 10 Millionen in Gerätepool
Eine wesentliche Standortinitiative leistete die Stadt Wien mit einer Investition von zehn Millionen Euro in einen mit insgesamt 13 Millionen dotierten Gerätepool. Dieser soll die Bereitstellung spezifischer und kostenintensiver Technologien gewährleisten.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Verena Rauchenberger Tel.: 4000/81 378 E-Mail: verena.rauchenberger(at)wien.gv.at