Stadt Wien fördert erste 5G-Anwendungen für die Wienerinnen und Wiener

Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke: 5G-Zukunft für die Menschen nutzbar machen

Mit der „Digitalen Agenda Wien 2025“ hat der Wiener Gemeinderat ein umfassendes Digitalisierungsprogramm für die nächsten Jahre beschlossen. Die „Digitale Agenda Wien 2025“ versteht sich dabei als eine digitale To-Do-Liste für die smarte Stadt der Zukunft. Sie ist zugleich Strategiepapier und Arbeitsdokument, mit dem die Stadt Wien Antworten auf die Veränderungen aller Lebensbereiche durch die Digitalisierung gibt.

Mit der „5G Vienna Use Case Challenge“ für Startups, Technologie- und Industrieunternehmen setzt die Stadt Wien ihren Digitalisierungsschwerpunkt fort. Mit 400.000 Euro gefördert werden konkrete Anwendungen der 5G Technologie, die Realisierung der Pilotprojekte erfolgt in Kooperation mit Partnerunternehmen aus der Mobilfunkbranche.

Als Vorreiterin in der Digitalisierung beabsichtigt die Stadt Wien, ihr derzeit verfügbares digitales Angebot an die Bewohnerinnen und Bewohner und lokale Unternehmen auszuweiten. Die Schlüsselelemente dieser Erweiterung ist die Unterstützung  beim Roll-Out von 5G, dem neuen Telekommunikationsstandard und der Testbetrieb von progressiven, durch 5G ermöglichten Lösungen mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bevölkerung noch weiter zu erhöhen und deren Leben einfacher und sicherer zu gestalten.

Um dies umzusetzen, startete die Stadt Wien im Herbst 2019 einen Call for Papers, um durch die 5G-Technologie ermöglichte Anwendungen zu lokalisieren, deren Pilotbetrieb im Jahr 2020 starten.

Mit 5G arbeitet Wien Richtung digitale Zukunft

Wiens Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke: „Mobiles Internet gewinnt immer weiter an Bedeutung. Wir in Wien wollen, dass die neue, zukunftsweisende 5G Technologie konkret dort Anwendung findet, wo die Menschen direkt profitieren. Auch bei der nächsten Stufe der modernen Übertragungstechnologien und Mobilfunkstandards sollen alle Wienerinnen und Wiener am digitalen Leben teilhaben können. Digitalisierung und Technik dürfen nie zum Selbstzweck werden.“

Die Basis für die ausgeschriebene Challenge war eine Machbarkeitsstudie der Stadt Wien zu den Herausforderungen beim Ausbau von 5G. Im Zuge der Challenge wurden nun Anwendungsfälle und Pilotprojekte gesucht, mit denen der Nutzen der Technologie für die Wienerinnen weiter konkretisiert werden kann.

Der Call wurde von Arthur D. Little Österreich inhaltlich aufgesetzt und begleitet. „5G ist aktuell der Wachstumstreiber der Digitalisierung und wir freuen uns besonders aus zwei Gründen über diese Challenge. Erstens, kennen wir als weltweit tätiger Strategie- und Innovationsberater den globalen Markt sehr genau und können bestätigen, dass Wien als erste Stadt - und somit Vorreiter - eine derartige Challenge ausgerufen hat. Zweitens, sind in der Unternehmenswelt Kooperationen mit StartUps – ein sogenanntes „CorpUp“ - mittlerweile eine ganz wichtige Innovationsquelle. Städte sind da bisher eher zurückhaltend. Somit nimmt Wien auch hier eine globale Vorreiterrolle ein. Es war im Laufe des Prozesses beeindruckend zu sehen, mit welche großartigen Ideen und welchem Drive Start-Ups konkret helfen können, Wien noch lebenswerter zu machen.“

Ziel des Calls war es:

  • innovative, durch die 5G-Technologie ermöglichte Lösungen zu finden, welche die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen und den Wirtschaftsstandort stärken;
  • neuartige und originelle Ideen zu fördern, welche den bisherigen Weg der Zurverfügungstellung der Dienstleistungen durchbrechen;
  • den daraus hervorgehenden SiegerInnen bei der Umsetzung der Idee in Form eines Pilotprojekts, in einer der dynamischsten Städte Europas, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen, welche die 5G-Infrastruktur in Wien errichten, zu unterstützen.

Die Wiener Challenge zielte auf Lösungen in den folgenden vier Themenfeldern ab, deren Durchbruch die 5G-Technologie ermöglicht: Mobilität und öffentlicher Verkehr, Öffentliche Plätze / Sicherheit, Gesundheitswesen, Bildung.

Mobilfunkbetreiber als Technologiepartnerinnen

Den einreichenden Startups und Unternehmen standen die Technologiepartnerinnen A1, Drei und Magenta Telekom als Einreichpartner zur Verfügung. Die Infrastruktur für die Umsetzungen wird ebenfalls über die Telekommunikationsunternehmen zur Verfügung gestellt. Zielgruppe für die Einreichung waren innovative Kooperationen aus Start Up‘s, Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen. 

Marcus Grausam, CEO A1 Österreich: „Als A1 legen wir mit unserem 5Giganetz die Basis für neue Services und Möglichkeiten und unterstützen besonders auch Wiener Betriebe, Start Ups und Privatpersonen dabei, die Vorteile der Digitalisierung für sich zu nutzen. Wir sind stolz, dass die Siegerprojekte von Azoomee und Scarletred in den Kategorien Bildung und Gesundheit aus unserem Haus kommen. Augmented und Virtual Reality, werden in Zukunft wichtige Anwendungen für 5G sein – gerade im Bildungsbereich und auch Medizin wird von 5G und den Möglichkeiten sicherlich profitieren.“

Jan Trionow, CEO Drei: ”Der Ideenwettbewerb der Stadt Wien ist eine wichtige Initiative für die Entwicklung wertvoller 5G Anwendungen für Österreichs Haushalte und Unternehmen. Mit der Inbetriebnahme der ersten 100 5G Standorte in Linz, Wien und anderen Teilen Österreichs legten wir bereits im Vorjahr den Grundstein für die weitere Digitalisierung unseres Landes.” 

Maria Zesch, CCO Business & Digitalization bei Magenta Telekom: „Die 5G Vienna Use Case Challenge ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vernetzten Stadt. 5G wird Wien weiter modernisieren. Das veranschaulichen die Projekte, die Magenta Telekom gemeinsam mit den Innovationspartnern umsetzen wird.“ 

Die vier Gewinnerprojekte von Start-ups mit ihren Technologiepartnerinnen

Eine Jury hat im November aus der Vielzahl der eingereichten 30 internationalen Bewerbungen die vier besten Pilotprojekte ausgewählt:

  • Öffentliche Plätze / Sicherheit:
    Unmanned Life in Kooperation mit Magenta: Unterstützung der Lagefeststellung durch Drohnen bei Großbränden
     
  • Gesundheitswesen:
    Scarletredin Kooperation mit A1: Telemedizinische Wundversorgung für die Mobile Pflege in Wien
     
  • Mobilität:
    Technische Universität Wien in Kooperation mit Swarco und Magenta: Erhöhung der Verkehrssicherheit in Kreuzungsbereich durch Video, 5G und Edge Computing
     
  • Bildung:
    Azoomee in Kooperation mit A1: Einsatz von Augmented Reality für Virtuelles Lernen an Wiener Schulen mit dem besonderen Fokus auf historische Gebäude in Wien

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