RSA FG: Mit dem Exoskelett wieder gehen lernen

Machbarkeitsstudie bestätigt hochwirksames Therapiekonzept von tech2people.

Querschnittslähmung, Multiple Sklerose, Schlaganfall – alle diese Diagnosen haben eines gemeinsam: Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen. Mit Hilfe neuester Technologien und Künstlicher Intelligenz (KI) ist es MedTech Start-up tech2people aus Wien gelungen, Menschen mit verschiedensten Bewegungseinschränkungen wieder “auf die Beine zu helfen”.

Revolutionärer Therapieansatz: Aus dem Rollstuhl ins Exoskelett.

In der Vergangenheit genutzte Therapieanalysen stützen sich vorwiegend auf Befragungen von Patienten und auf relativ simple Metriken. Der Einsatz von Robotik wird das nachhaltig weiterentwickeln. Mit Hilfe eines Exoskeletts kann die Therapie von Menschen mit neurologischen Krankheiten wie Querschnittslähmung, Multiple Sklerose oder Schlaganfall drastisch verbessert werden. Das Exoskelett, ein robotischer Anzug, ermöglicht Menschen mit Lähmungen, unter Anleitung eines Physiotherapeuten wieder zu Gehen. Das reaktiviert den Bewegungsapparat und steigert die Mobilität des gesamten Organismus.

Machbarkeitsstudie bestätigt einzigartige Therapieerfolge

Das Unternehmen tech2people, das 2018 das erste ambulante Therapieprogramm mit Exoskelett in Wien gegründet hat, setzt nun neue Maßstäbe in der Erforschung der robotischen Therapie. In einer Kooperation mit der Research Studios Austria FG (RSA FG), einer Forschungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf digitale Intelligenz und Zukunftstechnologien, konnte ein entscheidender Fortschritt in der Analyse komplexer und umfangreicher Sensordaten unterschiedlicher Geräte im Therapieumfeld gemacht werden. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zeigt eindrucksvoll, dass nicht nur eine datenbasierte Evaluierung dieser Therapie umsetzbar ist, sondern mit diesen Informationen Therapieerfolge messbar verbessert werden können.

„Ein bemerkenswertes Ergebnis“, sagt Benedikt Gollan, wissenschaftlicher Studioleiter des Research Studios Pervasive Computing Applications der RSA FG. „Durch die Verwendung digitaler Technologien können Therapieverläufe detailliert messbar gemacht werden. Erstmals stehen hochqualitative und hochaufgelöste Daten zur Verfügung, die deutlich exaktere, ganzheitliche Therapieanalysen erlauben und die Qualität der Bewegung beschreiben.“

Auch Michael Seitlinger, Co-Gründer von tech2people, zeigt sich begeistert: „Mit dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie konnten wir zeigen, dass unser Ansatz einer herstellerunabhängigen Multi-Sensor-Fusion robotik-gestützter Therapie sehr vielversprechend und vor allem umsetzbar ist. Mit diesen Daten und der Unterstützung von künstlicher Intelligenz werden wir die Effizienz von Therapie nachhaltig steigern. Das sind sehr gute Nachrichten für alle Menschen, die unter neurologisch bedingten Bewegungseinschränkungen leiden.”

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