Boehringer Ingelheim eröffnet neue biopharmazeutische Produktionsanlage in Wien

- Produktion von Biopharmazeutika für den Weltmarkt

- Herstellung innovativer Arzneimittel

- Eine der modernsten biopharmazeutischen Produktionsanlagen weltweit mit einem hohen Grad an Digitalisierung

- 500 neue Arbeitsplätze geschaffen

Heute eröffnet das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ein neues Produktionsgebäude in Wien-Meidling und schließt damit die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte erfolgreich ab. In der hochmodernen Anlage werden biopharmazeutische Wirkstoffe im großen Maßstab hergestellt und damit die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit innovativen Arzneimitteln auf der ganzen Welt verbessert. Boehringer Ingelheim stärkt mit diesem Projekt nicht nur den Pharmastandort Österreich, sondern auch die Produktion von Biopharmazeutika auf europäischer Ebene. Die feierliche Eröffnung findet am Mittwoch, dem 6. Oktober, um 19:30 Uhr statt und kann live im Internet unter www.mut-zum-erfolg.at mitverfolgt werden.

Philipp von Lattorff, Generaldirektor des Boehringer Ingelheim RCV, freut sich über diesen Meilenstein der Unternehmensgeschichte: „Boehringer Ingelheim ist seit 1948 in Wien präsent und baut seit damals den Standort kontinuierlich aus. Der jetzige Ausbau hat jedoch eine andere Dimension. Mit den neuen Kapazitäten können wir Millionen Menschen weltweit mit modernen Arzneimitteln versorgen. Wir stärken damit auch den Pharmastandort Europa.“

Schon bisher wurden am Standort Wien biopharmazeutische Arzneimittel mit Hilfe von Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen hergestellt. In dem neuen Produktionsgebäude, dem sogenannten LSCC (Large Scale Cell Culture), werden hingegen Zellkulturen für die Herstellung verwendet. Das ermöglicht nicht nur deutlich höhere Produktionsmengen, sondern auch die Herstellung komplexerer Wirkstoffe.

Boehringer Ingelheim wird im LSCC unternehmenseigene Produkte ebenso produzieren, wie auch als Auftragshersteller Arzneimittel für andere Pharmaunternehmen. Philipp von Lattorff kommentiert: „Die gesamte Pharmabranche ist auf Zusammenarbeit angewiesen, um den maximalen Nutzen für Patientinnen und Patienten gewährleisten zu können. Das gilt nicht nur für die Forschung, sondern vielfach auch für die Produktion innovativer Arzneimittel. Die neue Anlage ist dafür ein Paradebeispiel.“

Hightech-Produktionsanlage

Das LSCC verfügt über Fermenter mit einem Gesamtvolumen von 185.000 Litern. Die Anlage ist so aufgebaut, dass sie binnen kürzester Zeit von einem Produkt auf ein anderes umgestellt werden kann bzw. die simultane Herstellung unterschiedlicher Produkte ermöglicht. Der Standortleiter der Biopharmazie in Wien, Christian Eckermann, hebt hervor: „Der gesamte Produktionsprozess ist hochgradig automatisiert. Darüber hinaus nutzen wir im LSCC auch digitale Lösungen und Smart Glasses. Ich bin stolz, dass wir hier eine der modernsten biopharmazeutischen Produktionsanlagen eröffnen mit einem hohen Grad an Flexibilität; beispielsweise mit über 1.000 möglichen Verschaltungswegen und 8.000 Automatikventilen.

Zusätzlich zum eigentlichen Produktionsgebäude wurde am Unternehmensstandort in Wien-Meidling auch die entsprechende Infrastruktur errichtet: ein Logistik-Center, ein Gebäude für Qualitätssicherung- und -kontrolle, eine Energiezentrale sowie ein Gebäude für Werkstätten und Betriebsfeuerwehr. Der neue Komplex umfasst insgesamt 390.000 m³.

500 neue Arbeitsplätze

Mit nun über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Boehringer Ingelheim in der Pharmabranche einer der größten Arbeitgeber in Wien. 500 zusätzliche Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeitende wurden durch die Standorterweiterung geschaffen. Ein Personalaufbau von besonderer Dimension, der vielfältige Personalmarketingmaßnahmen erforderte. Elisabeth Tomaschko, Leiterin Human Resources/Communications, Boehringer Ingelheim RCV, verdeutlicht: „Viele der Funktionen mussten mit hochspezialisierten Fachkräften besetzt werden. Dies war selbst hier in Wien, wo wir von einem generell hohen Ausbildungsniveau und einem sehr guten Bildungsangebot, etwa in den Bereichen Biochemie und Biotechnologie, profitieren, eine Herausforderung. In diesem äußerst kompetitiven Umfeld konnten wir Bewerberinnen und Bewerber auch aus anderen Branchen für dieses Projekt begeistern und für uns gewinnen.“

Biopharmazeutika

Die biopharmazeutische Produktion kommt bei der Herstellung von hochkomplexen Wirkstoff-Molekülen zum Einsatz. Während etwa ein chemisch hergestelltes Schmerzmittel aus rund 20 Atomen besteht, zählen Biopharmazeutika schnell über 20.000 Atome.

Uwe Bücheler, Leiter der Biopharmazie bei Boehringer Ingelheim, sagt über die Bedeutung von Biopharmazeutika: „Unser Leitbild als forschendes biopharmazeutisches Unternehmen ist es Patientinnen und Patienten innovative Medikamente zur Verfügung zu stellen. Das Potenzial von Biopharmazeutika in Indikationen wie Immunologie oder Onkologie ist enorm. Gerade bei jenen Krankheiten, für die bisher noch wenige oder keine Therapien verfügbar sind, können Biopharmazeutika neue Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten bieten. Biopharmazeutika werden auch mittel- und langfristig weiterhin unter den Wachstumstreibern der pharmazeutischen Industrie bleiben. Die COVID-19 Pandemie hat deutlich gemacht, welches Potenzial Biopharmazeutika bieten, um heutigen und zukünftigen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu begegnen.“

Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim arbeitet an bahnbrechenden Therapien, die das Leben von Mensch und Tier verbessern. Als führendes forschungsgetriebenes biopharmazeutisches Unternehmen schafft das Unternehmen Werte durch Innovationen in Bereichen mit hohem, ungedecktem medizinischen Bedarf. Seit seiner Gründung im Jahr 1885 ist Boehringer Ingelheim in Familienbesitz und verfolgt eine langfristige Perspektive. Rund 52.000 Mitarbeitende bedienen mehr als 130 Märkte in den drei Geschäftsbereichen Humanpharma, Tiergesundheit und biopharmazeutische Auftragsproduktion.

Fotos der Anlage, Videos und weiteres Material unter www.mut-zum-erfolg.at/presse

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