WKÖ: Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis: Ausgezeichnete Nachwuchsforscher treffen auf Unternehmen der Gesundheitswirtschaft

Fachhochschulen und WKÖ vergeben Health Research Award 2019 – Preise für praxisnahe Forschung in vier Kategorien

Zum achten Mal vergaben das Österreichische Netzwerk der FH-Studiengänge für Gesundheitsmanagement und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) den Health Research Award. Die Preisverleihung fand heute, Mittwoch, im Rahmen des 11. Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Ausgezeichnet wurden die besten Masterarbeiten von Absolventinnen und Absolventen österreichischer Fachhochschulen im Bereich Gesundheit.

Die Auszeichnung sei eine Anerkennung der praxisrelevanten Ausbildung in den Fachhochschulen, betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ. „Die prämierten Arbeiten zeigen, welche tollen Leistungen unsere Fachhochschulen bringen und wie wichtig die Vernetzung sowie der Technologietransfer zwischen Forschung und unternehmerische Praxis sind“, so Gleitsmann. Die WKÖ unterstützt damit aktiv das Innovationspotenzial der österreichischen Unternehmen.

Ähnlich streicht Erwin Gollner, Initiator und Koordinator des Health Research Awards, hervor: „Die Fachhochschulen im Bereich Gesundheit, insbesondere die prämierten Absolventinnen und Absolventen, liefern mit ihren hervorragenden und zukunftsweisenden Masterarbeiten Innovationsimpulse für die Gesundheitswirtschaft.“

Die österreichischen Fachhochschulstudiengänge im Bereich Gesundheit zeichnen sich durch ihre berufsfeldnahe Forschungsarbeit aus. Ein besonderes Anliegen stellt dabei die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses dar. Das Netzwerk rief im Jahr 2012 in Kooperation mit der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich, eine Initiative der Wirtschaftskammer Österreich, den Health Research Award ins Leben. Neben der WKÖ unterstützten den Health Research Award heuer die Janssen-Cilag Pharma GmbH, die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Vinzenz Gruppe.

Neue innovative Denkansätze zum Wohle aller

„Für Janssen ist die Förderung innovativer Ideen und Projekte in der Gesundheitsversorgung ein sehr großes Anliegen. Initiativen wie der Health Research Award unterstützen die Nachwuchsförderung in der Gesundheitswirtschaft zum Wohle aller – PatientInnen, Academia und Industrie“, so Alexander Müller-Vonderlind, Director Market Access & External Affairs Janssen Österreich, anlässlich der Preisverleihung. „Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die ihre berufliche Karriere im Gesundheitsbereich planen. Als Träger von medizinischen Einrichtungen ist es uns ein besonderes Anliegen, möglichst viele junge Menschen zur Mitarbeit in den zahlreichen Tätigkeitsfeldern unseres Gesundheitswesens zu motivieren“, ergänzt Stephan Lampl, Mitglied der Geschäftsleitung der Vinzenz Gruppe. „Und Walter Lunner, Generaldirektor-Stellvertreter der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA), betont: „Mit den Abschlussarbeiten, die die Studenten zu den Health Research Awards eingereicht haben, bieten sie spannende und innovative Denkansätze. Durch die Weiterentwicklung von innovativen Ideen schlagen wir neue und kreative Wege in der Gesundheitsförderung ein und erhöhen die gesunden Lebensjahre jedes einzelnen Österreichers. Potenziale liegen hier künftig insbesondere in der digitalen Welt.“

Die Preisträger

Die diesjährigen Gewinner sind:

E-Health

  1. Platz: Eva-Maria Winter (FH Joanneum Graz), Masterarbeit: „Konzeption und Implementierung einer FHIR basierten Patient Summary“
  2. Platz: Natalie Horvath (IMC FH Krems), „Einsatz von Drohnen mit Virtual Reality-Anwendungen bei immobilen Patientinnen und Patienten - Eine Analyse der Auswirkungen auf die Lebensqualität“
  3. Platz: Martin Spineth (FH Technikum Wien), „Interoperability with a clinical decision support rule engine“

Gesundheitsförderung

  1. Platz: Linda-Maria Herb (FH Joanneum Bad Gleichenberg), „Gesundheitsauswirkungen, Akzeptanz und Usability von Virtual Reality bei Personen über 65 Jahren.“
  2. Platz: Bettina Arden-Stockinger und Anna Kaiser-Mühlecker (FH Oberösterreich), „Belastungserleben von MitarbeiterInnen Mobiler Familien- und Pflegedienste – Eine qualitative und quantitative Studie am Beispiel der Caritas OÖ für Betreuung und Pflege“
  3. Platz: Julia Trost (IMC FH Krems), „Entlastungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige älterer Menschen in Kärnten“.

Gesundheitsversorgung

  1. Platz: Sylvia Dirnberger (MCI Innsbruck), „Screening and prevention of delirium in german hospitals - A quantitative analysis of nurses´ perceptions and experiences with barriers and enablers“
  2. Platz: Sarah Wetzel (MCI Innsbruck), „Effective access to orphan drugs in the European Union – United in inequitable diversity?“
  3. Platz: Maria Schürz (FH Oberösterreich), „Die Implementierung der neuen Pflegeberufe am Beispiel des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern“

Management im Gesundheitswesen

  1. Platz: Verena Biro-Ettenauer (IMC FH Krems), „Der Weg des Arzneimittels: Von der Verschreibung zur Entsorgung aus der Sicht von Privatpersonen“
  2. Platz: Lena Reicher (FH Burgenland), „Analyse von ausgewählten digitalen Lösungskonzepten im Bereich der integrierten Gesundheitsversorgung im zentraleuropäischen Raum“
  3. Platz: Sophie-Christin Hausberger (FH Burgenland), „Eine ökonomische Evaluation von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung für Klein- und Mittelunternehmen in Österreich“

Das Netzwerk der FH-Studiengänge

Die derzeitigen Mitglieder des Österreichischen Netzwerkes der FH-Studiengänge im Bereich Gesundheit sind die FH Burgenland, FH Joanneum, FH Campus Wien, FH Gesundheitsberufe Oberösterreich, FH Gesundheitsberufe Tirol, FH Kärnten, FH Oberösterreich, FH St. Pölten, FH Technikum Wien, IMC Fachhochschule Krems und MCI Management Center Innsbruck. (PWK156/DFS)

Weitere Infos unter Plattform Gesundheitswirtschaft: www.wirmachengesundheit.at