Vetmeduni Wien: Spin-off Fellowship für Projekt der Vetmeduni Vienna

Anna Orlova von der Abteilung für Funktionelle Krebsgenomik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien erhält ein Spin-off Fellowship, um in den nächsten eineinhalb Jahren weitere Daten zu ihrem Projekt „STAT5-inhibitos: Targeting STAT5 oligomerization in leukemia“ generieren zu können.

Das Spin-off Fellowship Programm des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) fördert in diesem Jahr neun Projekte mit insgesamt 3,4 Millionen Euro. „Damit unterstützen wir die Studierenden und Forschenden, ihre innovativen Ideen erfolgreich Richtung Markt zu entwickeln“, so Wissenschafts- und Forschungsministerin Iris Rauskala.

Eines der geförderten Projekte wird von Anna Orlova, Vetmeduni Vienna, durchgeführt. Sie gehört der Forschungsgruppe „Funktionelle Krebsgenomik“ von Richard Moriggl an, hat vor kurzem erfolgreich ihren PhD erlangt und ist jetzt als PostDoc tätig. Ihr Projekt hat zum Ziel, Moleküle zu suchen und zu charakterisieren, die die krebserregende Funktion von STAT5 blockieren, um diese in einem weiteren Schritt zu Medikamenten gegen Krebs weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck soll im Anschluss an das Spin-off Fellowship ein Unternehmen gegründet werden.
Im Zuge des Fellowships kann Orlova einerseits auf dem umfassenden und internationalen anerkannten Fachwissen der Gruppe ihres Hosts Richard Moriggl aufbauen (Anm.: Unter einem Host wird eine Betreuungsperson verstanden, welche hierarchisch über dem Fellow steht). Andererseits kann sie auf ein an der Vetmeduni Vienna entwickeltes und völlig neuartiges Selektionssystem (screening assay) zurückgreifen, das genau solche Medikamentenkandidaten identifizieren kann und bereits erfolgreich angewandt wurde.

Über Spin-off Fellowships

Spin-offs sind Unternehmensgründungen, die auf Basis neuer wissenschaftlicher Verfahren oder der Nutzung von Forschungsergebnissen erfolgen. Personen, die ein Spin-off Fellowship erhalten, werden über eine Laufzeit von bis zu 18 Monaten zusätzlich zur finanziellen Förderung mit Weiterbildungsmaßnahmen, Coachings und Mentoring über das Netzwerk der Wissenstransferzentren unterstützt. Sie werden dadurch aktiv dabei bestärkt, nach Abschluss des Fellowships eine Unternehmensgründung umzusetzen. Während der Laufzeit müssen sich die Fellows zu 100 Prozent auf ihre Aufgabe konzentrieren und dürfen keiner Lehrtätigkeit oder anderen Forschungsaufgaben nachgehen.

Das Programm wird durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt. Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, GeschäftsführerInnen der FFG, betonen die Bedeutung derartiger Förderungen: „Akademische Gründungen sind zentral für den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Spin-Off Fellowships sind dabei ein wesentlicher Impuls, um das Umfeld für künftige Spin-offs entsprechend zu verbessern.“ Im Rahmen der diesjährigen, dritten Ausschreibung wurden insgesamt 26 Anträge eingereicht, was den vorhandenen Unternehmergeist an heimischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstreicht.

Die Vetmeduni Vienna gratuliert Anna Orlova herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg!