Novartis: Urtikariatag 2019: Chronisch spontane Urtikaria – von quälend bis entstellend

Hohe psychische und physische Belastungen für Betroffene / Innovative Therapien erlauben rasche Symptomfreiheit oder zumindest Linderung

Die chronisch spontane Urtikaria (oder Nesselsucht) verursacht einen Juckreiz zum buchstäblich aus der Haut fahren: Die quälende Hautkrankheit erscheint spontan und bringt juckende Quaddeln und/oder schmerzhafte Angioödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) mit sich, die länger als sechs Wochen bestehen bleiben.(1) Einer aktuellen Untersuchung zufolge leiden rund 0,5 bis etwa fünf Prozent in der Allgemeinbevölkerung an einer chronischen Urtikaria.(2)

„Urtikaria kann entweder chronisch-spontan, also ohne erkennbaren Auslöser, oder chronisch induzierbar auftreten (spezifische Auslöser können Licht, Druck, Reiben oder Kälte- bzw. Wärme sein)“ erläutert ÖÄ Dr. Christine Bangert, Allergieambulanz AKH Wien. „Ungeachtet dessen, was die Urtikaria auslöst: Für die Patientinnen und Patienten ist die Krankheit nachweislich mit einer beträchtlichen Belastung und einer deutlich verminderten Lebensqualität verbunden“, so Bangert.

Dies zeigte eine weltweite Beobachtungsstudie an rund 700 erwachsenen Patienten. Demnach hatten 50% der Betroffenen Schlafstörungen und waren in ihren täglichen Aktivitäten beeinträchtigt; mehr als 20 Prozent gaben eine berufliche Ausfallzeit von mehr als einer Stunde pro Woche an.(1) Eine große deutsche Studie an 1.539 Patienten kam zu dem Schluss, dass viele Patientinnen und Patienten noch immer unterbehandelt sind. Ihre Lebensqualität ist stark beeinträchtigt und viele leiden an Depression und Angststörungen.(3)

Umso wichtiger ist eine richtlinienkonforme Behandlung der Erkrankung. „Das klare Therapieziel ist die Symptomfreiheit“ erläutert Bangert. Bei der medikamentösen Behandlung werden zuerst Antihistaminika verordnet. “Bleiben die Symptome auch unter hochdosierten Antihistaminika bestehen, ist laut aktuellen Leitlinien eine Behandlung mit einem humanisierten Anti-IgE-Antikörper rasch einzuleiten.(4) In drei Studien konnte beobachtet werden, dass viele Patientinnen und Patienten schon innerhalb der ersten vier Wochen der Behandlung auf diese Therapie ansprechen (5,6,7,8) und in weiterer Folge das Therapieziel der vollständigen Beschwerdefreiheit erreichen können.“

Bei wiederkehrenden Schwellungen, Juckreiz und Brennen ist eine Abklärung bei der Dermatologin bzw. dem Dermatologen oder einem dermatologischen Zentrum jedenfalls empfehlenswert. Jetzt Expertin oder Experten finden auf www.wenjuckts.at!

Referenzen

1. Maurer M et al, Allergy 2017;72:2005-2016
2. Bracken SJ et al, Front Immunol 2019;10:627
3. Maurer M et al, Clin Exp Allergy 2017; 47:684-692
4. Zuberbier T et al, Allergy 2018;73:1393-1414
5. Maurer M et al, JDDG 2018;doi:10.1111/ddg.13531_g
6. Saini SS et al, J Invest Dermatol 2015;135:67-75
7. Maurer M et al, NEJM 2013;368:924-035
8. Kaplan A et al, J Allergy Clin Immunol2013;132:101-109

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