Haplogen Bioscience und Cyclenium Pharma geben die Verleihung des EUREKA Labels und finanzielle Unterstützung der Entwicklung neuer Therapien für schwere Viruserkrankungen bekannt

Cyclenium Pharma Inc., eine aufstrebende kanadische pharmazeutische Firma, die sich auf die Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten auf Grundlage einer patentierten makrozyklischen Chemie spezialisiert, und Haplogen Bioscience GmbH, eine Biotechnologiefirma, die innovative antivirale Therapien entwickelt, meldeten heute die Verleihung des international anerkannten EUREKA Labels in Anerkennung der Innovation und des Marktpotentials ihres gemeinsamen Programmes zur Entwicklung von Pan-Flavivirus-Wirkstoffkandidaten. EUREKA, gegründet 1985, ist ein Netzwerk von mehr als 40 vorwiegend europäischen Regierungs-Ministerien und regierungsnahen Förderinstitutionen unter Beteiligung assoziierter außereuropäischer Staaten, wie z.B. Kanada, mit dem Ziel, Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen finanziellen Rahmen für grenzüberschreitende Kooperationsprojekte in anwendungsnaher Forschung und Entwicklung (F&E) zu bieten.

Das renommierte EUREKA Label wird nach einem strengen Auswahlprozess an Firmen vergeben, die innovative und marktorientierte Projekte entwickeln.

Das ausgezeichnete Projekt ist das Ergebnis einer im Jahr 2015 gestarteten, erfolgreichen und engen Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen. Ziel ist die Entwicklung von neuen niedermolekularen Substanzen aus der Familie der Makrozyklen als Hemmer eines Schlüssel-Enzyms im Replikationszyklus von Flaviviren. Cycleniums geschützte CMRT™ (“smart”) Technologie zur Wirkstofffindung zusammen mit Haplogen’s ausgezeichneter Expertise in Flavivirusbiologie bilden dafür eine exzellente komplementäre Grundlage um neue innovative antivirale Substanzen zu entwickeln. Einsatzgebiete sind Vorbeugung (Prophylaxe) und Behandlung (Therapie) gegen alle wichtigen Vertreter dieser Virusfamilie, darunter Dengue-, Zika-, West Nile- und Gelbfiebervirus. Cyclenium übernimmt dabei alle medizinalchemischen Arbeiten zur Entwicklung eines klinischen Entwicklungskandidaten, während Haplogen Bioscience die biologischen und pharmakologischen Eigenschaften der neuen Moleküle bestimmen wird. Beide Partner planen die weitere Entwicklung und Verwertung von Wirkstoffkandidaten gemeinsam zu betreiben.

Für diese fortgeschrittenen Forschungstätigkeiten erhielt Cyclenium erhebliche Zuschüsse durch das National Research Council unter Kanadas Industrial Research Assistance Program (NRC-IRAP). Dies ist ein bundes-finanziertes Programm, das die wirtschaftliche Verwertung innovativer kanadischer Technologien unterstützt. Haplogen bekam Unterstützung durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zuerkannt. Die FFG ist Österreichs nationale Förderinstitution für industrielle Forschung und Entwicklung.

„Wir empfinden eine große Wertschätzung für die EUREKA Organisation, NR-IRAP und die FFG, die die Wichtigkeit, das große Potential und den globalen Wert dieses Kollaborationsprojektes anerkennen. Es spiegelt die erfolgreiche und synergistische Beziehung mit Haplogen Bioscience wider“, erklärt Dr. Helmut Thomas, Präsident, Geschäftsführer und Forschungsleiter der Cyclenium Pharma. „die vielversprechenden Ergebnisse, die wir bis zum heutigen Tag erreicht haben, zeigen uns einen spannenden Weg auf, um potente Pan-Flavivirus-Inhibitoren zu entdecken und zu entwickeln, die weltweit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen diese schweren Virusinfektionskrankheiten leisten können.“

„Wir sind begeistert zu sehen, welche Möglichkeiten sich auftun, wenn Expertisen zwischen Kontinenten zusammengeführt werden, und wir erfahren die Unterstützung durch EUREKA als eine signifikante Verstärkung um diese Möglichkeiten auch für uns zu nutzen. Durch diese Partnerschaft schaffen wir eine Präsenz in beiden Kontinenten, Kanada, einem Land mit florierender Biotechnologie und dem Campus Vienna BioCenter in Österreich, einem Zentrum der Forschung und der Biotechnologie, das weltweit in der Top-Liga agiert.“ berichtet Dr. Georg Casari, Geschäftsführer der Haplogen Bioscience und ergänzt: „Mit unserem Pan-Flavivirus-Programm wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Tropenmedizin leisten und neue Therapien für tausende von Patienten entwickeln, die bisher ohne Behandlungsmöglichkeiten sind.“

Flavivirus-Infektionen verursachen eine Vielzahl von Erkrankungen, die von relativ milden, grippeartigen Symptomen bis zu extrem gefährlichen Manifestationen wie Gehirnhaut-entzündung und inneren Blutungen reichen. Jährlich führen diese Infektionen weltweit zu Millionen von Erkrankungen und Zehntausende versterben an den Folgen. Die Häufigkeit dieser Infektionen steigt in tropischen Ländern ständig, aber auch zunehmend in subtropischen Regionen. Die tragischen Zika Epidemien in Südamerika, sowie die massiven Schwierigkeiten Dengue unter Kontrolle zu halten, unterstreichen den dringenden und wachsenden Bedarf an neuen Therapien im Kampf gegen diese Viren.

Cyclenium Pharma Inc.

Cyclenium Pharma ist eine aufstrebende private pharmazeutische Forschungs- und Entwicklungsfirma, die basierend auf zwei Jahrzehnten Pionierarbeit und Erfahrung im Bereich der Chemie von niedermolekularen Makrozyklen, mit ihrer CMRT™ Technologie der Medikamentenforschung eine neue Generation von Substanzen mit weitreichendem Entwicklungspotential hinzugefügt hat, die Schwachpunkte früherer Technologien auf diesem und verwandten Gebieten überwindet. Cyclenium schafft Werte durch eigene Entwicklungsprogramme, vorranging in den Gebieten der Onkologie, Infektionskrankheiten, sowie der Entzündungs- und Schmerzbekämpfung. Auf Grundlage der CMRT basierenden QUEST™ - Screening-Substanzbibliothek bietet Cyclenium auch Partnerschaften mit non-profit Forschungsinstituten und innovativen Pharma- und Biotechnologieunternehmen an, um Modulatoren für ungewoehnliche und herausfordernde Zielmoleküle mit therapeutischer Bedeutung in verschiedenen Indikationsgebieten zu finden.

Für weitere Informationen (in Englisch): www.cyclenium.com

Haplogen Bioscience GmbH

Haplogen Bioscience mit Sitz in Wien, Österreich wurde 2017 aus der Haplogen GmbH ausgegründet und führt Forschungs- und Entwicklungsprogramme in den Bereichen der Bekämpfung von viralen Infektionskrankheiten und weiteren Erkrankungen weiter. Haplogen wurde als Spin-out des CeMM, Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Jahre 2010 von Wissenschaftlern gegründet. Im Jahre 2015 erzielte Haplogen einen Teil-Exit durch den Verkauf seiner Zelllininen-Sparte und finanzierte aus diesen Einkünften die weitere Entwicklung der therapeutischen Programme.

Für weitere Informationen (in Englisch): www.haplogen.com