Boehringer Ingelheim: Weiteres Rekordergebnis im Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna

Wachstum in allen Geschäftsbereichen: Betriebsleistung steigt auf EUR 1.555,4 Mio

Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) verzeichnet ein weiteres, außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr: Die Betriebsleistung* der Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG stieg 2017 um 25 % auf EUR 1.555,4 Mio. (2016 EUR 1.243,1 Mio.).  

Die Gesamterlöse aus den Geschäftsbereichen verschreibungspflichtige Medikamente und Tiergesundheit in der gesamten RCV Region wuchsen um 20,8 % auf EUR 837,5 Mio. (2016 EUR 693,1 Mio.).  

„Das Boehringer Ingelheim RCV konnte den Umsatz der verschreibungspflichtigen Produkte im Vergleich zum Vorjahr stark steigern. In den meisten Ländern sogar um mehr als 10 Prozent. Die umsatzstärksten Länder bleiben Russland, Polen und Österreich“, sagte Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV.  

Starke Umsatzsteigerungen in allen Geschäftsbereichen

Eine positive Entwicklung zeigte sich im Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, das um mehr als 16,6 % wuchs. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln zeigte im ersten Jahr nach der Übernahme der Tiergesundheitssparte Merial von Sanofi ein Wachstum von 74,1 %. Auch die biopharmazeutische Auftragsfertigung wuchs im zweistelligen Bereich.

Mitarbeiterzuwachs in Österreich

Die Mitarbeiterzahl in der Region sank um 4,8 % auf 3302 (2016: 3470). Dies ist auf den Tausch der Geschäftsgebiete Selbstmedikation gegen Tiergesundheit Merial von Sanofi zurückzuführen.  

In Österreich stieg die Zahl der Beschäftigten von 1629 im Jahr 2016 um 3,7 % auf 1689 im Jahr 2017. Diese positive Entwicklung ergibt sich aus der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die derzeit in Wien errichtete Produktionsanlage.  

Wachstumstreiber Humanpharma

Im Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Arzneimittel stiegen die Erlöse in der Gesamtregion um 16,6 % auf EUR 747,9 Mio. (2016 EUR 641,7 Mio.). Russland, Polen, Österreich, sowie Tschechien, Israel, die adriatischen Staaten und Kasachstan verzeichneten eine sehr positive Entwicklung.

Neben den umsatzstärksten Produkten, dem Gerinnungshemmer Pradaxa® und dem COPD-Medikament Spiriva, waren die Wachstumstreiber die Neueinführungen der vergangenen Jahre: die Diabetesmedikamente Jardiance® und Trajenta®, die Lungenkrebsmedikamente Giotrif® und Vargatef® sowie  Ovef® zur Therapie der Idiopathischen Lungenfibrose und Spiolto® zur Behandlung der Raucherlunge (COPD).  

In Österreich stiegen die Erlöse um 12,6 % auf EUR 94,0 Mio. (2016: EUR 83,5 Mio.) mit den Hauptumsatzträgern Spiriva®, Pradaxa® sowie der Diabetes-Produktpalette.   

Gute Ergebnisse bei Tierarzneimitteln

Im Geschäftsbereich Tiergesundheit konnten wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Erlöse um 74,1 % auf EUR 89,6 Mio. (2016 EUR 51,5 Mio.) erzielen, welcher auch durch die Integration des ehemaligen Merial-Geschäftes begründet ist. Die wichtigsten Produkte in der Region waren der Schweineimpfstoff Ingelvac Circoflex®, die Geflügelimpfstoffe Vaxxitek® und Gallimune®, sowie unser Produktportfolio für die Behandlung von Haustieren, wie zum Beispiel das Antiparasitikum Frontline®.

Ausbau der biopharmazeutischen Produktion hat begonnen

Am Standort Wien entwickelt und produziert Boehringer Ingelheim biopharmazeutische Arzneimittel sowohl aus eigener Forschung als auch für Auftragskunden. Anfang 2017 startete das Unternehmen mit der Errichtung einer neuen biopharmazeutischen Produktionsanlage samt der zugehörigen Infrastruktur, die 2021 in Betrieb gehen wird. Mit der Investition von fast EUR 700 Mio. schafft Boehringer Ingelheim bis 2021 rund 500 neue Arbeitsplätze in Wien.

„Unser Schwerpunkt liegt weiterhin in der raschen Fertigstellung unserer neuen Produktionsanlage. Wir konnten jedoch im Jahr 2017 in unsere bestehenden Produktionsanlagen in Rekordzeit mehrere neue, innovative Kundenprojekte aufnehmen, worauf wir sehr stolz sind“, sagt Christian Eckermann, Leiter Biopharma Austria.

Krebsforschungszentrum in Wien

Ziel von Boehringer Ingelheim ist es, mit innovativen Therapien möglichst vielen Krebspatientinnen und –patienten ein längeres und beschwerdefreieres Leben zu ermöglichen. Ein internationales Team aus rund 270 Forscherinnen und Forschern analysiert die Ursachen bösartiger Tumore und arbeitet an der Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung von Krebs.  

„Wir kooperieren weltweit mit ca. 70 Universitäten, Forschungseinrichtungen und Biotech-Unternehmen, um krebskranken Menschen die besten Behandlungsmöglichkeiten bieten zu können“, sagt Darryl McConnell, Forschungsleiter im Boehringer Ingelheim RCV.

Mit jährlichen Forschungsaufwendungen von 200 Millionen Euro ist Boehringer Ingelheim das forschungsintensivste Pharmaunternehmen in Österreich.

Über das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna

Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna trägt die Verantwortung für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie Tierarzneimitteln von Boehringer Ingelheim in Österreich sowie in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, der Schweiz und Israel. Darüber hinaus wird von Wien aus die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist Hauptzentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharma­zeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im Konzern. Auch in der Grundlagenforschung engagiert sich Boehringer Ingelheim und ist hier mit dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie Wien (IMP) vertreten. Damit zählt Boehringer Ingelheim zu den forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Öster­reich.

* Die Betriebsleistung enthält Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderung. Diese Zahl beinhaltet auch die Umsätze gegenüber verbundenen Unternehmen, unter anderem die Erlöse aus dem Wiener Biopharmazie-Geschäft, und wurde im Jahr 2017 durch außerordentliche Effekte signifikant beeinflusst.

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