Boehringer Ingelheim für innovatives Mobilitätskonzept prämiert

Boehringer Ingelheim RCV investiert für seinen Standortausbau in ein umfassendes Mobilitätskonzept und wurde nun für sein nachhaltiges Engagement mit dem Umweltpreis 2017 ausgezeichnet.

Jedes Jahr verleiht die Stadt Wien im Rahmen von OekoBusiness Wien den Umweltpreis an besonders nachhaltige Wiener Unternehmen. Zum siebten Mal in Folge wurde Boehringer Ingelheim nun Anfang März für seine gesamten Umwelt- und Energieeffizienzprogramme mit dem Ökoprofit ausgezeichnet und sicherte sich gleichzeitig den Umweltpreis 2017 für sein innovatives Mobilitätskonzept.

In den kommenden Jahren wird Boehringer Ingelheim über eine halbe Milliarde Euro in den Bau einer biopharmazeutischen Produktionsanlage und der dazugehörigen Betriebsgebäude in Wien-Meidling investieren. Dabei entstehen mehr als 400 neue Arbeitsplätze. Ein umfassendes Paket an Mobilitätsmaßnahmen spart hier Ressourcen und schafft mehr Bewusstsein für Umweltschutz.

Eine gesündere Umwelt und Umstieg vom Auto
Die Umsetzung des Konzepts umfasst zahlreiche Maßnahmen, die die Umwelt schonen und gleichzeitig einen Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr und die aktive Mobilität (Fahrrad, Gehen) fördern sollen. Schwerpunkte werden auf die fünf Bereiche Radverkehr, Shuttleservice, öffentliche Verkehrsmittel, Park + Ride sowie Bewusstseinsbildung gelegt.

Einsparungen durch Mobilitätsmaßnahmen
Zurzeit beschäftigt das Boehringer Ingelheim RCV rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich überlassener Arbeitskräfte. Laut einer internen Umfrage vom Mai 2016 gelangten bisher 53 % der Beschäftigten des Unternehmens mit dem Auto, 36 % mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 11 % zu Fuß oder mit dem Rad zu ihrer Arbeitsstelle. Bei Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage im Jahr 2021 werden mehr als 2.500 Personen am Standort Wien-Meidling tätig sein. Bis dahin will Boehringer Ingelheim den Anteil seiner öffentlich fahrenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter knapp verdoppeln, während jener der Autofahrerinnen und Autofahrer um mehr als die Hälfte reduziert werden soll. Insgesamt ergibt sich dadurch eine Einsparung von 1,8 Tonnen Stickoxiden, 51 kg Partikel, 2.759 MWh und 689 Tonnen CO2. Diese Menge CO2 entspricht dem Volumen, das pro Jahr von rund 530.000 m2 Wald gebunden werden kann.

Mit dem Express-Shuttle ins Büro
Aufgrund des geplanten Zubaus fallen mehrere hundert Parkplätze am Firmengelände weg. Um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Umstieg vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, bietet Boehringer Ingelheim ein Express-Shuttle sowie einen eigenen öffentlichen Stiegenabgang vom Bahnhof Hetzendorf zur Ostseite der Altmannsdorfer Straße, der gemeinsam mit den ÖBB errichtet wird. All denjenigen, deren Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln länger als 60 Minuten dauert, stellt das Unternehmen Park-and-Ride-Parkplätze zur Verfügung.

Umsatteln lautet die Devise
Egal ob Fahrrad oder E-Bike, Boehringer Ingelheim schafft die besten Voraussetzungen für alle Fans dieser sportlichen Fortbewegungsart – angefangen bei zusätzlichen 200 Radständern, mehreren E-Bike-Ladestationen über Radschleusen am Werksgelände bis hin zu zusätzlichen Duschen, Spinden und Umkleidemöglichkeiten am Standort. Viermal jährlich kommt Boehringer Ingelheim sogar für ein Fahrrad-Reparaturservice auf, das vom Unternehmen organisiert und direkt am Standort durchgeführt wird.

Werbetrommel für den Radverkehr
Neben den zahlreichen Infrastruktur- und Servicemaßnahmen setzt Boehringer Ingelheim zudem auf mehr Bewusstseinsbildung. Insbesondere im Bereich des Radverkehrs wird unter anderem mit einem Mobilitätstag und der Unterstützung der Aktion „Wien radelt zur Arbeit“ auf diese Vorteile aufmerksam gemacht. Zudem versucht das Unternehmen auf seiner Intranet-Plattform „mo-BI-lity“, die Bildung von Fahrgemeinschaften zu fördern.

Über das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna
Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna trägt die Verantwortung für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie Tierarzneimitteln von Boehringer Ingelheim in Österreich sowie in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, der Schweiz und Israel. Darüber hinaus wird von Wien aus die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist Zentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im Konzern. Auch in der Grundlagenforschung engagiert sich Boehringer Ingelheim und ist hier mit dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie Wien (IMP) vertreten. Damit zählt Boehringer Ingelheim zu den forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich. Insgesamt erzielte das Regional Center Vienna im Geschäftsjahr 2015 Gesamterlöse in Höhe von EUR 760,2 Mio. und beschäftigte in der Region Mittel- und Osteuropa 3403 Mitarbeiter, davon 1501 in Österreich.