APEIRON: Wiener Krebs-Biotech erhält 25 Mio. von EU

Investitionsoffensive für Europa: EIB vergibt Finanzierung an APEIRON Biologics AG

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen von 25 Millionen Euro an das österreichische Biotechunternehmen APEIRON Biologics AG (Apeiron). Mit den Mitteln will das Unternehmen neue Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickeln. Der Fokus liegt auf seltenen Krebsarten, an denen vor allem Kinder erkranken. Ermöglicht wurde die Finanzierung für Apeiron durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Der EFSI ist die tragende Säule der Investitionsoffensive für Europa, bei der die EIB-Gruppe und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammenarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken.

Der für Finanzierungen in Österreich zuständige EIB-Vizepräsident Andrew McDowell sagte: "Mit ihren Finanzierungen – insbesondere für in der Spitzenforschung und -entwicklung tätige KMU – trägt die Bank der EU maßgeblich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unser Darlehen an Apeiron ist ein Beispiel dafür. Apeiron ist ein innovatives Biotechunternehmen, das sich auf Bereiche konzentriert, in denen ein erheblicher ungedeckter therapeutischer Bedarf besteht. Unser Darlehen ist aufgrund seiner langen Laufzeit und der günstigen Finanzierungskonditionen mit einem hohen Zusatznutzen verbunden, da Apeiron seine F&E-Aktivitäten deutlich hochfahren kann. Dadurch werden fünf bis zehn Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Fachkräfte entstehen, und Apeiron wird seine Belegschaft um bis zu 25 Prozent aufstocken."

Hans Loibner, Chief Executive Officer von Apeiron, erklärte: "Wir freuen uns sehr, dass die EIB das Potenzial von Apeiron für weitere bahnbrechende F&E-Aktivitäten erkannt hat. Nachdem wir kürzlich mit unserem am weitesten vorangeschrittenen Projekt die Marktzulassung in der EU erreicht haben, steht unser Unternehmen mit den zusätzlichen Finanzierungsmitteln der EIB vor einer sehr vielversprechenden Zukunft."

Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, stellte fest: "Ich freue mich sehr, dass die Investitionsoffensive für Europa einen Beitrag zu wegweisenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Apeiron für neue Arzneimittel leistet. Der heutige Vertrag zeigt anschaulich, was das Engagement der Europäischen Kommission für Investitionen, Forschung und Innovation konkret bewirkt."

Die EIB
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Apeiron
Apeiron ist ein privates Biotechunternehmen mit Sitz in Wien, Österreich, das innovative Produkte in der Immun-Onkologie entwickelt. Erst kürzlich erreichte das Unternehmen in der EU die Marktzulassung für sein am weitesten vorangeschrittenes Projekt – ein Immuntherapeutikum zur Behandlung des Neuroblastoms. Das Unternehmen arbeitet außerdem an weiteren Immuntherapien gegen Krebs – zum einen an gezielten, tumorspezifischen Ansätzen und zum anderen an Mitteln zur Stimulation des Immunsystems durch neuartige "Checkpoint-Blockade-Mechanismen", bei denen der Krebs durch die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers bekämpft werden soll.

Die Investitionsoffensive für Europa
Die Investitionsoffensive für Europa, der sogenannte Juncker-Plan, ist eine der wichtigsten Maßnahmen der EU, um die Investitionen in Europa anzukurbeln und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden vorhandene und neue Finanzierungsmittel intelligenter genutzt. Die EIB-Gruppe spielt bei dieser Investitionsoffensive eine zentrale Rolle. Durch Garantien aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sind die EIB und der EIF in der Lage, einen größeren Teil des Projektrisikos zu übernehmen, was es privaten Geldgebern erleichtert, sich ebenfalls an den Projekten zu beteiligen. Außerdem gibt es neben dem EFSI den neuen Beratungsdienst EIAH, der öffentlichen und privaten Projektträgern hilft, Investitionsprojekte professioneller zu strukturieren. Die Investitionsoffensive zielt zudem darauf ab, in der EU investitionsfreundlichere rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Das gilt vor allem für den Digital-, den Energie- und den Kapitalmarktsektor. Im September 2016 schlug Präsident Juncker vor, den EFSI auszuweiten und hierzu seine Kapazität zu erhöhen, seine Laufzeit zu verlängern sowie seine Stärken weiter auszubauen.


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