COVID-19: Forschung, Produkte und Dienstleistungen aus Österreich

Wien, 30.3.2020

Österreichs Life Sciences Sektor setzt sich für die Bewältigung der SARS-CoV-2 Pandemie ein – von den Kliniken über die Forschung bis zur Wirtschaft. Das stellt in jeder Hinsicht eine große Herausforderung dar, mit ungewissem Ausgang. In diesem Beitrag holen wir einige Akteure vor den Vorhang, um ihre Leistungen stellvertretend für die gesamte Branche in diesen turbulenten Zeiten zu honorieren. Zeigen Sie Respekt vor den Menschen dahinter, indem Sie sich bestmöglich an die von der Österreichischen Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen halten. Nur wenn allen an einem Strang ziehen, können wir Leben retten. Und vergessen Sie nicht, dass auch in Krisenzeiten Blut- und Plasmaspenden dringend benötigt werden.

Made in Austria

Wir präsentieren hier ausgewählte Forschungsansätze, Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen aus Österreich, die hinsichtlich der Bewältigung der COVID-19-Pandemie relevant sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Selbstverständlich können wir auch über die aktuelle Verfügbarkeit von erwähnten Angeboten oder über die Erfolgsaussichten von Entwicklungsprojekten keine Aussagen treffen. Sie werden nach der Lektüre trotzdem mehr darüber wissen, was in Österreich entwickelt und teilweise auch hergestellt wird. Damit lernen Sie einen kleinen Ausschnitt der im Lauf der vergangenen Jahrzehnte auch mit Hilfe der öffentlichen Hand aufgebauten Biotech-, Pharma- und Medizinprodukte-Landschaft kennen.

SARS-CoV-2: Was ist das?

Finden Sie zunächst heraus, was die molekularbiologische Forschung über das hochinfektiöse Virus bereits weiß. Der Wiener Kommunikationsspezialist Biolution erstellte dazu ein Erklär-Video. Bei Interesse an Modellrechnungen zur Epidemieausbreitung lesen Sie zum Beispiel die Hinweise der Wiener dwh. Das verwendete Simulationsmodell basiert auf dem Simulationsmodell GEPOC (Generic Population Concept), welches gemeinsam mit der TU Wien entwickelt wurde. Auch der Complexity Science Hub Vienna setzt sich inzwischen dafür ein, gesellschaftlich relevantes Wissen zur Bewältigung der Krise zu erzeugen und Szenarien, Daten und Modelle zu liefern, die als Basis für eine evidenzbasierte Governance verwendet werden können.

In vielen Laboren weltweit wird an den SARS-CoV-2 Viren geforscht, um noch mehr über die molekularen Mechanismen rund um diesen Krankheitserreger in Erfahrung zu bringen. Lexogen, der Wiener Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Forschungsreagenzien im RNA-Bereich, bietet dafür hilfreiche Reagenzien und Analysetools an.

Bildgebende Verfahren ermöglichen Radiologen die Untersuchung von Auswirkungen der Infektion und von therapeutischen Maßnahmen auf die Lunge, das ist auch bei SARS-CoV-2 relevant. Beim MedUni Wien Spin-off contextflow wird versucht, den Nutzen dieses Bildmaterials zu erhöhen, indem über spezialisierte Bild- und Textsuchen rasch vergleichbare Fälle gefunden werden. Die Software wurde nun speziell für die Beschleunigung der Bewertung von SARS-CoV-2 Scans für Forschungszwecke optimiert.

Spezialsoftware kommt auch bei vielen anderen Fragstellungen in der modernen Medizin zum Einsatz. Auf diese Weise kann beispielsweise die Auswertung von Bildern erleichtert werden, die bei Gewebeuntersuchungen im Labor angefertigt werden. Um die weltweite virologische Forschung zu unterstützen, vergibt TissueGnostics aus Wien derzeit kostenlose Lizenzen für seine Lösungen bis zu einem Wert von € 5 Mio.

NEU: Das CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und die MedUni Wien starten ein Projekt mit dem Ziel, mittels modernster Sequenzier- und Analysemethoden die Genomentwicklung von SARS-CoV-2 in Österreich zu untersuchen. Damit soll mehr über die molekulare Dynamik und damit auch über Übertragungsketten herausgefunden werden. Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationen und begrüßt insbesondere Beiträge aus der klinischen Virologie und von Diagnostiklabors aus ganz Österreich. 

Vorbeugen ist besser als heilen

In der derzeitigen Lage zählen die Bemühungen, gesund zu bleiben, zu den wichtigsten täglichen Übungen. Bewusste Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegungseinheiten und die Vermeidung von Unfällen lohnen sich für jeden und entlastet das Gesundheitssystem. Besonders wichtig ist es, zu Dritten ausreichend große Distanz zu wahren und auf gründliches Händewaschen mit Seife zu achten  – die MedUni Wien zeigt in einem Videobeitrag, wie das richtig umgesetzt werden soll.

Reinigung und Sauberkeit spielen an allen Orten eine wichtige Rolle zur Prävention von Infektionen. Ein Produkttipp für öffentliche Einrichtungen und Gesundheitseinrichtungen: Braincon entwickelte in Wien Dekontaminationsgeräte für die Raum- und Flächendekontamination mit Hilfe von Wasserstoffperoxid, die Bakterien, Viren, Pilze und Sporen inaktivieren, eine international derzeit sehr begehrte Lösung.

Vergleichen Sie außerdem Ihren Impfstatus mit dem Impfplan Österreich 2020, beachten Sie dabei allerdings die aktuellen Hinweise des Gesundheitsministeriums.

Molekularbiologische Diagnostik zentral

Für die Infektionskontrolle sind spezielle diagnostische Tests erforderlich, mit denen eine Virusinfektion nachgewiesen werden kann. Die aktuell in Österreich gültigen Kriterien für die Durchführung von Tests finden Sie hier. Bitte wenden Sie sich im Verdachtsfall an die eingerichteten Telefon-Hotlines. Wir erinnern an dieser Stelle eindringlich daran, die verordneten Kontakteinschränkungen sehr ernst zu nehmen, damit die Ausbreitung der Viren minimiert werden kann. Die Testkapazitäten sind beschränkt und nicht alle Infizierten, besonders die symptomlosen Fälle, wissen um ihren Status. Umfangreiche molekularbiologische Diagnostik wird zukünftig auch die Entscheidung beeinflussen, ab wann die derzeitigen Schutzmaßnahmen beendet werden können. Technisch gesehen stehen weltweit einige verschiedene Ansätze zur Verfügung, um auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder Antikörper darauf zu testen. Neben den großen internationalen Diagnostik-Riesen entwickeln auch österreichische Klein- und Mittelbetriebe hilfreiche Testsysteme für den Einsatz im Forschungslabor oder in der Routinediagnostik. Bitte beachten Sie, dass solche Tests nicht für den privaten Gebrauch bestimmt sind und nur von entsprechend qualifizierten Personen im Labor durchgeführt werden dürfen. Hier einige Beispiele:

  • Attoquant Diagnostics ist auf die Analyse des Renin-Angiotensin-Systems spezialisiert, ein Hormonsystem das den Blutdruck steuert. ACE2, der Eintrittsrezeptor für 2019-nCoV, ist Teil dieses Hormonsystems. Attoquant unterstützt mit seinen Spezialanalysen sowohl die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen 2019-nCoV und ist an zahlreichen nationalen und internationalen Studien zur Erforschung von 2019-nCoV beteiligt.
     
  • Procomcure Biotech in Salzburg: PHOENIXDX® 2019-NCOV ist ein real-time-RT-PCR-basiertes Detektionssystem für 2019-nCoV, Die Presse berichtete Anfang März über diesen Schnelltest aus Österreich.
     
  • Ein hier aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genanntes Wiener Unternehmen entwickelte ebenfalls einen molekularbiologischen Test. Inzwischen werden 50.000 Tests pro Woche hergestellt – ein großartiger Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung mit Diagnostik-Kits in Österreich und Europa.

Andere Unternehmen arbeiten mit Großunternehmen zusammen und machen deren Tests in Österreich verfügbar. Die Curetis-Tochter Ares Genetics am Vienna BioCenter hat aufbauend auf einer langjährigen strategischen Kooperation mit der chinesischen BGI Gruppe deren PCR-basierten Coronavirus (2019-nCoV) Test nach Europa gebracht. Der von der BGI Gruppe entwickelte und in China bereits großflächig eingesetzter Test ist seit kurzem sowohl CE IVD markiert als auch von der US FDA zugelassen und über das Curetis-Vertriebsnetzwerk verfügbar. Bitte beachten Sie auch das aktuelle White Paper von Ares Genetics zur Rolle von bakteriellen Ko-Infektionen bei COVID-19.

Auf den Vertrieb fokussiert außerdem beispielsweise die in Stockerau ansässige BioProducts Langmann. Im Sortiment befindet sich der weltweit erste CE zertifizierte Real Time PCR Kit als auch vollautomatische POCT Systeme die spezifisch den COVID 2019 Stamm detektieren. Ergänzend bietet das Unternehmen automatisierte und manuelle RNA Isolierungssysteme für Coronaviren an und ermöglicht damit die komplette Analyselösung für die COVID 19 Diagnostik aus einer Hand. 

ARCHIMEDlife zählt zu den 13 staatlich akkreditierten Medizinischen Labors in Österreich und wäre bereit, bei Bedarf mitzuwirken: Unternehmen, die Tests entwickeln, können von der Expertise bei der Validierung und Produktion von Spezialdiagnostik profitieren und das Labor könnte auch selbst bei der Durchführung von Tests auszuhelfen.

NEU: In Österreich startete ein Projekt unter der Leitung von BOKU und Vetmeduni Vienna mit dem Ziel, mehr über die Dunkelziffer an Erkrankten herauszufinden. In rund 30 bis 40 Prozent der Fälle kommt es zu asymptomatischen Verläufen. Auch wenn diese Gruppe keine Erkrankungserscheinungen zeigt, so entwickelt sie doch eine schützende Immunantwort. Für den Nachweis soll das Protokoll des ersten nicht-kommerziellen Antikörpertests genutzt werden, das von einem Österreicher in New York entwickelt wurde. An dieser richtungsweisenden Initiative beteiligen sich auch MedUni Wien und die Universität Salzburg. Forschungseinrichtungen unterstützen außerdem auch PCR-basierte Tests und stellen Geräte und Expertise zur Verfügung oder führen Auftragstest durch, darunter die Vetmeduni Vienna.

Für den Ernstfall

Am 22.3.2020 wurde eine erste Leitlinie zur Anti-SARS-CoV-Therapie in Österreich veröffentlicht, die festhält, wie die Behandlung nach dem derzeitigen Wissensstand unter Nutzung vorhandener Arzneimittel und Medizinprodukte erfolgen soll. Sehr schwere SARS-CoV-2 Infektionen führen stark vereinfacht ausgedrückt dazu, dass sich die Lunge mit Lungenödem (Flüssigkeit und Bestandteile des Blutes) füllt, man droht zu ersticken. Die Versorgung des Körpers mit überlebenswichtigem Sauerstoff erfordert in diesem Fall technische Unterstützung. Das Lungenödem muss durch die Aktivierung des Alveolar Liquid Clearance Mechanismus reduziert werden und die Betroffenen müssen künstlich beatmet werden. Dabei kommen Spezialgeräte zum Einsatz wie TwinStream oder TwinStreamICU des Wiener Traditionsunternehmens Carl Reiner, das derzeit seine Produktionskapazitäten aufgrund der großen weltweiten Nachfrage ausweitet.

Diese lebensrettenden Maßnahmen sind für das Klinikpersonal jedoch mit sehr großen Infektionsrisiken verbunden – entsprechend wichtig ist hier qualitativ hochwertige Schutzausrüstung in großen Mengen. Erfreulicher Weise erklärte sich Semperit bereit, kurzfristig mehr als 60 Millionen Untersuchungs- und Schutzhandschuhe nach Österreich zu liefern, die am Sempermed-Produktionsstandort Kamunting in Malaysia hergestellt werden. Auch die Produktion im niederösterreichischen Wimpassing läuft weiter Zudem spenden zahlreiche Organisationen Güter für das medizinische Personal.

Sie überlegen, die Produktion dringend benötigter Schutzausrüstung zu erhöhen oder neu aufzubauen? Um die Herstellung anzukurbeln, stehen wichtige Europäische Standards für die Produktion von persönlicher Schutzausrüstung seit einigen Tagen kostenlos zur Verfügung. Besprechen Sie außerdem mit der Wirtschaftsförderung, mit welchen Angeboten Sie in Österreich dabei finanziell unterstützt werden können.

In der Entwicklungspipeline

Weltweit befindet sich eine wachsende Zahl an Impfstoffen und potentiell therapeutisch wirksamen Substanzen in der Entwicklung und am Markt eingesetzte Medikamente werden auf ihre Wirksamkeit bei COVID-19 hin untersucht. Auch in Österreich beteiligen sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen an diesen Bemühungen, dazu zählen:

  • Medizinische Universität Wien: Am AKH Campus sitzt Österreichs Spitzenmedizin. Weltweit renommierte Ärztinnen und Ärzte sind nicht nur in den Kliniken aktiv, sondern auch in der Forschung. Sämtliche Fachgebiete sind abgedeckt, auch Virologie, Pulmologie und Epidemiologie. Besondere Schwerpunkte liegen auf Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften, Kardiovaskulärer Medizin, der medizinischen Bildgebung und im Bereich Transplantation. Ein eigenes Koordinationszentrum für Klinische Studien (KKS) sorgt für die professionelle Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Forschungsprojekte zu COVID-19 und anderen Erkrankungen.
     
  • Apeiron Biologics:  APN01 ist ein künstlich hergestelltes humanes Protein, das verhindern soll, dass sich SARS-CoV-2-Viren in menschliche Zellen einschleusen. Gleichzeitig soll der Arzneimittelkandidat einen entzündungshemmenden und Lungenödem-dämpfenden Effekt aufweisen. Beide Funktionen wären bei der Behandlung von akutem Lungenversagen bei COVID-19 wünschenswert. In Europa und China sind hierzu klinische Studien in Vorbereitung, um die Wirkung von APN01 bei Schwerkranken zu untersuchen. Hierzu führt die Wiener Attoquant Diagnostics begleitende Laboruntersuchungen durch, wie kürzlich auf vienna.at berichtet wurde.
    2. April 2020:  Behördengenehmigungen in Österreich, Deutschland und Dänemark zur Durchführung einer Phase II Studie zur Behandlung von 200 COVID-19 PatientInnen
     
  • Apeptico: Solnatide ist ein synthetisch hergestelltes Peptid, das für die Behandlung des akuten Lungenversagens entwickelt wird. Die Verabreichung des Moleküls führt zur Reduktion des Lungenödens und wirkt schädigenden reaktiven Sauerstoffradikalen entgegen, Verabreichung erfolgt als Aerosol über künstliche Beatmung der schwer an ARDS erkrankten Patienten. Gemeinsam mit der MedUni Wien wird nun eine klinische Studie für COVID-19 am Wiener AKH vorbereitet, wie in einem Artikel bei addendum zu lesen ist.
     
  • Panoptes: Das Wiener Biotech-Unternehmen entwickelt den Wirkstoff PP-001, der antivirale und entzündungshemmende Effekte aufweist. Dieser Wirkmechanismus hat speziell bei COVID-19 hohe Chancen auf Erfolg da hier nicht das Virus, sondern auch die überschießende Immunantwort (Zytokinsturm) therapiert werden kann. Bisher wurde die Substanz für den Einsatz bei schweren, entzündlichen Augenerkrankungen, inklusive der klinischen Phase 2 getestet. Mit klinischen Untersuchungen zur Wirksamkeit gegen COVID-19 könnte in wenigen Monaten begonnen werden, so das Unternehmen kürzlich in einer Aussendung.
     
  • Innophore: Das Grazer Bioinformatik-Unternehmen initiierte das globale FASTCURE (Fully Applied Structural Targeting of Coronavirus Using Repurposing Efforts) Konsortium. Wie Trending Topics bereits berichtete, koordiniert die Universität Graz die Versuche, einen Wirkstoff gegen SARS-CoV-2 zu finden. Im Zuge dieses Projekts werden gezielt jene Wirkstoffe untersucht, die bereits am Markt zugelassen sind, wie etwa Arzneimittel gegen HIV und Malaria. Die Erkenntnisse von FASTCURE sollen so rasch wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, es sind bewusst keine Patentierungen geplant.
     
  • Themis: Das Wiener Biotechnologie-Unternehmen entwickelt einen Impfstoff gegen Covid-19, auf Basis seiner Masernvektor-Technologie. Eine Phase 1 Studie kann schon in Kürze beginnen. CEPI, die Coalition for Pandemic Preparedness Innovations, fördert hierbei ein Konsortium aus Themis, Institut Pasteur und University of Pittsburgh.
     
  • Takeda: Mit TAK-888 befindet sich in Österreich auch eine plasmabasierte Antikörper-Therapie zur Behandlung infizierter Personen mit hohem COVID-19 Risiko in Vorbereitung. Diese Entwicklung basiert auf einer seit 15 Jahren zugelassenen, und damit bewiesen sicheren, Immunglobulin Plattform, sowie der virologischen Expertise des Global Pathogen Safety Teams von Takeda in Wien, und erfolgt in Abstimmung mit österreichischen und internationalen Behörden. Gleichzeitig wird untersucht, ob die derzeit auf dem Markt eingesetzten Takeda-Produkte und Pipeline-Produkte wirksame Behandlungen für infizierte Patienten sein könnten.

Bekannte Produkte, neuer Nutzen?

Möglicherweise zählen außerdem Produkte auf Basis von Carragelose, einer von der Wiener Marinomed entwickelten Substanz, zu den Mitteln, die sich letzten Endes als hilfreich erweisen werden. Dieses in Österreich als Nasenspray, Rachenspray und in Form von Pastillen verfügbare Therapeutikum ist breit gegen respiratorische Viren wirksam, bei länger bekannten Coronaviren wird die Erkrankung um mehr als drei Tage verkürzt. Aufgrund der guten Verträglichkeit ist auch der präventive Einsatz sinnvoll. Über Tests zu SARS-CoV-2 ist nichts bekannt. Die Carragelose-Produkte von Marinomed sind unter Eigenmarken der Vertriebspartner in über 40 Ländern weltweit am Markt erhältlich. In Österreich wird bei Sigmapharm in Wien produziert, das neue Werk in Hornstein wird demnächst in Betrieb genommen, zukünftig kann so die Nachfrage lokal aber auch international aus heimischer Produktion bedient werden.

Ob und in welcher Dosierung sich bekannte antivirale Substanzen tatsächlich zur Behandlung von COVID-19 eignen, beschäftigt die Forschung weltweit. Eine internationale Arbeitsgruppe im Bereich Infektiologie, Klinische Pharmakologie und Pharmazeutik der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) fasste nun unter der Leitung der MedUni Wien das aktuelle Wissen über verfügbare antivirale Wirkstoffe und Dosierungen sowie Überlegungen zur Monotherapie und Kombinationsbehandlung von SARS-CoV-2 zusammen. Mit dem Review soll ein internationaler Konsens für Off-Label-Medikation erreicht werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Dosierung sowie den Interaktionen antiviraler Medikamente untereinander sowie mit Begleitmedikation bei kritisch kranken COVID-19 PatientInnen.

Danke!

Auch wenn jetzt ganz viel Aufmerksamkeit auf das Eindämmen der Pandemie gelenkt werden muss, die sonstigen Krankheiten sind dadurch nicht verschwunden. Unser Dank gilt daher auch allen Herstellern lebenswichtiger Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Teams von Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, die Novartis-Gruppe, MED-EL, Octapharma, Ottobock, Pfizer u.v.m. leisten Großartiges in Österreich und andernorts und stellen die Versorgung sicher! Besonders bedanken wollen wir uns außerdem nicht nur bei der Life Sciences Community, sondern bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen, die jetzt ihre eigene Gesundheit riskieren, um Leben zu retten - allen voran das Krankenpflegepersonal und die ÄrztInnen, sowie allen anderen Menschen, die daran beteiligt sind, die mit COVID-19 verbundene Krise in den Griff zu bekommen.

Ihr Life Sciences Unternehmen mit Sitz in Österreich bzw. Ihre Forschungseinrichtung verfolgt hinsichtlich COVID-19 auch wichtige Ansätze in Österreich oder entwickelt / produziert hier Produkte? Bitte kontaktieren Sie uns unter news(at)LISAvienna.at und lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir das in diesen Beitrag aufnehmen können. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme! Ihr LISAvienna Team.