Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2

Aktualisiert am 6. April 2020

Mit dieser Übersicht tragen wir dazu bei, dass die Unternehmen und Forschungseinrichtungen in unserem Netzwerk rasch die nötigen Informationen finden. Bitte nutzen Sie ergänzend auch die kompakte Übersichtstabelle der Wirtschaftsagentur Wien und die Zusammenfassung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zur Orientierung. Über Entlastungen und Vereinfachungen aus steuerlicher Sicht informiert das Finanzministerium.

Beachten Sie außerdem folgende Informationen:

Das LISAvienna Team ist weiterhin für Sie da und unterstützt gerne telefonisch und per E-Mail. Unser Büro ist nicht besetzt, wir arbeiten zuhause. Tragen auch Sie dazu bei, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen!

aws Überbrückungsgarantie im Zusammenhang mit der "Coronavirus-Krise"

Ziel ist die Erleichterung der Finanzierung von Betriebsmittelkrediten von Unternehmen, deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Auftrags-, Lieferungsausfälle oder sonstige Marktänderungen aufgrund der „Coronavirus-Krise“ beeinträchtigt ist. Informationen zur ausgebauten und vereinfachten aws Überbrückungsgarantie finden Sie hier.

Corona-Hilfsfonds: Betriebskostenzuschuss

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft hat die Bundesregierung als weitere Hilfsmaßnahme einen Betriebskostenzuschuss angekündigt. Die neu geschaffene COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH, kurz COFAG, gewährt diese Zuschüsse. Die aws unterstützt die COFAG in der Umsetzung und wird nach Bekanntgabe der Förderrichtlinie auch die Plattform zur Online-Registrierung ab 15.4. bereitstellen. Weitere Details können Sie hier nachlesen.

FFG Emergency-Call zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2

Aufgrund des gegenwärtigen Ausbruchs des Corona-Virus Sars-CoV-2 stellen das BMDW und BMK kurzfristig € 21 Mio. (Anm.: von insgesammt € 23 Mio. aus der Sofortmaßnahme) über die FFG bereit. Die FFG wickelt den Emergency-Call in einem beschleunigten Verfahren ab. Die geplanten Projekte sollen rasch umgesetzt werden können (Entwicklungszeitraum </= 12 Monate). Deadline für die Einreichung von Projekten ist der 8. April 2020 (für kurzfristige Entscheidungen) und der 11. Mai 2020 (für zusätzliche Anträge und Förderentscheidungen). Weitere Informationen zum Emergency Call finden Sie hier.

Gefördert werden F&E-Projekte von österreichischen Unternehmen und Klinische Studien, die sich mit folgenden Themen rund um das Corona-Virus beschäftigen und rasch umsetzbar sind:

  • die Biologie des Virus und seine Übertragung;
  • Infektionsprävention und -kontrolle;
  • Forschung und Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapieverfahren sowie die Entwicklung neuer diagnostischer Ansätze
  • Planung und Durchführung von Klinischen Studien

WKO: Härtefall-Fonds: Sicherheitsnetz für Selbständige

Der Härtefall-Fonds mit einem Volumen von vorerst einer Milliarde Euro ist eine rasche Erste-Hilfe Maßnahme der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise. Mit einem Zuschuss unterstützt werden z.B. Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunternehmen, Freie Berufe, neue Selbständige und freie Dienstnehmer in Notlagen. Informationen über die Voraussetzungen für eine Förderung, zu den erforderlichen Unterlagen und zur genauen Zielgruppe dieser Maßnahme finden Sie hier.

Wien: StolzaufWien BeteiligungsGmbH

In der Wien Holding wird unter dem Titel „StolzaufWien BeteiligungsGmbH“ eine eigene Gesellschaft gegründet, die sich temporär an Unternehmen am Standort Wien zu beteiligen, deren Existenz aufgrund der Corona-Krise gefährdet ist. Das Kapitalvolumen der Beteiligungsgesellschaft soll vorerst rund 50 Millionen Euro betragen, wobei 20 Millionen Euro von der Stadt Wien kommen. Ebenfalls als Kapitalgeber einsteigen wollen die Wirtschaftskammer Wien sowie private Partner, die weitere 30 Millionen Euro aufbringen werden.

  • Max. € 1 Mio. Finanzierung pro Unternehmen
  • Max. 20 % Geschäftsanteil
  • Exit nach max. 7 Jahren

Der operative Start erfolgt voraussichtlich Mitte Mai. Details finden Sie hier.

Wirtschaftsagentur Wien: 10 Mio. Euro Fördertopf für Home-Offices voll ausgeschöpft

Bis inklusive 1. April stellten 2.050 Unternehmen einen Förderantrag, mit einer insgesamt beantragten Fördersumme von fast 15 Millionen Euro. Die Förderquote betrug 75 Prozent, die maximale Fördersumme pro Unternehmen 10.000. Euro. Durchschnittlich investierten die einreichenden Wiener KMU für die Beschaffung von Hardware, Software oder Beratungsleistungen für die Schaffung von Home-Office Arbeitsplätzen 7.000 Euro und erhalten somit durchschnittlich rund 5.200 Euro Fördergeld. Alle Details dazu finden Sie hier.

waff stockt Mittel für Arbeitsstiftungen auf

Vermehrt stehen Wiener Unternehmen derzeit vor der akuten Notwendigkeit, vorübergehend personelle Überkapazitäten zu bewältigen. Der waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) und das Arbeitsmarktservice Wien (AMS) bieten Wiener Unternehmen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an: von der Einrichtung einer Arbeitsstiftung bei Personalabbau bis zur Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Weiterbildungskarenzen oder Kurzarbeit. Für den Fall von unabwendbarem Personalabbau bieten Arbeitsstiftungen den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten zum beruflichen Neustart. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Wohnsitz in Wien gewährt die Gemeinde Wien einen finanziellen Zuschuss. Die Mittel des waff für Arbeitsstiftungen wurden um € 3 Mio. erhöht. Weitere Details zu Arbeitsstiftungen und Krisenmanagement finden Sie hier.

WKBG: Überbrückungskredite für kleine und mittlere Unternehmen

Die WKBG (Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank) übernimmt zusätzliche Bürgschaften von bis zu 80 Prozent gegenüber Kreditinstituten für Überbrückungskredite (Betriebsmittelfinanzierungen). Die Beantragung der Bürgschaftsübernahme ist rasch und unbürokratisch bei der jeweiligen Hausbank möglich. Für die neu entwickelte Bürgschaftsaktion der WKBG stellen die Stadt Wien und die WKW je € 5 Mio. zur Verfügung und übernehmen die Bearbeitungs- und Provisionskosten für die WKBG-Haftung. Weitere Details zur WKBG Überbrückungshilfe finden Sie hier.

FWF: Akutförderung zur Erforschung humanitärer Krisen wie Epidemien und Pandemien

Der Wissenschaftsfonds FWF ruft Forschende auf, Projekte zur Erforschung humanitärer Krisen wie Epidemien und Pandemien in den bestehenden FWF-Programmen, aber im Rahmen eines Fast-Track-Verfahrens einzureichen. Ziel ist es, möglichst schnell weitere wissenschaftlich hochqualitative Projekte an Forschungsstätten in ganz Österreich anzustoßen und so Kapazitäten und Strukturen auszubauen, die dazu beitragen, die aktuelle sowie mögliche künftige humanitäre Krisen meistern zu können. Die Expertise aller Fachgebiete ist gefragt. Berücksichtigt werden Einreichungen vom 6. April 2020 bis zum 30. September 2020. Weitere Details zur FWF Akutförderung finden Sie hier.

FWF beteiligt sich an DFG Ausschreibung zur fachübergreifenden Erforschung von Epidemien und Pandemien anlässlich des Ausbruchs von SARS-CoV-2

Gefördert werden Vorhaben, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von und dem Umgang mit Epidemien und Pandemien am Beispiel von SARS-CoV-2 und anderer humanpathogener Mikroorganismen und Viren beschäftigen. Details zur DFG Ausschreibung sind hier verfügbar.  FWF Information zu Joint Projects.

Medizinisch-Wissenschaftlicher Fonds des Bürgermeisters der Stadt Wien mit Corona-Schwerpunkt

Es können ausschließlich Anträge von Ärztinnen und Ärzten, die in Wien niedergelassen oder unselbständig in Wiener Anstalten (Krankenanstalten, Pflegeheime und Ambulatorien) beziehungsweise im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind, für eine Förderung berücksichtigt werden. Bei Einreichungen zum Schwerpunkt "SARS-Cov-2 beziehungsweise CoVid-19" ist derzeit eine laufende Antragstellung außerhalb der regulären Einreichtermine möglich. Alle Details dazu finden Sie hier.

The Global Hack: Fighting a Global Crisis – 9.-12. April 2020

Der Global Hack ist ein online Hackathon zur raschen Entwicklung von dringend benötigten Lösungen angesichts der aktuellen Krise und zum Aufbau von Strategien für die Zeit danach. Für die Prämierung der besten Ideen stehen € 100.000 zur Verfügung. Es können bereits Ideen eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

#EUvsVirus Hackathon

Die Europäische Kommission wird in Zusammenarbeit mit EU Mitgliedsstaaten einen europaweiten Hackathon veranstalten. In diesem Rahmen können Partner aus der Zivilgesellschaft, Innovatoren und Einkäufer aus ganz Europa gemeinsam innovative Lösungen für Herausforderungen entwickeln, die mit dem Coronaviurs zusammenhängen.

  • 24.-26. April 2020
  • ~ 20 challenges

Weitere Informationen sind auf der EUvsVirus Website verfügbar.

EOSC COVID-19 Fast Track Funding

Die European Open Science Cloud (EOSC) fördert Open Science Aktivitäten und die Transformation der Wissenschaft in eine digitale Richtung. Zu diesem Zweck wird der wissenschaftlichen Gemeinschaft eine verlässliche virtuelle Umgebung zur Verfügung gestellt, die den Umgang mit und den Zugang zu Forschungsdaten erleichtert. Anträge werden wöchentlich evaluiert. Das EOSC Sekretariat mit bis zu € 45.000. Weitre Details zu den förderbaren Ansätzen sind hier verfügbar.

European Space Agency möchte ihre Technologie bei COVID-19 einsetzen (Themen: Gesundheit oder Bildung)

Die European Space Agency (ESA) unterstützt Ideen zum Einsatz von Weltraumtechnologien oder -daten, die zum Lösen der Coronavirus-Krise in Europa, besonders in Italien, beitragen. Die Agentur wird bis zu 50% der Projektkotenübernehmen mit einem Budget von bis zu € 1 Mio. je Projekt. Vorschläge können bis 20. April 2020 eingereicht werden. Weitere Informationen bietet die ESA Website.

European & Developing Countries Clinical Trials Partnership (EDCTP): COVID-19 emergency call for proposals

EDCTP ermutigt zum Einreichen von Anträgen für kooperative klinische Studien (Horizon 2020 RIA) mit Forschungsaktivitäten in Afrika südlich der Sahara zur Bewältigung / Verhinderung des aktuellen COVID-19 Ausbruchs. Weitere Details finden Sie hier.

Weitere Ressourcen

ABA: Regierungsmaßnahmen unterstützen Unternehmen

Die aktuellen Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie werfen eine Vielzahl von rechtlichen und steuerlichen Fragen auf. Die Expertinnen und Experten bei Deloitte haben für die ABA die wichtigsten zusammengefasst.

WKO Info-Service zu Covid-19 für betroffene Firmen

Nutzen Sie auch die Zusammenschau der Wirtschaftskammer. Hier finden Sie unter anderem Hinweise auf den Härtefallfonds für Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunternehmen, Neue Selbstständige, freie Dienstnehmer und Non-Profit-Organisationen, Vordrucke für Bestätigungen für Schlüsselarbeitskräfte und branchenspezifische Informationen.

Empfehlung: Lesen Sie die täglichen Corona-Updates der WK Wien. Das Archiv und die Anmeldemöglichkeit dafür finden Sie hier.

AK und ÖGB: Job & Corona

AK und ÖGB arbeiten daran, dass trotz Corona-Krise möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dafür werden neue Maßnahmen entwickelt, die auch nur für diese einzigartige Krise gelten sollen. Hier finden Sie Informationen zu Themen wie Home Office, Job & Familie oder auch Kurzarbeit.

AGES: Coronavirus Infoseite

Beachten Sie die Informationen der AGES zur aktuellen Situation in Österreich. Hier können Sie auch mehr über den Virus erfahren, was im Fall einer Infektion zu tun ist, welche Telefon-Hotline Sie kontaktieren können und ähnliches.

Mit dieser Liste erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte kontaktieren Sie uns gerne unter news(at)LISAvienna.at für Ergänzungen und Änderungen. Wir aktualisieren diese Seite laufend.