Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2

Mit dieser Übersicht tragen wir dazu bei, dass die Unternehmen und Forschungseinrichtungen in unserem Netzwerk rasch die nötigen Informationen zu Unterstützungsangeboten und fachspezifischen Calls finden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  1. Maßnahmen auf EU-Ebene und weitere internationale Aktivitäten
  2. Maßnahmen in Österreich
  3. Ergänzende Unterstützungsleistungen in Wien
  4. Weitere Ressourcen

Das LISAvienna Team ist weiterhin für Sie da und unterstützt nicht nur im Rahmen von persönlichen Beratungsgesprächen, sondern auch telefonisch, per E-Mail oder online Konferenz. 

1. Maßnahmen auf EU-Ebene und weitere internationale Aktivitäten

Europäische Forschungsinfrastruktur

Zahlreiche Europäische Forschungsinfrastrukturen bieten aufgrund der COVID-19 Pandemie besondere Services an und ermöglichen einen raschen Zugriff auf ihre Angebote, um die Forschung zu beschleunigen. Das ist eine wichtige Ressource um die Lösungen zu entwickeln, die jetzt benötigt werden. Hier finden Sie einen Überblick dazu. Die Liste enthält unter anderem Biobanken und Services für das Design, die Planung und das Management multinationaler klinischer Studien.

European COVID-19 Data Platform

Die Europäische Kommission und EMBLs European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) richten gemeinsam mit einigen EU Mitgliedsstaaten und Forschungspartnern wie ELIXIR eine European COVID-19 Data Platform ein, damit vorhandene Forschungsdaten aus verschiedenen Quellen gebündelt gesammelt werden und von den wissenschaftlichen Gemeinschaften in Europa und weltweit nutzbar sind. Die European COVID-19 Data Platform besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen:

  • SARS-CoV-2 Data Hubs organisieren die Übermittlung von SARS-CoV-2 Sequenzdaten und stellen diese für die freie Nutzung zur Verfügung.
  • Das COVID-19 Data Portal führt unterschiedliche Datensets und Tools zusammen und aktualisiert diese regelmäßig, macht die Sequenzdaten zugänglich und erleichtert den Zugang zu weiteren SARS-CoV-2 Ressourcen. Dieses Portal stellt den Hauptzugang zu den Funktionen der European COVID-19 Data Platform dar.

InnovFin – Infektionskrankheiten

InnovFin – Infektionskrankheiten (IDFF) bietet Finanzierungsprodukte, die von Standarddarlehen bis hin zu eigenkapitalähnlichen Finanzierungen reichen. Über diese Produkte werden in der Regel Finanzierungen zwischen 7,5 Millionen und 75 Millionen Euro an innovative Unternehmen vergeben, die neue Impfstoffe, Arzneimittel sowie medizinische und diagnostische Geräte entwickeln oder neue Infrastrukturen zur Erforschung von Infektionskrankheiten aufbauen. Finanziert werden die Kosten für die klinische Prüfung, die Schaffung der Voraussetzungen für die kommerzielle Nutzung (wie Marktzugang), die Entwicklung von Prototypen oder der Produktionsbeginn für neue Ausrüstung in industriellem Maßstab, präklinische FuE sowie der Betriebskapitalbedarf. Die Mittel werden direkt von der Europäischen Investitionsbank bereitgestellt. Weitere Details finden Sie hier.

Care & Industry together against CORONA

Das Enterprise Europe Network erstellte eine neue europäische Kooperations-Plattform. Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Gesundheitsorganisationen und Behörden sind eingeladen, auf diesem online Marktplatz Informationen über Produkte, Dienstleistungen, Projekte und Initiativen im Zusammenhang mit COVID-19 anzubieten. Weitere Details finden Sie hier.

European Research Area (ERA) Corona Plattform

Auf dieser Plattform finden Sie Informationen zu Förderangeboten der EU und der Mitgliedsstaaten. Auch Hinweise auf verlängerte Horizon 2020 Einreichfristen und neu geförderte Projekte sowie nützliche Links werden hier gesammelt. Die ERA Corona Plattform ist eine von zehn Maßnahmen, auf die sich die Europäische Kommission und die nationalen Ministerien im ersten ERAvcCorona Aktionsplan geeinigt haben. Klicken Sie hier um zur ERA Corona Plattform zu gelangen

Weitere Quellen

2. Maßnahmen in Österreich

FWF: Akutförderung SARS-CoV-2

Der Wissenschaftsfonds FWF ruft Forschende auf, Projekte zur Erforschung humanitärer Krisen wie Epidemien und Pandemien in den bestehenden FWF-Programmen, aber im Rahmen eines Fast-Track-Verfahrens einzureichen. Ziel ist es, möglichst schnell weitere wissenschaftlich hochqualitative Projekte an Forschungsstätten in ganz Österreich anzustoßen und so Kapazitäten und Strukturen auszubauen, die dazu beitragen, die aktuelle sowie mögliche künftige humanitäre Krisen meistern zu können. Die Expertise aller Fachgebiete ist gefragt. Berücksichtigt werden Einreichungen vom 6. April 2020 bis zum 31. März 2021. Weitere Details zur FWF Akutförderung inkl. Kooperationsprojekten finden Sie hier.

aws: COVID-19-Paket für Start-ups

Die österreichische Bundesregierung stellte vor kurzem das COVID-Paket für Start-ups vor. Folgende Maßnahmen stehen zur Verfügung:

  • COVID-Start-up-Hilfsfonds: Innovative Start-ups erhalten einen Zuschuss auf private Investments, die seit dem Ausbruch der COVID-Krise getätigt wurden. Eigenkapital oder Eigenkapital-ähnliche Einlagen ab € 10.000 werden verdoppelt. Dieser Zuschuss muss im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Das Zuschussvolumen der aws beträgt €50 Mio.
  • Garantien für Venture Capital Fonds: aws Kapitalgarantien werden zur Mobilisierung von zusätzlichem Risikokapital für Start-ups eingesetzt. Der Gesamtrahmen der Kapitalgarantien ist mit €25 Mio. festgelegt, wobei bis zu 50% des Fondsvolumens abgesichert werden können. Der/Die unterstützten Venture Capital Fonds investiert/en €200.000 bis €1 Mio. pro ausgewähltem Start-up.

aws Überbrückungsgarantie im Zusammenhang mit der "Coronavirus-Krise"

Ziel ist die Erleichterung der Finanzierung von Betriebsmittelkrediten von Unternehmen, deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Auftrags-, Lieferungsausfälle oder sonstige Marktänderungen aufgrund der „Coronavirus-Krise“ beeinträchtigt ist.
NEU: 100 % Garantiequote für Kredite bis EUR 500.000 und 90 % für Kreditbeträge bis EUR 27,7 Mio.!
Informationen zur ausgebauten und vereinfachten aws Überbrückungsgarantie finden Sie hier.

aws Investitionsprämie

Unternehmen aller Branchen und Größen werden in Österreich bei ihren Investitionen unterstützt, um Betriebsstätten und Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sicher und neu zu schaffen. Ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 7% kann bei der aws beantragt werden. Investitionen im Bereich Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit werden mit 14% gefördert. Die Berechnungsgrundlage reicht von € 5.000 bis € 5 Mio. Weitere Details finden Sie unter diesem Link auf der aws Website.​​​​​​​

Corona-Hilfsfonds: Fixkostenzuschuss

Zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft hat die Bundesregierung als weitere Hilfsmaßnahme einen Fixkostenzuschuss angekündigt. Anträge können ab 20. Mai 2020 auf FinanzOnline gestellt werden. Weitere Details können Sie hier nachlesen.

WKO: Härtefall-Fonds: Phase 2

Der Härtefall-Fonds ist eine Soforthilfe der Bundesregierung für Selbständige. Nach einer Verdoppelung des Fördervolumens und der Ausweitung der Anspruchskriterien wurde der Härtefall-Fonds in eine zweite Phase übergeführt. Alle weiteren Details finden Sie hier.

Weitere Informationen

Bitte nutzen Sie ergänzend die Zusammenfassung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zur Orientierung. Über Entlastungen und Vereinfachungen aus steuerlicher Sicht informiert das Finanzministerium. Sehr empfehlenswert ist außerdem die Coronavirus-Infoseite der ABA. Werfen Sie außerdem einen Blick auf eine spezielle Websitte der FFG, die Ausschreibungen und Initiativen auf EU-Ebene vorstellt.

3. Ergänzende Unterstützungsleistungen in Wien

Wien: Stolz auf Wien Beteiligungs GmbH

In der Wien Holding wurde unter dem Titel „Stol zauf Wien" Beteiligungs GmbH eine eigene Gesellschaft gegründet, die sich temporär an Unternehmen am Standort Wien beteiligt, deren Existenz aufgrund der Corona-Krise gefährdet ist. Das Kapitalvolumen der Beteiligungsgesellschaft soll vorerst rund 50 Millionen Euro betragen, wobei 20 Millionen Euro von der Stadt Wien kommen. Ebenfalls als Kapitalgeber einsteigen wollen die Wirtschaftskammer Wien sowie private Partner, die weitere 30 Millionen Euro aufbringen werden.

  • Max. € 1 Mio. Finanzierung pro Unternehmen
  • Max. 20 % Geschäftsanteil
  • Exit nach max. 7 Jahren

Details finden Sie hier.

waff stockt Mittel für Arbeitsstiftungen auf

Vermehrt stehen Wiener Unternehmen derzeit vor der akuten Notwendigkeit, vorübergehend personelle Überkapazitäten zu bewältigen. Der waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) und das Arbeitsmarktservice Wien (AMS) bieten Wiener Unternehmen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an: von der Einrichtung einer Arbeitsstiftung bei Personalabbau bis zur Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Weiterbildungskarenzen oder Kurzarbeit. Für den Fall von unabwendbarem Personalabbau bieten Arbeitsstiftungen den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten zum beruflichen Neustart. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Wohnsitz in Wien gewährt die Gemeinde Wien einen finanziellen Zuschuss. Die Mittel des waff für Arbeitsstiftungen wurden um € 3 Mio. erhöht. Weitere Details zu Arbeitsstiftungen und Krisenmanagement finden Sie hier.

WKBG: Überbrückungskredite für kleine und mittlere Unternehmen

Die WKBG (Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank) übernimmt zusätzliche Bürgschaften von bis zu 80 Prozent gegenüber Kreditinstituten für Überbrückungskredite (Betriebsmittelfinanzierungen). Die Beantragung der Bürgschaftsübernahme ist rasch und unbürokratisch bei der jeweiligen Hausbank möglich. Für die neu entwickelte Bürgschaftsaktion der WKBG stellen die Stadt Wien und die WKW je € 5 Mio. zur Verfügung und übernehmen die Bearbeitungs- und Provisionskosten für die WKBG-Haftung. Weitere Details zur WKBG Überbrückungshilfe finden Sie hier.

4. Weitere Ressourcen

Mit dieser Liste erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte kontaktieren Sie uns gerne unter news(at)LISAvienna.at für Ergänzungen und Änderungen. Wir aktualisieren diese Seite laufend.